Zwar stellt die DSG Union HABAU Perg die einzige Mannschaft der LT1 OÖ-Liga, die in der Rückrunde noch ungeschlagen ist, allerdings tritt die Prandstätter-Truppe nach sechs (!) Remis in Folge gewissermaßen auf der Stelle. Am Samstagnachmittag bot sich für die Mühlviertler nun die nächste Chance, auswärts gegen die Union Unis Gschwandt wieder auf den Siegeszug aufzuspringen. Diese packte man schließlich eiskalt am Schopf, rang den Kontrahenten letztlich mit 4:2 nieder und setzte damit eingangs erwähnter Unentschieden-Serie ein promptes Ende.
Dabei sah sich der Gast aus dem Mühlviertel bereits früh in dieser Begegnung mit einem Rückstand konfrontiert, stach Gschwandt doch mit der ersten richtig dicken Möglichkeit nach 13 Minuten durch Thomas Altmaninger umgehend eiskalt zu und stellte folglich auf 1:0. Eine Führung der Huemer-Truppe, die allerdings gerade einmal zehn Minuten Bestand haben sollte. So schlugen nämlich die Prandstätter-Schützlinge nach einem Foulelfmeter, den Mario Ebenhofer in abgebrühter Manier verwandelte, kurzerhand wieder zurück – 1:1. In weiterer Folge sahen die rund 250 Zuschauer ein durchwegs ausgeglichenes Aufeinandertreffen, in dem man hier wie da nicht die ganz großen Einschusschancen kreieren konnte. Einem weiteren Erfolgserlebnis am nächsten kamen dabei Augenblicke vor dem Pausenpfiff die Heimischen, als Jonas Rohner denkbar knapp an der Latte scheiterte.
Nach dem Seitenwechsel waren es dann die Mühlviertler, die den agileren und gefährlicheren Start verbuchten und folglich nun deutlich mehr Dominanz ausstrahlten. Eben dieses Auftreten paarte die DSG letztlich noch mit purer Kaltschnäuzigkeit vor dem Gehäuse und drehte das Spiel nach 57 Minuten durch Gabriel Sandner komplett. Praktisch im Gegenzug vergaben dann die Hausherren eine nahezu hundertprozentige Torchance und damit gleichsam die Möglichkeit, den Zwischenstand prompt wieder auszugleichen. Um einiges effizienter präsentierte sich dafür dann wieder die Prandstätter-Elf, die einen Konter sahnemäßig ausspielte und in letzter Instanz durch Daniel Steinbauer auf 1:3 erhöhte – die Vorentscheidung? Nicht ganz, denn nur wenige Minuten darauf versenkte Selman Neziri das runde Leder per traumhaftem Volley im Kreuzeck und brachte damit wieder gehörig Spannung in die Schlussphase. In dieser fand der Gastgeber auch nochmals die große Chance zum Lucky-Punch vor, konnte daraus allerdings letztlich kein Kapital mehr schlagen. So fixierte die DSG schließlich durch einen weiteren Elfmetertreffer von Ebenhofer den 4:2-Auswärtssieg und damit das Ende der langwierigen Remis-Serie.
Maximilian Holzleitner (Sportlicher Leiter Union Gschwandt):
„Bis zur Pause war es ein weitestgehend ausgeglichenes Spiel. Dann sind wir nicht so gut aus der Kabine gekommen und haben uns in dieser Phase das 1:2 eingefangen. Wir hatten dann aber noch in der letzten halben Stunde genug dicke Möglichkeiten, um Zählbares mitzunehmen. Am Ende wäre ein Remis schon gerecht gewesen.“
Der Beste: Mario Ebenhofer (ZMF, DSG Union Perg)