Nach einer zähen Phase, sechs Unentschieden am Stück mitumfassend, konnte die DSG Union HABAU Pergam vergangenen Wochenende wieder einen vollen Erfolg bejubeln – die Prandstätter-Truppe, die seit nicht weniger als zwölf Partien in der LT1 OÖ-Liga nicht bezwungen werden konnte, sprang damit kurzerhand auf den dritten Tabellenrang. Am Freitagabend empfing man nun die in diesen Tagen und Wochen etwas schwächelnde SU Vortuna Bad Leonfelden. Gegen die Mühlviertler-Konkurrenten musste sich die DSG schlussendlich aber wieder einmal mit einem Remis zufriedengeben – die Hinterkörner-Schützlinge sicherten sich in der Nachspielzeit noch den Punktgewinn.

Vor einer Kulisse von rund 300 Zuschauern waren es von Beginn an eine enorme Intensität und nicht weniger Tempo, die das Aufeinandertreffen zwischen dem Zweiten und Dritten des Klassements prägten. Bereits in der Anfangsphase erarbeitete man sich auf beiden Seiten durchwegs gute Abschlussgelegenheiten, die letzte Durchschlagskraft und Präzision ließ man dabei allerdings hier wie da noch vermissen. Nach einer schlichtweg ausgeglichenen ersten Viertelstunde waren es dann die Gäste aus Bad Leonfelden, die zusehends mehr an Spielkontrolle gewannen und folglich auch regelmäßiger zu Einschussmöglichkeiten kamen. Wenige Minuten vor der Halbzeit schlug dann allerdings die Stunde von Perg-Schlüsselspieler Mario Ebenhofer, der einen direkten Freistoß in absolut sehenswerter Manier ins Kreuzeck schlenzte und damit die Gastgeber zu einem psychologisch enorm wertvollen Zeitpunkt in Führung brachte.

Die Gäste zeigten sich nach dem Seitenwechsel von dem bitteren Nackenschlag kurz vor der Pause unbeeindruckt, legten das Augenmerk umgehend wieder auf die Offensive und schlugen nicht einmal eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff eiskalt zurück. Auffällig dabei: Mit Assistgeber Lukas Denk und dem Torschützen Chinonso Emmanuel Eziekwe waren zwei Akteure beteiligt, die erst zur Halbzeit eingewechselt worden waren. Das nennt man dann wohl ein goldenes Händchen von Coach Stefan Hinterkörner. Allerdings sollte das 1:1 nur von kurzer Dauer sein, setzten die Heimischen doch im Gegenzug nur neun Minuten später das nächste Ausrufezeichen: Manuel Christof Mühlbachler hämmerte das runde Leder humorlos unter die Latte und stellte folglich die Führung der DSG prompt wieder her. Erneut stellte man im Lager der SU Bad Leonfelden jedoch in weiterer Folge unter Beweis, über welch tolle Moral und breite Qualität man in den eigenen Reihen verfügt. So war es in Minute 81 Lukas Grüner, erst wenige Sekunden auf dem Feld, der per Kopf das Spielgerät in den Maschen versenkte und seine Mannen damit kurz vor Ablauf der neunzig Minuten wieder zurück in dieses Aufeinandertreffen brachte. Es folgte eine absolut hektische Schlussphase, in der zunächst der Gastgeber – zum dritten Mal an diesem Abend – in Führung ging: Nico Marcel Marek traf in Minute 90 nach einem Corner mitten ins Herz der Sportunion aus Bad Leonfelden. Weil diese aber auch davon nicht außer Tritt geriet und mit der letzten Aktion durch einen Treffer von Stepan Krunert noch auf 3:3 stellte, musste sich die Prandstätter-Elf letztlich doch mit einer Punkteteilung zufriedengeben.

Stefan Hinterkörner (Trainer SU Bad Leonfelden):
„Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden, auch wenn wir die spielerisch bessere Mannschaft waren. Perg hat sehr zweikampfbetont agiert und war einfach enorm effizient. Für uns wäre sicher mehr drinnen gewesen.“
Die Besten: Mario Ebenhofer (ZM, DSG Union Perg) bzw. Stepan Krunert (ZOM, SU Bad Leonfelden), Simon Sonnberger (ZDM, SU Bad Leonfelden)
Foto: Rumetshofer