Spielberichte

Erste Pleite unter Neo-Coach Peter Halada – SV Bad Ischl verliert in Bad Schallerbach deutlich

Unter Trainer-Rückkehrer Peter Halada hatte der SV Zebau Bad Ischl zuletzt Big Points im Abstiegskampf gesammelt, als man sensationell den Spitzenreiter der LT1 OÖ-Liga SK Vorwärts Steyr in die Knie gezwungen hatte. Heute musste man die Reise zum SV sedda Bad Schallerbach antreten. Dort gab es schlussendlich aber nichts zu holen. Der Favorit setzte sich mit 4:1 durch, feierte den zweiten Sieg in Folge gegen eine im Abstiegskampf befindliche Mannschaft und sprang wieder auf Zwischenrang drei.

 

Vier Volltreffer und ein Platzverweis in Hälfte eins

Der SV sedda Bad Schallerbach schaffte es umgehend, die so hochveranlagten Offensivakteure in Szene zu setzen und brutal gefährliche Momente für den Defensivverbund des SV Bad Ischl heraufzubeschwören. Nachdem Michael Schröttner bereits in der 4. Minute am Aluminium gescheitert war, fand Sturmpartner Alexander Fröschl in Minute 7 eine weitere Top-Chance vor. Den ersten Dämpfer setzte es für den Underdog aus dem Salzkammergut, der den Fokus sichtlich auf Defensivarbeit samt Umschaltspiel legte, in der 19. Minute, als nach einem Freistoß von Bad Schallerbachs Kapitän Dominik Stadlbauer der Ball abgefälscht wurde und so den Weg ins Tor fand. Zwölf Minuten später legte der Favorit nach: Durch einen kontinuierlichen Spielaufbau kombinierte man sich tief in die Hälfte des Kontrahenten und in letzter Instanz schoss Fröschl nach Assist von Schröttner humorlos zum 2:0 ein. In Minute 39 kam es dann knüppeldick für die Halada-Truppe: Marko Kracun kassierte die Ampelkarte und musste frühzeitig runter. In Unterzahl fing sich der SV Bad Ischl wenige Augenblicke später den dritten Gegentreffer des Nachmittags: Nach einem Handspiel im Strafraum versenkte der formstarke Schröttner den fälligen Penalty gekonnt (41.). Noch vor dem Pausenpfiff konnte eine insgesamt überforderte Zebau-Elf aber gewissermaßen Ergebniskosmetik betreiben: Gegen eine zu passiv agierende Defensive des SV Bad Schallerbach markierte Franjo Dramac mit dem zweiten Kontakt das 3:1 (45.).

 

Schröttner legt noch ein Tor nach

Schon in der ersten Halbzeit hatte der Gastgeber durch präzise Spielverlagerungen den Kontrahenten ständig in Bewegung gebracht und diesen somit vor Probleme gestellt. Daran änderte sich auch nach Wiederanpfiff nichts. Man blieb das aktivere Team und fand in der 55. Minute die nächste sehr aussichtsreiche Gelegenheit vor, Fröschl konnte aber kein Kapital daraus schlagen. In der 62. Minute dann noch einmal ein beeindruckendes Exempel dafür, wie gut das Offensivduo Fröschl-Schröttner in diesen Wochen und Monaten harmoniert: Nach aufmerksamer Vorlage erstgenannten Akteurs besorgte Schröttner den 4:1-Endstand. In der Schlussphase konnte der Gast, dem heute sichtlich die Grenzen aufgezeigt wurden, die Defensive der sedda-Elf nicht mehr wirklich fordern.

 

Stimmen zum Spiel:

Erich Renner (Trainer SV sedda Bad Schallerbach):

„Aufgrund des Sieges von Bad Ischl in der vergangenen Woche gegen Vorwärts Steyr und des Trainerwechsels waren wir gewarnt. Bad Ischl hat eine gute Mannschaft. Wir haben es heute gut gemacht. Wir haben unser Spiel aufgezogen. Der Sieg war auch in der Höhe verdient.“

 

Jürgen Schaufler (Sektionsleiter Stv. SV Bad Ischl):

„Es war eine verdiente Niederlage. Wir hatten aus verschiedenen Gründen viele Ausfälle. Zudem waren wir 50 Minuten in Unterzahl. Am Freitag haben wir Gschwandt zuhause. Das ist ein Finale. Wir werden versuchen zu gewinnen. Dann haben wir mit dem Abstieg nichts zu tun.“

 

Die Besten: Christoph Breinesberger (RV, SV sedda Bad Schallerbach), Michael Schröttner (ST, SV sedda Bad Schallerbach)