Der SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 war als Tabellenführer in die 6. Runde der LT1 OÖ-Liga gegangen. In dieser bekam man es auswärts mit dem SV Zebau Bad Ischl zu tun. In einer kuriosen Partie gaben die Braunauer wie schon unter der Woche im Nachtrag gegen die Zebras aus Weißkirchen einen komfortablen 2:0-Vorsprung aus der Hand und müssen sich abermals mit einem 2:2 begnügen (Spielbericht). Weil die Union Mondsee im Parallelspiel gegen den SV Garsten siegte, ist man die Tabellenführung prompt wieder los. Ligaportal.at sprach nach Abpfiff mit den Trainern beider Teams.

„Wir sind gut gestartet. Wir haben den Gegner hoch angelaufen und wollten ihn somit weg von unserem Tor halten. Das ist uns gut gelungen. In der 35. Minute hatten wir eine Top-Chance durch Samuel Budinsky. Nach einem Fehler in der Defensive haben wir das 0:1 kassiert. Von Friedburg kam sonst wenig. Wir haben in der 38. Minute einen klaren Elfmeter nicht bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir sicherlich die beste Leistung in dieser Saison gezeigt. Wir haben den Gegner extrem aggressiv bearbeitet. Nach einer weiteren sehr guten Gelegenheit von Budinsky machte Friedburg das 0:2. Alles ist gegen uns gelaufen – Schiedsrichterentscheidungen, eigene Fehler. Normal ist das dann eine unlösbare Aufgabe gegen den Tabellenführer. Das 1:2 gelang Franjo Dramac durch einen Freistoß. Er gab heute sein Comeback nach einer Verletzungspause. Wir haben danach Druck gemacht und Halbchancen vorgefunden. Ich habe in der Folge Gelb-Rot gesehen. In der letzten Aktion haben wir noch das 2:2 gemacht. Es war mehr als verdient. Wenn man so eine Mentalität, so einen Glauben und so eine Leistung gegen den Ersten zeigt, ist das ein gefühlter Sieg. Ich bin froh, dass sich die Mannschaft für so eine Leistung belohnt hat. Respekt!“
„Das ist richtig bitter, wenn man wie im letzten Spiel in der letzten Aktion den Ausgleich kassiert. Das ist Unvermögen. Man darf sich das nicht mehr nehmen lassen. Somit haben wir 14 statt 18 Punkte. Mit Fußball hat das nicht viel zu tun auf diesem Platz. Wir haben das aber angenommen und waren gut in der Partie. Kurz vor der Halbzeit gelang uns das 0:1. Wir haben dann das zweite Tor nachgelegt. Das 1:2 haben wir durch einen Freistoß kassiert und in der letzten Aktion fangen wir uns das 2:2. Das darf einfach nicht passieren. Trotzdem werden wir den Kopf nicht in den Sand stecken.“
SV Bad Ischl – SV Friedburg: 2:2
Die Besten: Leon Cubrelji (IV, SV Bad Ischl), Arnel Kadric (IV, SV Bad Ischl), Ben-Travis Wörndl (ST, SV Friedburg)
Hier geht es zum Spielbericht!
Foto: Bodenhofer