Zu den absoluten Überraschungsmannschaften der bisherigen LT1 OÖ-Liga-Saison ist die SPG FC Illumina Andorf/Sigharting zu zählen. Als eines von zwei Teams konnte man noch nicht bezwungen werden und steht damit völlig verdient am dritten Tabellenplatz. Am heutigen Freitagabend wartete mit dem SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 aber der nächste harte Prüfstein auf den Aufsteiger. Dieser war für die Froschauer-Schützlinge am Ende, trotz eines lange ebenbürtigen Fights, dann doch eine knappe Nummer zu groß – 2:1 der Endstand.

Foto: Bodenhofer
Vor einem absolut angemessenen Publikum von über 500 Zuschauern hielt das Aufeinandertreffen von Beginn an das, was es im Vorhinein versprach – hohes Tempo, enorme Intensität und spielerische Klasse. Dabei ging es munter hin und her, ohne aber, dass eine der beiden Mannschaften eine richtige Drangperiode entwickelte. Für den ersten Treffer in einem bereits jetzt hochklassigen Match zeigte sich schließlich der Aufsteiger aus Andorf/Sigharting verantwortlich: Florian Spitzer vollendete eine bärenstarke Einzelaktion, in der er sich auf der linken Seite körperlich staubtrocken behauptete, per maßgeschneidertem Weitschuss in den Winkel zum 1:0. Wirklich aus dem Konzept bringen ließen sich die Hausherren jedoch nicht und konterten den Nackenschlag noch kurz vor der Pause durch einen von Halid Hasanovic verwerteten Elfmeter.
Nach dem Seitenwechsel startete die Öbster-Truppe, durch den Ausgleich vor der Halbzeit zweifelsohne beflügelt, brandgefährlich in Durchgang zwei und verbuchte dabei gleich richtige Top-Chancen auf die erstmalige Führung. Doch auch die Gäste wussten stets eine brutale Gefahr, unter anderem im Umschaltspiel, auszustrahlen und so die Defensive der Heimischen immer wieder gehörig unter Stress zu setzen. Nach etwa 69 Minuten sah sich der Aufsteiger dann aber kurzerhand mit einem Rückstand konfrontiert, als Hasanovic zum zweiten Mal an diesem Abend seine unbestrittenen Torjägerqualitäten unter Beweis stellte und per Flachschuss aus der Distanz den SV Friedburg in Führung schoss. Es folgte eine schlicht und ergreifend hochspannende Schlussphase, in der die Gäste noch vehement auf den Punktgewinn drängten. Weil die Hausherren die Angriffsbemühungen des Gegners jedoch durchwegs geschickt wegverteidigten, brachte man den Sieg letztlich auch über die Zeit und schob sich dadurch, zumindest bis morgen Samstag, auf den ersten Tabellenrang.
Ernst Öbster (Trainer SV Friedburg):
„Das Spiel hat das gehalten, was die Medien davor darüber geschrieben haben. Es war ein hochklassiges und sehr intensives Match gegen einen richtig starken Gegner. Wir haben aber am Ende, vor allem aufgrund der zweiten Hälfte, dann aber doch verdient aus meiner Sicht gewonnen.“
Der Beste: Halid Hasanovic (ST, SV Friedburg)