Als Spitzenreiter war der SV Lugstein Cabs Friedburg 1960 in den neunten Matchtag der LT1 OÖ-Liga gegangen. Dabei bekam man es auswärts mit dem ASK Case IH Steyr St. Valentin zu tun. Schlussendlich kassierte man eine heftige Abreibung, mit welcher im Vorhinein in keinster Weise zu rechnen war. Nach der 0:6-Klatsche ist man auch die Tabellenführung los. Neuer Leader ist die Union Mondsee, welche bereits am gestrigen Freitagabend souverän mit 4:0 gegen die SPG Pregarten gewonnen hatte.

Der ASK St. Valentin war mit einem perfekten Matchplan ausgestattet: Dank taktischer Disziplin und einer kompromisslosen Performance im Spiel gegen den Ball zeigte man dem Kontrahenten praktisch ab Minute eins die Grenzen auf. Eines vorweg: Die Friedburger fanden zu keinem Zeitpunkt in die Partie und blieben über die gesamte Distanz vieles schuldig. Die Niederösterreicher liefen die Öbster-Truppe hoch an und stressten sie im Spielaufbau. Zudem verdichtete man geschickt das Zentrum und hatte die Oberhand in Räumen, die die Braunauer grundsätzlich gerne bespielen. Effizient agierende Gastgeber schlugen in der ersten Hälfte gleich vier Mal zu. Nachdem Stürmer Yusuf Efendioglu in der 15. Minute aus kurzer Distanz die so wichtige Führung besorgt hatte, erhöhte Marco Bühringer mit einem Doppelschlag in den Minuten 20 und 34 auf 3:0. In der 41. Minute markierte Sommerneuzugang Leon Ilic das 4:0 mit einem sehenswerten Distanzschuss.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Statik der Partie wenig: Die Kaltak-Truppe blieb absolut spielbestimmend gegen einen Kontrahenten, der brutal enttäuschte und sich im Prinzip nicht ligatauglich präsentierte. In der 54. Minute erhöhte Julian Riedl nach starkem Umschaltspiel auf 5:0. Lediglich fünf Minuten später besorgte Stefan Celic nach Assist von Efendioglu aus kurzer Distanz das 6:0. Somit war die Partie durch. Von den Friedburgern kam in offensiver Hinsicht bis zum Schlusspfiff nichts mehr.
Adnan Kaltak (Trainer ASK St. Valentin):
„Das Ergebnis war in dieser Höhe nicht zu erwarten. Wir wollten ein gutes Spiel abliefern und im besten Fall einen knappen Sieg holen. Schlussendlich war das sehr souverän. Ein riesiges Kompliment an die Mannschaft! Wir sind von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert geblieben und haben zu Null gespielt. Das Selbstbewusstsein, das in den vergangenen Wochen nicht vorhanden war, ist zurück. Ein Pauschallob an die Truppe!“
Ernst Öbster (Trainer SV Friedburg 1960):
„Das war nicht ligatauglich. Teilweise war das Arbeitsverweigerung. So darf man sich nicht präsentieren. Wir haben auch in dieser Höhe verdient verloren. Die Leistung war nicht akzeptabel.“
Die Besten: Marco Bühringer (RMF, ASK St. Valentin), Thomas Stadler (ZMF, ASK St. Valentin)
Foto: Bodenhofer