Mit drei Siegen in den letzten vier Spielen bewies der SV Gmundner Milch in den vergangenen Wochen auf eindrucksvolle Art und Weise, dass man den komplizierten Saisonstart hinter sich gelassen hat und damit endgültig in der neuen sportlichen Umgebung namens LT1 OÖ-Liga angekommen ist. Im Rahmen der 10. Runde wartete nun mit der SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat allerdings eine alles andere als leichte Aufgabe auf den Aufsteiger. Und eben diese war der Allerstorfer-Truppe am Ende dann doch eine Nummer zu groß - 0:3 das doch klare Endergebnis.
Foto: Philipp Stockmaier
Dabei verlief für die Traunseestädter bereits der Auftakt in diese Partie, bescheiden ausgedrückt, nicht wirklich optimal: So waren keine acht Minuten verstrichen, als die Landeshauptstädter zum ersten Mal an diesem Abend umgehend Nägel mit Köpfen machten und durch Florian Thomas Sprinzing in Führung gingen. Der Angreifer war dabei von Offensivkollege Kenan Ramic mustergültig sowie gleichsam technisch herausragend per Fersler in Szene gesetzt worden. Auch im Anschluss blieben die Gastgeber die schlichtweg griffigere, gefestigtere und geradlinigere Mannschaft und legten in Minute 20 den nächsten Treffer nach: Christian Rausch versenkte das runde Leder nach Zuspiel von David Pils wuchtig unter der Latte und stellte damit kurzerhand auf 2:0. Zwar stemmten sich die Gmundner in weiterer Folge mit aller Kraft gegen die immer wieder aufkommende Abteilung Attacke des Kontrahenten und versuchte gleichsam selbst, Einschussmöglichkeiten zu kreieren, sah sich dabei allerdings mit einer Mannschaft konfrontiert, die eben diese Aufgaben zumeist einfach besser zu lösen wusste. So erhöhte die Stumpf-Truppe kurz vor der Halbzeit durch einen Kopfballtreffer von Kenan Ramic noch auf 3:0 und sorgte damit vergleichsweise früh für eine Art Vorentscheidung.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Statik dieser Begegnung wenig. Die Spielgemeinschaft aus Linz stellte weiterhin die gefährlichere, und so ehrlich muss man sein, schlichtweg bessere Mannschaft am Rasen und verbuchte durch den zur Pause eingewechselten Bünyamin Cesur Karatas, der einen Freistoß an die Latte setzte, gleich einmal die erste Top-Chance des zweiten Durchgangs. Es folgten durchwegs weitere Möglichkeiten auf den einen oder anderen Treffer der Heimischen, die diese aber nicht mehr so konsequent wie zuvor zu Ende führten. Auf der Gegenseite bewiesen allerdings auch die Gmundner tolle Moral, blieben dabei ihrer spielerischen Linie treu und setzten offensiv immer wieder gewisse Nadelstiche – ein Mal stand gar das Aluminium dem Ehrentreffer der Allerstorfer-Elf im Weg. Am Ausgang dieser Partie hätte das aber freilich ohnehin wenig geändert.
Markus Allerstorfer (Trainer SV Gmundner Milch):
„Man muss sagen, dass Edelweiss am Ende des Tages eine Schuhnummer zu groß war. Auch wenn wir es mit dem Ball gar nicht so verkehrt gemacht haben, hat die entscheidenden Akzente immer der Gegner gesetzt. Sie haben für diese Liga außergewöhnliche Spieler in ihren Reihen und werden nicht umsonst zu den Mitfavoriten auf den Titel gehandelt. Dementsprechend kann man gegen diese Mannschaft auswärts schon auch einmal verlieren.“
Die Besten: Nico Wiesinger (IV, SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat), Simon Abraham (ZDM, SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat), Kenen Ramic (ST, SPG Edelweiss Linz/Neue Heimat)