Nach der Trennung von Coach Robert Lenz unter der Woche war heute Trainer-Rückkehrer Peter Halada zum ersten Mal wieder in der LT1 OÖ-Liga für den SV Zebau Bad Ischl im Einsatz. Man traf auswärts im Derby auf die Union Unis Gschwandt. Schlussendlich gab es für die Gäste, deren Situation zusehends prekärer wird, nichts zu holen. Das 1:4 war die dritte empfindliche Pleite in Serie.

Das Match begann mit zwei Top-Chancen des SV Bad Ischl, welche der Underdog ungenützt verstreichen ließ. In der 8. Minute stellte der Favorit dann auf 1:0. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Halada-Truppe schaltete die Union Gschwandt schnell um, suchte sofort die Tiefe und setzte Sasa Petrovic in Szene, der humorlos die so wichtige Führung besorgte. Nur 6 Minuten später hatte die Zebau-Elf aber eine adäquate Antwort parat: Nach sehenswerter wie zielstrebiger Kombination schoss Stürmer Rudolf Durkovic gekonnt zum zwischenzeitlichen Ausgleich ein. Die Gäste entwickelten danach einen gewissen Druck und hatten in jener Phase eine richtige Corner-Serie, man konnte aus jenen Standards aber kein Kapital schlagen. Was wahre Effizienz im vordersten Drittel bedeutet, zeigte die Union Gschwandt dann unmittelbar vor dem Gang in die Kabinen, als Angreifer Miroslav Antonov nach einem Standard für die abermalige Führung sorgte (44.).
Ein ähnliches Bild auch im zweiten Durchgang: Der SV Bad Ischl blieb aktiv, konnte an diesem Nachmittag in Sachen Effektivität aber eindeutig nicht mit dem Kontrahenten mithalten. Samuel Budinsky und Durkovic hatten hochkarätige Chancen zu Beginn der zweiten Hälfte, verpassten das anvisierte Ziel aber knapp. In der 57. Minute war dann wieder die Union Gschwandt an der Reihe, als Florian Mairhofer nach einem Eckstoß das vorentscheidende 3:1 markierte. Danach nahm Bad Ischls Neo-Coach Halada taktische Adaptierungen vor und zog beispielsweise Innenverteidiger Matus Kunik eine Reihe nach vorne. Eben jener hatte umgehend zwei Top-Chancen, für einen Treffer, welcher die Partie noch einmal spannend gemacht hätte, reichte es aber nicht. Stattdessen schlugen die Gastgeber in Minute 87 noch einmal zu: Gegen aufgerückte Bad Ischler setzte man einen perfekten Konter, welchen Joker Patrick Spitzbart perfekt abschloss. Die Union Gschwandt realisierte somit den zweiten Sieg en suite und ist seit drei Runden ungeschlagen.
Peter Halada (Trainer SV Bad Ischl):
„Es war ein gutes Spiel mit vielen Chancen. Wir haben uns aber nicht belohnt. Wenn die Partie 4:4 ausgeht, kann keiner etwas sagen. Gschwandt lauert auf Konter und Standards. Da haben sie alles rausgeholt. Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es war. Es war ein ausgeglichenes Spiel mit einem ausgeglichenen Chancenverhältnis.“
Der Beste: Miroslav Antonov (ST, Union Gschwandt)
Foto: Reischenböck