Als einziges Team der LT1 OÖ-Liga kassierte die DSG Union HABAU Perg in der bisherigen Spielzeit auf heimischem Terrain noch keinen Gegentreffer. Dennoch läuft es für die Prandstätter-Truppe seit einigen Wochen nicht ganz rund – nur eines der letzten vier Partien konnte man für sich entscheiden. Die nächste Möglichkeit auf einen vollen Erfolg bot sich nun am Freitagabend, als man, wohlgemerkt vor eigenem Publikum, die SPG UFC Stampfl-Bau Ostermiething/Tarsdorf empfing. Eben diese packte man schließlich auch am Schopf und rang mit einer starken Leistung den Gast mit 1:0 nieder.

Vor 170 Zuschauern starteten die Mühlviertler auch ungemein schwungvoll und engagiert in diese Begegnung und fanden durch Mario Ebenhofer und Andre Schmid bereits in der Anfangsphase vielversprechende Möglichkeiten auf einen ersten Treffer vor. Letzterer war es auch, der nach einer knappen halben Stunde von seinen Offensivkollegen ideal in Szene gesetzt worden war, letztlich die Kugel aber nicht im Gehäuse unterbrachte. Dazwischen hatten auch die Dimitrov-Schützlinge erste Duftmarken im gegnerischen Strafraum hinterlassen, diese jedoch ebenso nicht in Zählbares ummünzen können. Die Gäste waren es auch, die bis zur Pause die tonangebende Mannschaft waren, im letzten Drittel jedoch zu wenig zwingend wurden, um mit einem Vorteil in die Pause zu gehen. Auf der Gegenseite vergab noch Nico Marek eine vielversprechende Umschaltaktion zu leichtfertig. Folglich ging es torlos in die Kabinen.
Nach der Pause übernahmen dann die Hausherren immer mehr die Kontrolle und entwickelten fortan dementsprechend auch Druck im letzten Drittel. Es dauerte aber dennoch bis zur 70. Minute, ehe man aus dem Momentum Kapital schlagen konnte: Nach einer Ecke gefolgt von unübersichtlichem Gestocher war es der aufgerückte Innenverteidiger Mathias Hausberger, der das Spielgerät über die Linie bugsierte – 1:0. Nur kurze Zeit später fand die Prandstätter-Elf durch Ebenhofer und Mühlbachler zwei weitere dicke Möglichkeiten auf den zweiten Treffer und die damit verbundene Vorentscheidung vor. Weil man diese aber abermals nicht im Gehäuse unterbrachte, blieb es gegen bis zum Ende stark kämpfende Gäste noch brutal spannend. Letztlich brachte die DSG den hauchzarten Vorsprung jedoch über die Zeit und durfte so nach zwei Spielen ohne Sieg wieder die vollen drei Punkte bejubeln. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle, dass Ostermiethings Resul Omerovic nach einer Tätlichkeit in der 89. Minute die Rote Karte sah und die Gäste folglich die Partie zu Zehnt beenden mussten.
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„Wir sind wieder richtig gut in die Partie gestartet. Zwischen Minute 20 und 40 hat Ostermiething dann deutlich zugelegt, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Da hatten wir die besseren Chancen. Das Unentschieden war aber schon okay. Nach der Pause waren wir dann schon sehr dominant. Am Ende hätten wir uns das Leben mit einem weiteren Treffer sicher leichter machen können. Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg, den uns, wie schon öfter, eine bärenstarke Defensive gewonnen hat.“
Die Besten: Philip Gschwandtner (IV, DSG Union Perg), Mathias Hausberger (IV, DSG Union Perg)
Foto: Rumetshofer