Salzkammergut-Derby in der LT1 OÖ-Liga! Der zuletzt so heimstark agierende SV Gmundner Milch bekam es auf eigenem Rasen mit dem SV Zebau Bad Ischl zu tun. Am Ende wurden die Punkte geteilt, wodurch die Gmundner zwar die stolze Heimserie reißen ließen, den direkten Kontrahenten im Ranking aber weiter auf Distanz halten.
Bereits nach wenigen Minuten klopfte der Gastgeber das erste Mal so richtig an und fand durch Alexander Mayr eine Top-Chance vor, der Offensivspieler scheiterte aber an einem gut reagierenden Jürgen Huber im Tor des SV Bad Ischl. Danach entwickelte sich vor rund 1000 Zuschauern eine Partie, welche sich in spielerischer Hinsicht auf einem überschaubaren Niveau bewegte. Die Gäste wählten eine defensive Grundformation und waren darauf fokussiert, die Räume geschickt zu verdichten, um den SV Gmundner Milch auf eigenem Kunstrasen nicht wie zuletzt so stark zur Entfaltung kommen zu lassen. Dieser Matchplan ging auf. Die Heimischen taten sich schwer gegen einen mit Leidenschaft verteidigenden Lokalrivalen. Die Zebau-Elf lauerte auf Umschaltmomente und Standards, konnte dabei aber nicht wirklich gefährlich werden. In der 27. Minute kam es knüppeldick für die Gmundner, als Daniel Scharner mit Verdacht auf einen Kreuzbandriss ausgewechselt werden musste. Es ist das nächste unschöne Kapitel in der Verletzungshistorie der Allerstorfer-Truppe in dieser Saison.
Nach dem Seitenwechsel schaffte es die Halada-Truppe, im vordersten Drittel präsenter zu werden, und fand durch Rudolf Durkovic, Franjo Dramac und Samuel Budinsky erste nennenswerte Chancen vor. In der 74. Minute machte der Underdog dann Nägel mit Köpfen, als nach einem flachen Freistoß Dramac den Ball zum 0:1 ins Tor beförderte. Unmittelbar danach fand man die nächste Gelegenheit vor, Budinsky ließ sie aber ungenützt verstreichen. In der 81. Minute schlug der SV Gmundner Milch zurück, als man im Umschaltspiel den Kontrahenten gewissermaßen überrumpelte und den kurz zuvor eingewechselten Florian Laska bediente, welcher den Ball aus kurzer Distanz zum 1:1-Endstand über die Linie drückte.
Markus Allerstorfer (Trainer SV Gmundner Milch):
„Es war ein absolut gerechtes Remis. Wir waren etwas schwächer als in den letzten Heimspielen. Wir nehmen den Punkt mit. Die Leistung war in Ordnung, mehr aber auch nicht.“
Peter Halada (Trainer SV Bad Ischl):
„Vor dem Spiel hätte ich gesagt, dass ich mit einem Punkt zufrieden wäre. Nach dem Spielverlauf und der Leistung trauere ich aber den zwei Punkten nach. Wir hätten es uns heute verdient. Wir haben mit Leidenschaft gespielt und den Kampf angenommen. Fußball ist aber kein Wunschkonzert. Ich denke, wir haben den Zuschauern etwas geboten. Jetzt hoffen wir zuhause gegen Garsten auf drei Punkte.“
Die Besten: Oleksandr Lovyniuk (RMF, SV Bad Ischl), Kevin Christiano Zahler (ZMF, SV Bad Ischl)
Foto: Philipp Stockmaier