Nach dem 1:0-Heimerfolg der Vorwoche gegen den UFC Ostermiething war die DSG Union HABAU Perg mit einer mächtigen Portion Selbstvertrauen ins Kräftemessen der LT1 OÖ-Liga mit dem SV Haidlmair Grün-Weiß Micheldorf gegangen. Schlussendlich gab es für die Mühlviertler im Kremstal aber nichts zu holen. Durch den 2:1-Sieg prolongierte der Ligadino indes eine stolze Serie: Es war der dritte Dreier en suite auf eigener Anlage, der bedingt, dass man den direkten Kontrahenten im Klassement überflügelte und präsent im vordersten Drittel ist.

Eines vorweg: Die Micheldorfer hatten eindeutig mehr vom ersten Durchgang. Man war giftig im Spiel gegen den Ball und kreativ sowie zielstrebig nach Eroberung desselben. Mit einem insgesamt dominanten Auftritt zeigte man dem Kontrahenten in den ersten 45 Minuten klar die Grenzen auf. Gegen das hohe Pressing der Heimischen hatte dieser kein wirkliches Konzept und wählte immer wieder den langen Ball, um sich zu befreien. Jene Zuspiele konnte man aber nicht zufriedenstellend festmachen beziehungsweise war man auch bei den zweiten Bällen nicht präsent genug. Somit war der offensive Output der Gäste absolut überschaubar. Völlig anders gelagert indes die Situation bei den Micheldorfern, die in Hälfte eins gleich zwei Mal zuschlugen. In der 17. Minute stellte Trojan Maloku, der jüngst seinen Vertrag in Micheldorf bis 2030 verlängert und damit ein starkes Zeichen gesetzt hatte, mit einem satten Schuss aus beträchtlicher Distanz auf 1:0. Das 2:0 besorgte der Mittelfeldakteur in Minute 38, nachdem die Perger den Ball nicht konsequent geklärt hatten.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Statik der Partie dergestalt, dass die Mühlviertler nun das bessere Team waren. Man zeigte sich zweikampfstark und fand somit ins Match gegen einen Kontrahenten, der dem hohen Tempo der ersten Halbzeit augenscheinlich Tribut zollte. In der 54. Minute gelang den Pergern der verdiente Anschlusstreffer durch Phillip Gschwandtner, der den Ball aus kurzer Distanz im langen Eck versenkte. Danach fand man weitere richtig gute Gelegenheiten vor: Simon Rumetshofer, Nico Marek und der eingewechselte Samuel Mader fanden aber allesamt ihren Meister in einem glänzend parierenden Georg Offenthaler im Kasten der Micheldorfer.
Jürgen Prandstätter (Trainer DSG Union Perg):
„In der ersten Halbzeit war Micheldorf besser. Sie waren spritziger, dominanter und pressten hoch. Damit haben wir uns extrem schwergetan. Die zweite Hälfte gehörte uns. Da waren wir klar besser. Ein Remis wäre verdient gewesen. Micheldorfs Torwart hat ihnen heute das Spiel gewonnen.“
Die Besten: Trojan Maloku (ZMF, SV Grün-Weiß Micheldorf), Georg Offenthaler (TW, SV Grün-Weiß Micheldorf)
Foto: Dietmaier