Trotz einem unzufriedenstellenden 0:0-Unentscheiden in St. Martin/M. blieb die Union Raiffeisen Mondsee am vergangenen Wochenende an der Tabellenspitze der LT1 OÖ-Liga. Die Konkurrenz pirschte sich dadurch aber an die Pessentheiner-Truppe heran. Darunter auch der SV Lugstein Cabs Friedburg 1960, die bei nur zwei Punkten Rückstand im heutigen direkten Duell die Chance hatten, sich mit einem vollen Erfolg am Spitzenreiter vorbeizuschieben. Und so viel vorweg: Die Öbster-Truppe ließ sich jene Möglichkeit nicht entgehen und überflügelte letztlich mit einem 2:0-Auswärtssieg den direkten Konkurrenten im Klassement.

Foto: Bodenhofer
Vor einer für ein Derby absolut adäquaten Kulisse, rund 550 Zuschauer mitumfassend, übernahm der Gast aus Friedburg umgehend das Kommando und drückte dabei gleich einmal gehörig aufs Gaspedal. Mit einer brutalen Intensität und der ohnehin bekannten spielerischer Klasse drängte man die Mondseer umgehend tief in deren Hälfte und kam bereits nach wenigen Minuten zu den ersten hochkarätigen Einschussmöglichkeiten. So verpasste unter anderem Angreifer Ben-Travis Wörndl durch einen Stangenschuss nur hauchzart die frühe Führung der Öbster-Truppe (8.). Auf der Gegenseite taten sich die Mondseer durchaus schwer, sich auf das Spiel des Kontrahenten einzustellen und sich aus dem zunächst gehörigen Druck zu befreien. Erst nach etwas mehr wie zwanzig Minuten fanden die Heimischen zusehends besser in die Partie. Just in dieser Phase, als sich ein ausgeglicheneres Aufeinandertreffen zu entwickeln schien, machten dann die Friedburger schlagartig kurzen Prozess und stellten durch einen Kopfballtreffer von Marius Lehner nach einem Corner auf 1:0 (34.) – gleichsam auch der Pausenstand.
Nach der Pause war man im Lager des Gastgebers dann umgehend darum bemüht, den Rückstand wettzumachen und damit gleichsam das erste Mal in diesem Spitzenspiel richtig anzuschreiben. So hatte beispielsweise Noel Huber nach etwa 55 Minuten das 1:1 am Fuß, machte dabei die Rechnung allerdings ohne Friedburgs Kapitän Halid Hasanovic, der den Abschluss des Youngsters noch von der Linie klärte. Nach jener Drangperiode der Heimischen fand jedoch auch wieder die Öbster-Truppe durchwegs Chancen vor, die Partie vorzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Weil man diese jedoch ungenützt verstreichen ließ, blieb es selbstredend bis in die Schlussphase dieser Begegnung spannend. Letztlich lief bereits die fünfte Minute der Nachspielzeit, als der erst vier Minuten zuvor eingewechselte Felix Zarfl das 2:0 besorgte, die Partie somit entschied und folglich für grenzenlosen Jubel im Lager des SV Friedburg sorgte.
Ernst Öbster (Trainer SV Friedburg 1960):
„Ich glaube, wir haben jetzt schon einige Jahre nicht mehr in Mondsee gewinnen können. Umso erfreulicher ist natürlich dieser Sieg jetzt. Auch hinsichtlich der Tabellensituation sind diese drei Punkte sehr wichtig für uns. Wir wollten unbedingt vorne dabeibleiben. Das ist uns letztlich nicht unverdient gelungen.“
Der Beste: Alexander Peter (ZMF, SV Friedburg), Julian Vincetic (IV, SV Friedburg)