Der Sommer bringt beim oststeirischen Regionalligisten FC Gleisdorf 09 keine große Kaderrevolution, sondern vor allem eines: Kontinuität. Während viele Vereine in der bevorstehenden Premierensaison der neuen Regionalliga Süd kräftig am Transfermarkt tätig werden, setzen die Oststeirer weiterhin auf ihren eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern, langfristiger Planung und gezielten Verstärkungen.
Ein erstes Ausrufezeichen gelang den Verantwortlichen nun aber mit der Rückkehr von Markus Forjan. Der Offensivspieler, der zuletzt für Hertha Wels in der 2. Liga auflief, kehrt zu jenem Verein zurück, bei dem er bereits eine erfolgreiche Zeit verbracht hat.

„Manche Wege führen einfach wieder nach Hause“, schrieb der Verein bei der Verkündung des Transfers. Für die Gleisdorfer Anhänger ist die Rückkehr von Markus Forjan zweifellos eine der erfreulichsten Nachrichten der bisherigen Sommerpause.
Der Publikumsliebling bringt nicht nur Erfahrung aus höheren Spielklassen mit, sondern kennt auch die Philosophie des Vereins bestens. Gerade in einer Mannschaft, die auf zahlreiche junge Spieler setzt, kann ein Führungsspieler wie der 29-Jährige auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle übernehmen.
Die Verantwortlichen sehen in der Verpflichtung deshalb weit mehr als einen gewöhnlichen Transfer. Forjan soll den jungen Kader stabilisieren und gleichzeitig sportliche Akzente setzen.
"Wir freuen uns riesig, “Monkey” erneut in unseren Reihen begrüßen zu dürfen und gemeinsam das nächste Kapitel zu schreiben."
Ganz ohne Abschiede ging die Saison allerdings nicht zu Ende. Im Rahmen des letzten Heimspiels wurden fünf Spieler offiziell verabschiedet.
Harald Lembacher und Sportdirektor Stephan Metzner bedankten sich persönlich bei Daniel Brandl, Samuel Svetlik, Tobias Rumpl, Johnny Lieber und Diego Deutschmann für ihren Einsatz im Trikot des FC Gleisdorf 09.
Der Verein würdigte dabei nicht nur die sportlichen Leistungen, sondern auch die Bedeutung der Spieler für das Mannschaftsgefüge. Gemeinsam habe man zahlreiche emotionale Momente erlebt, wichtige Siege gefeiert und schwierige Phasen gemeistert.
Sportlich verlief die Spielzeit 2025/26 nicht immer nach Wunsch. Mit Rang zwölf und 30 Punkten blieb der FC Gleisdorf 09 hinter den eigenen Erwartungen zurück.
Sieben Siege, neun Unentschieden und 14 Niederlagen standen am Ende zu Buche. Besonders die Defensive bereitete den Oststeirern über weite Strecken Probleme. 72 Gegentore waren einer der Hauptgründe dafür, dass man sich bis zum Saisonende im unteren Tabellendrittel wiederfand.
Dennoch gelang es der Mannschaft, den Klassenerhalt frühzeitig abzusichern und die Saison ohne größere Abstiegsängste abzuschließen. Angesichts der vielen jungen Spieler im Kader war die Spielzeit auch ein wichtiger Entwicklungsschritt.
Bereits seit einiger Zeit verfolgt der FC Gleisdorf 09 einen klaren Weg. Statt auf kurzfristige Lösungen und große Namen zu setzen, vertraut man konsequent auf junge Talente aus der Region sowie auf entwicklungsfähige Spieler. Diese Philosophie wird auch in der kommenden Saison fortgesetzt. Zahlreiche Akteure wurden bereits längerfristig an den Verein gebunden. Damit wollen die Verantwortlichen Kontinuität schaffen und den Spielern die nötige Zeit zur Entwicklung geben.
Die Rückkehr von Markus Forjan passt perfekt in dieses Konzept. Einerseits erhält die Mannschaft zusätzliche Qualität, andererseits kommt ein Spieler zurück, der die Werte des Vereins kennt und vorlebt.
Mit der Saison 2026/27 beginnt für Gleisdorf ein neues Kapitel. Die bisherige Regionalliga Mitte gehört der Vergangenheit an, künftig tritt der Verein in der neu gegründeten Regionalliga Süd an. Dort warten mit zahlreichen Kärntner und steirischen Klubs neue Herausforderungen. Viele Vereine rüsten bereits kräftig auf, während Gleisdorf bewusst auf seinen eingeschlagenen Weg vertraut.
Die Verantwortlichen hoffen, dass die jungen Spieler einen weiteren Entwicklungsschritt machen und den nächsten Schritt setzen können.
Der FC Gleisdorf 09 bleibt seiner Linie treu. Nach einer schwierigen Saison setzen die Oststeirer nicht auf hektischen Aktionismus, sondern auf Kontinuität, Entwicklung und Identifikation. Die Rückkehr von Markus Forjan ist dabei ein starkes Signal für die neue Spielzeit. Gemeinsam mit einem Großteil des bestehenden Kaders soll in der Regionalliga Süd nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden.
Die Sommerpause ist noch jung, doch eines steht bereits fest: In Gleisdorf arbeitet man langfristig – und genau das könnte sich in den kommenden Jahren auszahlen.
Bericht Florian Kober