In der 27. Runde der Regionalliga Mitte untermauerte der feststehende Champion ASK Voitsberg eindrucksvoll seine Vormachtstellung. Vor rund 120 Zuschauern in der Fußballarena Lafnitz bezwangen die Weststeirer die Zweitvertretung des SV Licht-Loidl Lafnitz hochverdient mit 3:1. Trotz der bereits vorzeitig fixierten Meisterschaft präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Nutz hochfokussiert und spielfreudig. Lafnitz hielt phasenweise mutig dagegen und kam zum zwischenzeitlichen Ausgleich, musste die Überlegenheit des Spitzenreiters am Ende jedoch neidlos anerkennen. Während Voitsberg sein Punktekonto weiter in astronomische Höhen schraubt, wartet auf die Oststeirer in den verbleibenden Wochen noch ein hartes Stück Arbeit.
Elias Neubauer (2021 trickste er noch bei Lafnitz) traf nun gegen seinen Ex-Klub
Die Gäste aus Voitsberg ließen vom Anpfiff weg keine Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. In der 17. Spielminute belohnten sich die Weststeirer für eine druckvolle Anfangsphase: Nach einem dynamischen Vorstoß über die rechte Außenbahn landete ein präziser Pass im Strafraum bei Daniel Goriupp, der eiskalt zur 1:0-Gästeführung vollendete. Die Hausherren zeigten sich jedoch unbeeindruckt und suchten die schnelle Antwort. Nur sechs Minuten später profitierte Lafnitz von einer Standardsituation: Kapitän Bajram Syla nahm den Ball mit der Brust an, kam im Sechzehner frei zum Abschluss und ließ Voitsberg-Keeper Tomaz Stopajnik keine Chance – 1:1-Ausgleich (23.).
Das Spiel blieb in der Folge intensiv, wobei die Gäste spielerisch reifer agierten. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug der Tabellenführer dann eiskalt zurück. Nach einem schönen Solo von Daniel Goriupp wuchtete Elias Neubauer das Leder unhaltbar zur 2:1-Pausenführung für den ASK Voitsberg in die Maschen (39.).
Lafnitz-Coach Marco Wimmer reagierte zur zweiten Halbzeit und brachte Giannis Karakoutis für Justin Hofmann im Mittelfeld. Doch der psychologische Vorteil lag klar auf Seiten der Gäste, die den Schwung aus der Kabine direkt mitnahmen. In der 50. Spielminute pfiff Schiedsrichter Martin Wangg nach einem Foulspiel im Lafnitzer Strafraum Elfmeter für die Gäste. Fabian Schubert trat an und verwandelte den Strafstoß mit einem wuchtigen Schuss souverän zum 3:1.
In der Folge brachte Marco Wimmer mit einem Dreifachtausch (58.) – Dominik Velecky, Huba Homann und Daniel Markl kamen neu in die Partie – frischen Wind, doch das Voitsberger Abwehrbollwerk rund um Kapitän Andreas Pfingstner stand bombensicher. Valentin Akrap holte sich auf Seiten der Heimelf nach einem harten Einsteigen noch die Gelbe Karte ab (70.).
In der Schlussphase schöpfte auch Interimscoach Stefan Nutz sein Wechselkontingent voll aus und brachte unter anderem Marcel Tanzmayr und Martin Krienzer ins Spiel. Die hitzige Schlussphase spiegelte sich in zwei späten Verwarnungen wegen Kritik für die Voitsberger Andreas Pfingstner (86.) und Elias Neubauer (86.) wider. Am Ende brachten die meisterlichen Gäste den Vorsprung nach 93 Minuten jedoch absolut souverän und clever über die Zeit.
Der ASK Voitsberg thront mit nun 73 Punkten und einem Torverhältnis von +84 einsam an der Tabellenspitze der Regionalliga Mitte. Der SV Licht-Loidl Lafnitz verbleibt mit 39 Zählern auf dem 7. Rang, rutscht jedoch aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Velden zurück.
Am kommenden Freitag, dem 22. Mai, um 19:00 Uhr empfängt der ASK Voitsberg die Amateure des LASK zum nächsten Heimspiel. Die Lafnitzer müssen zeitgleich auswärts beim Tabellenschlusslicht St. Anna/A. antreten.
Michael Münzer (Obmann Voitsberg):
"Seit der offiziellen Fixierung der Meisterschaft reden wir intern sehr viel über den richtigen Zugang und den nötigen Fokus für die restlichen Spiele der Saison. Genau diese professionelle Einstellung hat die Mannschaft heute wieder eindrucksvoll auf den Platz gebracht und vollkommen hochverdient die nächsten drei Punkte eingefahren."
Marco Wimmer (Trainer SV Lafnitz):
"Uns war im Vorfeld des Spiels natürlich absolut klar, dass es gegen das unangefochtene Top-Team der Liga eine absolute Spitzenleistung braucht – vor allem, was die Entscheidungsfindung im eigenen Ballbesitz und unmittelbar nach einem Ballgewinn betrifft. Das ist uns heute über weite Strecken einfach nicht gut genug gelungen, und dementsprechend steht am Ende eine vollkommen verdiente Heimniederlage auf dem Papier. Auf diesem Wege noch einmal herzlichen Glückwunsch an den ASK Voitsberg zu einem mehr als verdienten Meistertitel. Für uns heißt es jetzt in den letzten drei verbleibenden Wochen der Saison, maximal alles auf den Platz zu werfen. Wir müssen die Themen, die uns heute schmerzhaft aufgezeigt wurden, sauber aufarbeiten und uns in den letzten Spielen mit so vielen Punkten wie möglich belohnen."
SV Licht-Loidl Lafnitz Gabriel Georg Suprun – Jakob Geister, Martin Lang, Ziga Dajcman (58. Huba Homann) – Martin Coello Carrera (58. Dominik Velecky), Bajram Syla, Justin Hofmann (46. Giannis Karakoutis), Nico Forobosko, Lorenz Maurer (79. Mario Gintsberger) – Michael John Lema (58. Daniel Markl), Valentin Akrap Trainer: Marco Wimmer
ASK Voitsberg Tomaz Stopajnik – Daniel Lukas Saurer, Paolo Jager (73. Marcel Tanzmayr), Fabian Schubert (79. Martin Krienzer), Philipp Scheucher, Andreas Pfingstner – Luka Zivanovic, Daniel Goriupp (79. Maximilian Suppan), Elias Neubauer, Andrej Stevanovic, Tristan Brükk (79. Lukas Parger) Ersatzspieler: Christian Michael Pöschl Trainer: Stefan Nutz
Schiedsrichter: Martin Wangg, Markus Lamb, Anton Strablegg