Eine extrem wichtige Aufgabe wartete am dritten Spieltag der Regionalliga Nord auf den FC Pinzgau Saalfelden, als man vor eigenem Publikum die SPG Wallern/St. Marienkirchen empfing. Die Heimischen waren nach den ersten beiden Runden noch punktelos, umso größer war die Motivation in der Eder-Truppe, bestenfalls die ersten drei Zähler einzutüten. Doch mit dem Gast aus Oberösterreich wartete ein unangenehmer Gegner, der sich mit einem Sieg und einem Remis bereits gut in der Liga etabliert hatte. Schlussendlich erwischten die Hausherren einen gebrauchten Abend, konnten kaum Akzente setzen und mussten sich mit einer deutlichen 1:4-Niederlage geschlagen geben.
Auswärtsteam geht mit komfortablem Vorsprung in die Kabine
Zu Beginn der Partie taten sich beide Mannschaften sichtlich schwer, ins Spiel zu finden, wodurch sich zunächst ein gegenseitiges Abtasten entwickelte. Doch schon bald fanden beide Seiten den Weg in die gefährliche Zone und erspielten sich erste nennenswerte Chancen. Oftmals fehlte es allerdings noch an der nötigen Genauigkeit im Abschluss. Dieser Umstand sollte sich nach der halben Stunde jedoch rasch ändern. Die Baumgartner-Truppe stieg kräftig aufs Gaspedal und sorgte in der 30. Spielminute für den Führungstreffer. Michael Wild durfte sich nach einer schönen Kombination und einem souveränen Abschluss in die Torschützenliste eintragen. Die Spielgemeinschaft aus Wallern wusste das Momentum zu nutzen und legte nur wenige Augenblicke später nach. Erneut war Michael Wild zur Stelle, vollendete eine schöne Aktion und schnürte damit seinen Doppelpack. Die Gäste sorgten somit bereits vor der Pause für klare Verhältnisse. Die Heimischen schienen diese Phase nicht schadlos überstanden zu haben, denn bis zum Halbzeitpfiff gelang es ihnen nicht mehr, eine nennenswerte Chance zu kreieren und wieder zurück in die Begegnung zu finden. Damit ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Kabinen.
Heimische bekommen keine Luft zum Atmen
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen zunächst wenig. Vor allem die Oberösterreicher wollten den positiven Schwung aus der ersten Hälfte mitnehmen und möglichst rasch für die Entscheidung sorgen. Überraschend früh konnte dieser Plan auch in die Tat umgesetzt werden. In der 47. Minute erzielte Roman Steinmann den dritten Treffer für die Gäste und ließ die Hoffnungen der Pinzgauer damit beinahe endgültig schwinden. Doch die Eder-Schützlinge gaben sich noch nicht geschlagen und kamen in der 51. Minute zum Anschlusstreffer. Philipp Zehentmayr verwertete einen fälligen Elfmeter staubtrocken und hauchte seiner Mannschaft damit nochmals neues Leben ein. Die Gäste ließen sich aber vom Gegentreffer keineswegs aus der Ruhe bringen und suchten postwendend wieder den Weg zum Tor. Es dauerte auch nur zwei Minuten, ehe der Drei-Tore-Vorsprung wiederhergestellt war. In der 53. Minute versenkte Philipp Huspek das Leder in den Maschen und zog dem Kontrahenten damit endgültig den Stecker. Das Heimteam musste diesen neuerlichen Rückschlag zunächst verdauen, doch der aktuelle Tabellenführer ließ die Salzburger vorerst mit weiteren Nackenschlägen verschont. Es dauerte bis zur 67. Minute, ehe der FC Pinzgau Saalfelden wieder einen Torversuch verzeichnete. Gabriel Messias Reino Teixeira verfehlte das Ziel jedoch. Auch aufseiten der Gäste ergab sich die eine oder andere Möglichkeit, wie etwa in der 82. Minute durch Elias Zaki. Ein weiterer Treffer sollte jedoch nicht mehr fallen. Somit blieb es nach 90 Minuten bei einem deutlichen 1:4-Erfolg der SPG Wallern/St. Marienkirchen, während der FC Pinzgau Saalfelden weiterhin auf die ersten Punkte der Saison warten muss.
Stimme zum Spiel:
Horst Haidacher (Sportlicher Leiter, SPG Wallern/St. Marienkirchen):
"Das frühe Tor in der zweiten Hälfte war extrem wichtig, auch für den weiteren Spielverlauf. Es war entscheidend, dass wir nach dem Anschlusstreffer von Saalfelden gleich wieder getroffen haben. Die Mannschaft ist momentan sehr stabil. Wir hatten in der ersten Hälfte einen verletzungsbedingten Wechsel, können das aber extrem gut kompensieren und jeder im Team brennt auf seine Einsatzminuten. In Summe war es eine sehr reife Leistung. Wir haben heute den Plan als Team gut umgesetzt und in den entscheidenden Momenten die Tore erzielt."