Spielberichte

Seekirchens Blitzstart reicht nicht – Pinzgau schlägt spät zurück

Noch ohne Punkte stand der FC Pinzgau Saalfelden vor dem fünften Spieltag der Regionalliga Nord am Tabellenende. In den vergangenen Duellen konnte man sein Können zwar mehrfach unter Beweis stellen und den Gegnern definitiv Paroli bieten, für Zählbares reichte es bislang jedoch nicht. Zweifelsohne wollte die Eder-Truppe das heutige Heimspiel gegen den SV teampool Seekirchen nutzen, um sich endlich für den betriebenen Aufwand zu belohnen und den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verlieren. Schlussendlich setzte man dieses Vorhaben in die Tat um und durfte nach einem starken zweiten Durchgang über den ersten Saisonpunkt jubeln – die Begegnung endete mit einem 2:2-Remis.

Tormann beim Abstoß

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Seekirchen trifft nach zwanzig Sekunden

Den Gästen gelang ein Start in die Partie, wie man ihn sich kaum besser hätte vorstellen können. Gerade einmal 20 Sekunden waren gespielt, als Ben Leitenstorfer mit einem sehenswerten Weitschuss zum frühen 0:1 einschoss. Mit diesem Blitzstart schockte man die Eder-Elf, die sich den Beginn definitiv anders vorgestellt hatte. Dennoch brauchten die Heimischen nicht lange, um selbst in die Gänge zu kommen und für Gefahr zu sorgen. In der 10. Minute hatten sie den Ausgleich am Fuß, doch Semir Gvozdjar brachte das Leder nicht hinter die Linie. Die Flachgauer spielten mit ihrer Führung im Rücken weiterhin mutig nach vorne und waren bemüht, den Vorsprung auszubauen. In der 18. Minute wurde dieses Vorhaben belohnt: Fabian Büchele erzielte per Kopf das 0:2 und sorgte bereits früh für klare Verhältnisse auf der Anzeigetafel. Trotz des bitteren Spielverlaufs ließ sich der Tabellenletzte jedoch nicht unterkriegen und suchte selbst konsequent den Weg nach vorne. In der 35. Minute fand man nach einem Kopfball seinen Meister in Gästekeeper Heuberger, der stark parierte und seinen Mannen die Null bis zur Pause festhielt. Mit einer komfortablen 2:0-Führung für Seekirchen ging es in die Kabinen.

Heimteam beweist Moral und sichert sich spät das Remis

Saalfelden kam stark aus der Halbzeit und machte dem Kontrahenten mit den ersten Offensivaktionen sofort klar, dass die Partie noch lange nicht entschieden war. Die Heimischen ließen das Spielgerät ansehnlich durch die eigenen Reihen laufen und suchten immer wieder den Weg über die Flügel bis in den Strafraum. In der 60. Minute zahlte sich diese Spielweise aus: Andrew Brody brachte eine präzise Flanke zur Mitte, wo Joao Pedro Gomez Da Silva das Kopfballduell gewann und zum 1:2-Anschlusstreffer einköpfte. In der Folge präsentierten sich allerdings wieder die Gäste als das gefährlichere Team und setzten vor allem über Konter immer wieder ihre Nadelstiche. Mehrmals bot sich die Möglichkeit auf die Vorentscheidung, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Die Pinzgauer durfte man offensiv dennoch keineswegs abschreiben. Durch den Anschlusstreffer war die Hoffnung zurückgekehrt und die Heimischen bemühten sich weiterhin, gefährliche Tormöglichkeiten zu kreieren. Lange Zeit stellten sich die rund 200 Zuschauer bereits auf einen Auswärtssieg der Seekirchner ein, ehe sich in der vierten Minute der Nachspielzeit die entscheidende Szene ereignete: Nach einem Einwurf für die Gäste eroberten die Heimischen den Ball, schalteten blitzschnell um und wurden im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Philipp Zehentmayr humorlos zum 2:2 und bescherte dem FC Pinzgau Saalfelden damit den ersten Punktgewinn der Saison.

Stimme zum Spiel

Anton Feldinger (Sportlicher Leiter, SV teampool Seekirchen):

„Es war ein Traumstart für uns. Trotzdem war Saalfelden auch sehr stark und hat uns vor keine leichte Aufgabe gestellt. Nach der Pause hatten wir eine schlechte Phase, in der wir auch den Anschlusstreffer kassiert haben. Kämpferisch sind wir mit der Leistung zufrieden, spielerisch haben wir aber noch Luft nach oben. Im Ballbesitz und im Konterspiel können wir uns noch verbessern und bessere Lösungen finden. Wallern scheint aktuell die stärkste Mannschaft der Liga zu sein, deshalb wird es nächste Woche ein spannender Fight. Wir freuen uns darauf und hoffen auf reges Zuschauerinteresse.“