Ganz dick auf den Fersen von Leader Wallern befand sich die Union Raiffeisen Gurten, die nach der Auftaktpleite in Runde eins zuletzt dreimal in Folge als Sieger vom Platz ging und sich im Spitzenfeld des Klassements etablierte. Zweifelsohne wollte man den heutigen Spieltag der Regionalliga Nord nutzen, um für ein weiteres Erfolgserlebnis in der noch jungen Saison zu sorgen. Doch der heutige Kontrahent, der SV Grödig, wollte den Innviertlern einen Strich durch die Rechnung machen und vor eigenem Publikum wieder punkten, nachdem man zuletzt zwei Niederlagen en suite hinnehmen musste. Schlussendlich konnten sich die Heimischen in einer hart umkämpften Begegnung knapp mit 1:0 durchsetzen.

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Keine Tore in Hälfte eins
Eines bereits vorweg: Wer sich auf ein Spiel mit zahlreichen Torraumszenen freute, war an diesem Nachmittag leider fehl am Platz. In beiden Strafräumen spielten sich über weite Strecken kaum nennenswerte Aktionen ab. Trotzdem entwickelte sich ein ansehnliches und vor allem kämpferisches Duell, in dem sich beide Mannschaften nichts schenkten und sich über weite Phasen einen intensiven Fight im Mittelfeld lieferten. Der erste Spielabschnitt verstrich somit nahezu ohne große Höhepunkte. Die beste Gelegenheit gehörte den Madritsch-Schützlingen in der 40. Minute, als man nach einer Flanke den darauffolgenden Eckball nur knapp am Gehäuse vorbeibugsierte. Weitere gefährliche Szenen blieben aus, weshalb es mit einem torlosen Remis in die Kabinen ging.
Hölzl trifft spät zum Grödiger Heimsieg
Auch nach Seitenwechsel änderte sich wenig an der Charakteristik der Partie. Die großen Aufreger vor den Toren blieben weiterhin Mangelware, wobei das Auswärtsteam nun darum bemüht war, mehr Kontrolle über das Spiel zu erlangen und sich Chancen zu erarbeiten. Doch die Innviertler taten sich im eigenen Ballbesitz ungemein schwer, Lösungen zu finden und ihre Mitspieler gefährlich in Szene zu setzen. Zu viele Ballverluste prägten das Offensivspiel, und selbst nach erfolgreichen Ballgewinnen war das Spielgerät aufgrund von Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten oftmals sofort wieder in den Reihen der Deliu-Truppe. Allerdings fanden auch die Gastgeber lange Zeit keine Mittel, um die kompakt stehende Defensive der Oberösterreicher zu überwinden. Erst mit Beginn der Schlussviertelstunde kam etwas mehr Leben in die Begegnung. Fabian Wimmleitner versuchte es für Gurten aus aussichtsreicher Position, doch sein Abschluss verfehlte das Ziel. Die rund 300 erschienenen Zuschauer hatten sich bereits mit einer Nullnummer abgefunden, ehe die Flachgauer in der 86. Minute doch noch entscheidend zuschlugen. Leitz schickte Sebastian Hölzl perfekt in den Lauf, der die Kugel gekonnt mitnahm und souverän zum umjubelten 1:0 einschob. Nun steppte der Bär im Stadion Grödig und die Heimfans ließen ihren Emotionen freien Lauf. In der Nachspielzeit warfen die Gäste nochmals alles nach vorne und setzten alles auf eine Karte, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Somit blieb es beim späten Heimsieg des SV Grödig.
Stimme zum Spiel:
Sebastian Dietrich (Sportlicher Leiter, Union Gurten):
„Es war eine sehr intensive Partie mit wenig Torchancen auf beiden Seiten. Das 0:0 zur Pause hatte perfekt gepasst, kein Team hätte es verdient, in Führung zu sein. Nach der Pause sind wir besser aus der Kabine gekommen und haben versucht, Druck aufzubauen. Bis zum Gegentor haben wir eigentlich keine Chance zugelassen und standen sehr kompakt. Wir haben die Partie heute selbst verloren. In der 85. Minute wurde unsere Nachlässigkeit im Ballbesitz bestraft. Wir werden diese Niederlage nun aufarbeiten und per Video analysieren. Im eigenen Ballbesitz müssen wir wieder genauer werden. Es bricht jetzt nicht alles zusammen, aber wir müssen kritisch mit uns sein. Wir wissen, warum wir heute verloren haben, und nächste Woche können wir uns wieder beweisen. Die Amateurteams sind immer giftig und sehr dynamisch. Da wartet wieder ein schweres Spiel auf uns, aber wir werden sicher ein anderes Gesicht zeigen, weil wir uns auf unserem eigenen Rasen leichter tun.“