Ein fulminantes Comeback feierten die LASK Amateure OÖ im vergangenen Derby gegen die Ried Amateure, als man nach einem frühen Rückstand in Hälfte eins kühlen Kopf bewahrte und letztlich noch mit 3:1 als Sieger vom Platz ging. Diesen Schwung wollte die Vukovic-Elf auch in das sechste Match der Regionalliga Nord mitnehmen. Es wartete allerdings eine schwierige Aufgabe auf die Linzer, denn der heutige Kontrahent, die Union Raiffeisen Gurten, erwies sich in den vergangenen Partien auf eigenem Rasen als äußerst unangenehm und hatte zuhause bislang noch keine Punkte verschenkt. Schlussendlich wurden in einem attraktiven Duell nach 90 Minuten die Punkte geteilt.

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Furioser Beginn des LASK, Steinmayr gleicht aus
Vor einer tollen Kulisse von rund 400 Zuschauern dauerte es nicht lange, bis beide Teams auf Betriebstemperatur kamen. Den besseren Start erwischten allerdings die Gäste, die bereits nach zwei Minuten erstmals jubeln durften. Vincent Jonah Augustus durfte sich in die Torschützenliste eintragen, nachdem er den Ball gekonnt im langen Eck versenkte. Die Madritsch-Schützlinge ließen sich vom frühen Rückstand jedoch keineswegs beirren, sondern übernahmen fortan das Kommando und waren bemüht, sich Chancen zu erarbeiten. Bereits in der 6. und 9. Minute prüfte man den Gästeschlussmann, doch beide Abschlüsse blieben noch zu ungenau. In der 17. Minute wurden die Bemühungen schließlich belohnt. Daniel Steinmayr kam infolge eines konsequenten Pressings an den Ball und brachte diesen problemlos hinter der Linie unter. Damit stellte er die Begegnung wieder auf Null. Auch danach waren es eher die Innviertler, die für Gefahr im Strafraum sorgten. Man war drauf und dran, einen weiteren Treffer nachzulegen. Eine gute Möglichkeit bot sich beispielsweise in der 20. Minute, als Thomas Reiter sich aus der eigenen Hälfte ein Herz nahm und abzog, doch der Gästekeeper parierte stark. Trotz der Überlegenheit Gurtens konnte auch das Linzer Amateurteam phasenweise seine Qualitäten unter Beweis stellen und selbst offensive Akzente setzen. In der 37. Minute stellte man Keeper Jagereder auf die Probe, ehe vier Minuten später ein Lattentreffer den Gästen beinahe die erneute Führung bescherte. Das Aluminium hatte jedoch etwas dagegen, weshalb es mit einem 1:1 in die Pause ging.
Gurten drückt – LASK hält dagegen
Das Heimteam kam auch nach Seitenwechsel hervorragend aus den Kabinen und strahlte in der Anfangsphase enorme Dominanz aus. Die Innviertler drängten auf den zweiten Treffer und setzten den Kontrahenten früh unter Druck. Felix Sickinger probierte es in der 48. Minute aus aussichtsreicher Position, doch sein Abschluss wurde vom Torhüter entschärft. Vermehrt suchten die Gastgeber nun ihre Außenspieler auf den Flügeln, um über die Breite gefährlich bis in den Strafraum vorzudringen. In der 55. Minute funktionierte dieses Mittel beinahe perfekt, doch die Hereingabe fand in der Mitte keinen Abnehmer. Der LASK fand offensiv nur noch selten statt und kam lediglich vereinzelt zu Entlastungsangriffen. Die Union Gurten blieb klar am Drücker und bestimmte das Spielgeschehen über weite Strecken, ließ jedoch die nötige Effizienz vor dem gegnerischen Kasten vermissen. Immer wieder erspielte man sich gute Torraummöglichkeiten, konnte daraus aber keinen Profit schlagen. In der Schlussphase versuchten es die Hausherren mehrfach aus der Distanz, doch auch die Abschlüsse in der 80. und 85. Minute blieben ungenutzt. Da keines der beiden Teams bis zum Schlusspfiff noch die entscheidende Aktion setzen konnte, blieb es beim leistungsgerechten 1:1-Endstand.
Stimme zum Spiel:
Sebastian Dietrich (Sportlicher Leiter, Union Gurten):
„Der Anfang war ein bisschen unglücklich, da waren wir noch nicht richtig in der Partie. Das war ein Weckruf und wir haben danach das Kommando übernommen. Vor allem zu Beginn der zweiten Hälfte hatten wir eine starke Phase. Über die gesamten zweiten 45 Minuten waren wir meiner Meinung nach die bessere Mannschaft. Leider haben wir uns nicht mit einem Sieg belohnt. Den Punkt nehmen wir trotzdem mit, weil die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche eine super Reaktion gezeigt hat. Im letzten Moment waren wir einfach nicht effizient genug und ein bisschen Glück braucht man im Fußball auch – das hat uns heute gefehlt. Wir müssen daran arbeiten, unsere Chancen besser zu nutzen, dann werden wir in den nächsten Wochen auch wieder auf die Siegerstraße zurückkehren.“