In absolut bestechender Form präsentierte sich bislang die SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen. Das Team von Übungsleiter Baumgartner hatte in der Regionalliga Nord bis dato noch kein Spiel verloren, lediglich an einem Spieltag musste man sich mit einem Remis begnügen. Dementsprechend groß waren Selbstvertrauen und Energie bei den Trattnachtalern, die es in der sechsten Runde auswärts mit dem SV teampool Seekirchen zu tun bekamen. Doch auch die Salzburger waren zuletzt mit einem Sieg und einem Unentschieden punktetechnisch in der neuen Liga angekommen und wollten den positiven Trend fortsetzen. Schlussendlich setzte die Jonjic-Elf dieses Vorhaben eindrucksvoll in die Tat um, erwischte an diesem Freitagabend einen Sahnetag und schickte den Tabellenführer mit einem klaren 3:0 nach Hause.

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Seekirchen mit knapper Halbzeitführung
Die SPG ging von der ersten Minute an sehr energisch ans Werk und war bemüht, dem Kontrahenten früh ihr Spiel aufzuzwingen. Doch dass dieser Plan letztlich gehörig in die Hose gehen sollte, ahnte in der Anfangsphase wohl niemand. Die Gastgeber versteckten sich keineswegs, hielten läuferisch und kämpferisch stark dagegen und kamen selbst zu ersten brauchbaren Gelegenheiten. Ben Leitenstorfer hatte in der 9. Minute Pech und traf nur das Aluminium. Auch die Baumgartner-Schützlinge setzten immer wieder Nadelstiche nach vorne, konnten daraus zunächst aber keinen Profit schlagen. Mit Fortdauer der Begegnung fanden die Seekirchner immer besser ins Spiel und verstanden es zunehmend, dem Favoriten alles abzuverlangen. Gleichzeitig nutzte man die eigenen Stärken sowie die Schwächen des Gegners konsequent aus. Der verdiente Lohn folgte in der 24. Minute: Michael Aigner krönte eine starke Phase der Heimischen mit dem Führungstreffer und schockte damit den Favoriten. In weiterer Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Flachgauer wollten den Vorsprung ausbauen, während die Gäste bemüht waren, Ruhe ins Spiel zu bringen und Lösungen im Offensivspiel zu finden. Doch der Leader der Regionalliga Nord tat sich überraschend schwer, seine Qualitäten auf den Platz zu bringen. Vielmehr hätten Leitenstorfer und Aigner nach einer Doppelchance die Führung noch vor der Pause ausbauen können. So blieb es beim knappen 1:0 für Seekirchen.
Heimteam legt eine Schippe drauf
Auch nach Wiederanpfiff änderte sich wenig am Spielbild. Die Trattnachtaler fanden weiterhin kaum Mittel, um für wirklich gefährliche Aktionen zu sorgen und die Begegnung nochmals spannend zu machen. Die Jonjic-Elf legte ihr Augenmerk nun verstärkt auf die Defensivarbeit. Man stand hinten äußerst kompakt und wollte über schnelles Umschaltspiel für Gefahr sorgen. Dieser Plan ging perfekt auf: Während man in der Defensive so gut wie nichts anbrennen ließ, setzte man nach Ballgewinnen immer wieder gefährliche Konter. Leitenstorfer vergab in der 55. Minute zunächst noch die große Chance auf seinen zweiten Treffer, doch nur wenige Augenblicke später fiel das 2:0. Aaron Boold Volkert luchste der oberösterreichischen Defensive den Ball ab und schob humorlos zur Vorentscheidung ein (58.). Mit diesem Treffer erstickten die Seekirchner die Hoffnungen des Tabellenführers endgültig im Keim. Wallern verlor zunehmend den Glauben an eine Wende, zu gut organisiert präsentierten sich die Gastgeber und zu selten kamen die Oberösterreicher gefährlich vor den Kasten. In der 71. Minute folgte schließlich die endgültige Entscheidung. Lukas Cam Hindler war nach einer sehenswerten Kombination der Nutznießer und staubte souverän zum 3:0 ab. In der Schlussphase fand Wallern keine Antwort mehr auf den deutlichen Rückstand. Die Heimischen verschonten den Tabellenführer sogar noch vor einer höheren Niederlage und sicherten sich nach einer bärenstarken Vorstellung hochverdient drei wichtige Punkte.
Stimme zum Spiel:
Anton Feldinger (Sportlicher Leiter, SV Seekirchen):
„Es war ein absolutes Topspiel von Minute eins. Wallern ist druckvoll gestartet und wir mussten gleich nach dem Anpfiff stark dagegenhalten. Diese erste Druckphase haben wir gut überstanden und nach rund 15 Minuten sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Wir waren taktisch hervorragend eingestellt und sehr griffig in den Zweikämpfen. In der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen nachjustiert, uns etwas weiter zurückgezogen und das Umschaltspiel hervorragend gestaltet. Wir haben Wallern heute sicherlich ein bisschen zum Verzweifeln gebracht. Der Sieg ist eine wahre Erleichterung. Ein großes Kompliment an den Trainerstab und an die Mannschaft, wie wir das heute umgesetzt haben. Der Schlüssel zum Erfolg war definitiv die mannschaftliche Geschlossenheit – jeder hat heute wieder das Seekirchner-Gen gezeigt.“