Eine herbe Niederlage hatte die SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen am vergangenen Wochenende zu verkraften, als man vom SV Seekirchen mit 0:3 vom Platz geschickt wurde. Zweifelsohne wollte man die siebte Runde der Regionalliga Nord nutzen, um eine Reaktion zu zeigen. Doch mit dem SV Wals-Grünau wartete ein Gegner, der sich ebenfalls in bestechender Form präsentierte und sich bereits im vorderen Drittel der Tabelle festgesetzt hatte. Somit versprach das Duell einiges an Brisanz. Schlussendlich konnten die Salzburger dank eines Doppelschlags in der ersten Hälfte nicht nur drei Punkte mitnehmen, sondern sich auch die Tabellenführung sichern.

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Gäste mit komfortabler Halbzeitführung
Vor einer tollen Kulisse von rund 320 Zuschauern fanden die Baumgartner-Schützlinge gut in die Begegnung. Von Beginn an ließ man den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen und wollte mit gezielten Tempoverschärfungen für Gefahr sorgen. Doch die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor fehlte zunächst, weshalb auch der auf dem Papier leichte Außenseiter aus Wals-Grünau selbst Akzente setzen konnte. In der 25. Minute wurden die Flachgauer erstmals richtig gefährlich. Christian Schnöll kam im Strafraum an den Ball und brachte seine Farben mit dem 0:1 in Führung. Dieser Gegentreffer hinterließ bei den Hausherren sichtbar Wirkung. Wallern tat sich nun gegen einen tief stehenden und clever verteidigenden Gegner schwer, seine Dominanz auf den Platz zu bringen. Auf der Gegenseite präsentierte sich die Rieder-Elf deutlich effizienter. Die Möglichkeiten, die man sich erarbeitete, wurden konsequent genutzt. So erhöhte Valdrin Kadrija in der 42. Minute mit einem schnörkellosen Abschluss auf 0:2 und bescherte den Gästen eine komfortable Pausenführung.
Affenzellers Treffer reicht nicht zur Wende
Die Gastgeber kamen mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch aus der Kabine und wollten das Spiel unbedingt noch drehen. Das Bild ähnelte jedoch zunächst jenem der ersten Hälfte: Wallern war spielbestimmend, kombinierte sich immer wieder gefährlich bis in das letzte Drittel, ließ aber erneut die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Zudem warfen sich die Gäste in jeden Ball und verteidigten mit großer Leidenschaft. Wals-Grünau wurde nun immer tiefer in die eigene Hälfte gedrängt und fand offensiv nur noch selten Entlastung. Die Baumgartner-Elf erspielte sich hingegen zahlreiche Torraumszenen und wurde in der 65. Minute endlich belohnt. Oliver Affenzeller vollendete eine gelungene Aktion zum 1:2 und entfachte damit neue Hoffnung bei den Heimischen. Auch danach blieb Wallern am Gaspedal und setzte den Kontrahenten zunehmend unter Druck. Chancen auf den Ausgleich waren vorhanden, doch wie ein roter Faden zog sich die mangelnde Effizienz durch das Spiel. Die Gäste standen defensiv äußerst kompakt und machten es den Oberösterreichern enorm schwer, zu klaren Abschlüssen zu kommen. Eigene Nadelstiche setzte Wals-Grünau zwar weiterhin, wirklich brandgefährlich wurde es aber auf beiden Seiten nicht mehr. Somit blieb es beim knappen 1:2-Auswärtssieg der Rieder-Elf, die sich damit an die Spitze der Regionalliga Nord setzte.
Stimme zum Spiel:
Horst Haidacher (Sportlicher Leiter, SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen):
„Wir sind gut gestartet. Dann haben wir ein blödes Tor bekommen. Mit dem Gegentor waren wir auch ein wenig draußen aus der Partie und schafften es ncht mehr so, unsere Dominanz am Spielfeld auszustrahlen. In der zweiten Hälfte sind wir auch gut herausgekommen und spielten und Chance um Chance heraus. Leider sind wir nicht belohnt worden. In Summe ist es sehr schade, weil in der ersten Hälfte einfach ein paar Basics fehlten, um erfolgreich sein zu können. Wir müssen das Spiel gut anaylsieren und im nächsten Spiel gegen Ried ein etwas anderers Gesicht zeigen, wobei die zwite Hälfte eigentlich schon gut war. Wir haben heute die Chancen nicht genutzt, das war das Manko, aber verspielt haben wir es in der ersten Hälfte. Man ist natürlich enttäuscht, nachdem man zwei Spiele verloren haben, aber das ist jetzt kein Beinbruch, und wir werden wieder dort hinkommen, wo wir waren.“