Spielberichte

Vom sicheren Dreier zum späten Schock – Wals lässt Ried zurückkommen

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Das nächste Heimspiel wartete für den SV Wals-Grünau bereits in der elften Runde der Regionalliga Nord, als man die kriselnden Jungen Wikinger Ried auf dem eigenen Rasen empfing. Für die Gastgeber musste ein Sieg her, wenn man die Tabellenführung nicht abgeben wollte, denn die direkten Konkurrenten lauerten bereits in nicht allzu weiter Entfernung. Aber auch für die Innviertler stand einiges auf dem Spiel, wollte man doch endlich wieder für Punkte sorgen, um nicht noch weiter im Klassement abzurutschen. Schlussendlich gelang dies auch: Nach einem 2:0-Rückstand kamen die Rieder nochmals zurück und schafften spät den Ausgleich.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von //unsplash.com/de/@frantzou?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Frantzou Fleurine auf Unsplash

Heimteam geht mit komfortabler Führung in die Pause

Vor einer ansehnlichen Kulisse von rund 400 Zusehern brauchten beide Teams zunächst etwas, um ihre Motoren richtig anzuwerfen. Die Rieder-Elf war jedoch bemüht, die Kontrolle zu übernehmen, während die Gäste dem Tabellenführer den Ball überließen, sich defensiv formierten und auf Ballverluste lauerten. Dieses Vorhaben ging allerdings nur selten auf, denn es war der Leader, der das Spiel dominierte und immer wieder für Gefahr sorgte. In der 37. Minute war es schließlich so weit: Sebastian Müller brachte die Hausherren in Führung und belohnte die Überlegenheit der Walser auch auf der Anzeigetafel. Nun waren die Innviertler gezwungen, mehr für das eigene Spiel zu machen. Dadurch ergaben sich Räume für die Hausherren, die diese konsequent ausspielten und kurz vor dem Pausentee erneut zuschlugen. In der 44. Minute traf Petrit Nika und sorgte zum psychologisch besten Zeitpunkt für eine komfortable 2:0-Führung.

Innviertler beweisen Moral und belohnen sich spät

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Charakteristik des Spiels zunächst wenig. Der Spitzenreiter hatte weiterhin alles unter Kontrolle und ließ den Innviertlern kaum Raum zur Entfaltung. Allerdings schafften es die Heimischen nicht, den Deckel draufzumachen und den dritten Treffer nachzulegen. Chancen waren vorhanden, doch vor dem gegnerischen Keeper fehlte die letzte Coolness. So blieb ein Funken Hoffnung bei den Omic-Schützlingen bestehen. Die Schlussphase hatte es schließlich in sich: Zunächst musste Wals-Grünau das Duell mit einem Mann weniger fortsetzen, nachdem sich ein Spieler verletzt hatte und das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war. Das spielte den Gästen natürlich in die Karten, die nun alles nach vorne warfen. Die Hausherren zogen sich zurück und verteidigten mit Mann und Maus, mussten in der 86. Minute aber dennoch den Anschlusstreffer hinnehmen. Raphael Arize Pesu brachte die Rieder zurück ins Spiel. Nun war wieder alles offen und Wals-Grünau kämpfte um die drei Punkte. Bis in die Nachspielzeit hielt man den Angriffsbemühungen der Gäste stand, ehe Routinier Martin Kreuzriegler in der 95. Minute seinen großen Moment hatte. Nach einem ruhenden Ball kam das Spielgerät zu ihm, und der Routinier brachte es souverän hinter der Linie unter. Damit sicherten sich die Jungen Wikinger nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt und holten erstmals seit der vierten Runde wieder Zählbares. Für Wals-Grünau hingegen fühlte sich der späte Ausgleich wie zwei verlorene Punkte an.

Stimme zum Spiel:

Bernhard Huber Rieder (Trainer, SV Wals-Grünau):

„Wir hatten das Spiel achtzig Minuten unter Kontrolle. Dann hatten wir unseren letzten Wechsel, dann verletzt sich ein Spieler und unser Wechselkontingent war bereits ausgeschöpft. Somit spielten wir mit einem Mann weniger fertig. Wir haben zwei Standards nicht sauber wegverteidigt und bekommen in der letzten Sekunde den Ausgleich. Es war sehr unglücklich. Es waren zwei verlorene Zähler. Wenn man bis zum Schluss nicht hoch konzentriert bleibt, kann dies aber auch passieren. Wir müssen in der Zukunft bis zum Abpfiff konsequenter, klarer und entschlossener auftreten. Gurten ist eine physisch starke Mannschaft. Wir wollen aber wieder unser Spiel durchbringen und den Gegner beschäftigen.“