Spielberichte

Kuchl hält Bad Leonfelden auf Distanz und feiert Heimsieg

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Sowohl der SV Kuchl als auch die SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden mussten zuletzt herbe Niederlagen verkraften. Nun trafen beide Mannschaften im Zuge der elften Runde der Regionalliga Nord aufeinander, wobei die Tennengauer den Heimvorteil hatten und unbedingt eine Reaktion auf das letzte Debakel zeigen wollten, um auch die ganz vorderen Plätze in der Tabelle nicht aus den Augen zu verlieren. Für das oberösterreichische Team ging es vor allem darum, sich nach mutigen und engagierten Leistungen in den letzten Begegnungen an diesem Spieltag endlich auch mit Punkten zu belohnen. Doch auch daraus wurde nichts: Trotz beherztem Auftritt musste man sich knapp mit 3:2 geschlagen geben.

Gelber Fußball im Tornetz

Foto von //unsplash.com/de/@joshua_hoehne?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Joshua Hoehne auf Unsplash

Heimteam mit knappem Vorsprung zur Pause

Die Gastgeber hatten trotz des Cupschlagers unter der Woche genügend Körner, um gut in die Begegnung zu starten und Druck auf die Oberösterreicher auszuüben. Bereits früh wusste man in die gefährliche Zone vorzudringen und Abschlüsse zu verbuchen. Doch nun kamen auch die Mühlviertler besser ins Spiel und die Spielanteile neutralisierten sich. Trotzdem war es das Heimteam, das mit dem Toreschießen vorlegte. Lukas Brückler durfte sich in der 18. Minute feiern lassen. Die Hinterkörner-Elf ließ sich davon allerdings nicht aus dem Konzept bringen, kombinierte sich ebenso gekonnt durch die Reihen und konnte einiges für das Chancenverzeichnis verbuchen. In der 32. Minute folgte dann der Ausgleich: Sebastian Zrun verwandelte einen Freistoß direkt, der über Freund und Feind hinwegflog und etwas glücklich im Tor landete. Doch allzu lange konnte sich der Zwölftplatzierte im Ranking nicht freuen, denn bereits zwei Minuten später folgte die kalte Dusche. Justin Mühlbauer vollendete einen schönen Spielzug zum neuerlichen Führungstreffer. In der Endphase des ersten Spielabschnitts waren es eher die Heimischen, die einem dritten Tor näher waren als die Bad Leonfeldner ihrem zweiten, wobei die Gäste jederzeit offensiv vorstellig werden konnten. Die größte Möglichkeit hatte jedoch Brückler für Kuchl, der es nicht schaffte, den Ball aus kurzer Distanz nur noch über die Linie zu drücken.

Offener Schlagabtausch mit gutem Ende für Kuchl

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einer Drangperiode der Gäste, die nun die Initiative ergriffen und auf den Ausgleich drückten. Man drängte die Hausherren tief in die eigene Hälfte und schaffte es, für gehörig Betrieb rund um Goalie Kühleitner zu sorgen. Doch Effizienz und Kaltschnäuzigkeit ließen die Mühlviertler vermissen. Auf der Gegenseite machte es Sebastian Oberkofler diesbezüglich deutlich besser und stellte in der 63. Minute auf 3:1. Doch auch danach steckte Bad Leonfelden nicht den Kopf in den Sand und wurde wenig später mit einem Torerfolg belohnt. Mario Kaiser hauchte seiner Truppe in der 68. Minute neues Leben ein. Die Auswärtsmannschaft warf nun alles in die Waagschale, stellte das Visier offensiv ein und entwickelte erneut eine Drangphase. Die Tennengauer schienen mit ihren Kräften etwas erschöpft zu sein und verlagerten sich zunehmend nach hinten. Die Oberösterreicher fanden wieder mehr Präsenz im Strafraum und versuchten, weitere Einschussmöglichkeiten zu kreieren. Doch mehr als ein Versuch, bei dem ein Stürmer nur knapp am Leder vorbeischrammte, schaute nicht heraus. Somit rettete der SV Kuchl trotz enormen Drucks der Gäste den Sieg über die Zeit. Bad Leonfelden muss derweil seit Runde sieben auf den nächsten Sieg warten.

Stimme zum Spiel:

Thomas Hofer (Trainer, SV Kuchl):

„Die ersten zehn Minuten waren wir stark, dann hat Bad Leonfelden das Spiel ein bisschen übernommen. Es war über die gesamte Spielzeit extrem ausgeglichen. In der zweiten Hälfte hat Bad Leonfelden natürlich alles versucht, hat gedrückt, und hat ihre Drangphase mit unserem 3:1 gestoppt. Wir kassierten dann aber relativ billig den Anschlusstreffer. Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können. Am Ende waren wir glücklicher. Wir haben ein bisschen auch das Spiel unter der Woche gespürt. Dieses Duell hat uns enorm Kraft gekostet. Die Mannschaft hat über weite Strecken schon das umgesetzt, was geplant war, aber die letzte halbe Stunde war sehr schwierig für uns. Wir sind sehr happy, 17 Punkte fühlen sich gut an, wissen aber auch, dass noch viel Arbeit vor uns steht und nächste Woche gegen Steyr ein schwieriges Spiel haben.“