Spielberichte

Lucky-Punch in Minute 88: Wallern entführt drei Punkte aus Steyr

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Spitzenspiel in der Regionalliga Nord! Der SK BMD Vorwärts Steyr bekam es auf heimischem Terrain mit niemand Geringerem als dem Tabellenführer SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen zu tun. Für die Trattnachtaler galt es, nach dem enttäuschenden Auftritt gegen Bad Leonfelden eine Reaktion zu zeigen und auf die Siegerstraße zurückzukehren. Doch auch die Hausherren wollten sich nach ihrem knappen Erfolg zuletzt weiter steigern und dem Favoriten Paroli bieten. Nach intensiven und hart umkämpften 90 Minuten setzte sich schließlich die Baumgartner-Elf mit 2:3 durch und entführte drei Punkte aus Steyr.

Fußball und violette Fußballschuhe

Foto von //unsplash.com/de/@frantzou?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Frantzou Fleurine auf Unsplash

Wilde erste Hälfte mit vier Toren 

Rund 950 begeisterte Fußballanhänger ließen sich dieses Spitzenspiel nicht entgehen und bekamen von Beginn an einiges geboten. Bereits in der elften Minute schlug der Tabellenführer zu: Dejan Misic brachte die Gäste per Kopf mit 0:1 in Führung. In dieser frühen Phase überrumpelte Wallern die Hausherren regelrecht mit seinen Angriffen. Nur Augenblicke später kam Misic erneut zum Abschluss, diesmal jedoch ohne Erfolg. Die Mislov-Schützlinge taten sich zunächst ungemein schwer, in die Begegnung zu finden. Für die Steyrer galt es vor allem, sich defensiv zu stabilisieren und die Räume enger zu halten. Das gelang allerdings nur bedingt, denn in der 25. Minute legte Wallern nach. Wieder war Misic zur Stelle und stellte mit seinem zweiten Kopfballtreffer auf 0:2. Doch wer glaubte, die Hausherren würden sich davon beeindrucken lassen, hatte die Rechnung ohne die Steyrer Moral gemacht. Die Oberösterreicher hielten an ihren Stärken fest und schlugen binnen nur 30 Sekunden doppelt zurück! Zunächst köpfte Simon Peter Ströbitzer in der 30. Minute nach einer Ecke zum 1:2 ein. Nur Augenblicke später kam Alexander Weinstabl nach dem Wiederanstoß an den Ball und stellte mit seinem Treffer auf 2:2. Die Steyrer waren zurück im Spiel und hatten den Favoriten mit ihrem Doppelschlag gehörig ins Wanken gebracht. Wallern ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und suchte nach einer Antwort. Kurz darauf schien den Gästen tatsächlich die erneute Führung zu gelingen, doch der vermeintliche Treffer zum 2:3 wurde nach einem geahndeten Foul aberkannt. Diese Entscheidung sorgte aufseiten der Trattnachtaler für Unverständnis. Nach einer ereignisreichen ersten Halbzeit ging es schließlich mit einem 2:2 in die Kabinen.

Wild erlöst Wallern mit spätem Siegestreffer

Auch die zweite Hälfte begann turbulent. Die Steyrer Anhänger jubelten in der 49. Minute bereits über einen vermeintlichen Führungstreffer, doch dieser wurde wegen einer Abseitsstellung korrekterweise aberkannt. In der Folge nahm die Zahl hochkarätiger Torchancen etwas ab. Wallern investierte wieder mehr in das eigene Offensivspiel und kam zu guten Gelegenheiten. Allerdings war häufig bei Keeper Staudinger Endstation, der mit wichtigen Paraden seine Mannschaft im Spiel hielt. Auch der Tabellen­siebte meldete sich offensiv immer wieder zu Wort. So kam Wallner in der 78. Minute zu einer aussichtsreichen Möglichkeit, doch sein Dropkick verfehlte das Ziel nur knapp. Vieles deutete bereits auf eine Punkteteilung hin, ehe der Favorit in der Schlussphase doch noch zuschlug. In der 88. Minute nutzte Joker Michael Wild einen Fehler im Steyrer Spielaufbau eiskalt aus und traf zum 2:3. Der späte Treffer brachte die mitgereisten Wallern-Fans zum Jubeln und bescherte den Gästen die erneute Führung. In der Nachspielzeit sah Wallerns Wimmer zudem die Rote Karte und musste vorzeitig vom Platz. Doch auch in Überzahl gelang es Vorwärts Steyr nicht mehr, den Ausgleich zu erzwingen. Damit nahm der Tabellenführer nach einem packenden Schlagabtausch einen knappen Auswärtssieg mit.

Stimme zum Spiel

Horst Haidacher (Sportlicher Leiter, SPG SV Zaunergroup Wallern/St. Marienkirchen):

„Wir sind sehr dominant in das Spiel gegangen und sind verdient mit 0:2 in Führung gegangen. Wir müssen uns vorwerfen, dass wir das Spiel mit individuellen Fehlern wieder spannend gemacht haben. Nach dem Ausgleich brauchten wir etwas, haben uns aber schnell gefangen. Wir haben zur zweiten Hälfte gemerkt, dass wir schon viel Ballbesitz hatten, aber nicht in den Bereichen, wo wir dem Gegner wehtun hätten können. Wir haben dann einen super Lucky Punch gemacht. Wir nehmen den Sieg gerne mit, wissen aber auch, dass wir noch einiges verbessern müssen. In Summe muss man, wenn man vorne dabei ist, solche ‚schmutzigen‘ Spiele auch gewinnen. Der Herbstmeistertitel ist ein großes Ziel. Wir wollen gegen Grödig die nächsten Punkte holen.“