Spielberichte

Zwei Tore vorne, am Ende nur ein Punkt: Bad Leonfelden lässt St. Johann zurückkommen

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Eindrucksvoll gelang es der SPG VORTUNA Bad Leonfelden/Schenkenfelden zuletzt, den Tabellenführer der Regionalliga Nord zu bezwingen. Diesen Schwung wollten die Mühlviertler mitnehmen, als in der 14. Runde das Heimspiel gegen den TSV St. Johann auf dem Programm stand. Die Pongauer taten sich in der Fremde bislang ausgesprochen schwer und hatten auswärts erst einen Punkt geholt. Das sollte sich nun ändern – und tatsächlich gelang es den Gästen, nach einem 0:2-Pausenrückstand noch zurückzukommen und sich ein Remis zu erkämpfen.

Ball in Neonfarben auf Rasen vor Tornetz

Foto von //unsplash.com/de/@benhershey?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&;utm_content=creditCopyText">Ben Hershey auf Unsplash

Bad Leonfelden geht mit komfortablem Vorsprung in die Pause

Nach einem anfänglichen Abtasten auf beiden Seiten waren es zunächst die Hausherren, die sich durch Aliji offensiv anmeldeten. Dessen Schussversuch ging allerdings deutlich am Gehäuse vorbei. In der Folge kombinierte sich die Hinterkörner-Elf mit geradlinigem und schnörkellosem Spiel immer wieder in die gefährliche Zone. Für die ganz große Gefahr vor dem gegnerischen Tor konnten die Mühlviertler zunächst jedoch noch nicht sorgen, da einige Offensivaktionen vorerst auf Kosten von Eckbällen geklärt wurden. In der 21. Minute ging der Tabellenneunte schließlich in Führung. Simon Sonnberger bewies vor dem Tor seine Kaltschnäuzigkeit und schob das Leder ein, nachdem ihn Radouch mustergültig bedient hatte. Für Radouch war es ein besonderer Tag, bestritt er doch sein 300. Meisterschaftsspiel für Bad Leonfelden. Die Gäste fanden bis dahin kaum nennenswerte Chancen vor, während die Hausherren weiter am Drücker blieben. Bad Leonfelden wollte möglichst noch vor der Pause nachlegen und kam auch zu weiteren Möglichkeiten. So setzte Hennerbichler seinen Abschluss an die Stange. Doch der Offensivmann sollte sich noch vor dem Halbzeitpfiff belohnen: In der 44. Minute packte er einen Abschluss der Marke Traumtor aus und stellte auf 2:0. Damit verschaffte er seiner Mannschaft eine ausgezeichnete Ausgangslage für die zweite Hälfte. St. Johann wurde zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt bestraft, ließ sich davon aber nicht entmutigen. Noch vor dem Pausenpfiff kamen die Pongauer zu ihrer bis dahin besten Gelegenheit, doch Hassanin setzte den Ball ebenfalls an die Stange. So ging es mit einer Zwei-Tore-Führung für die Heimischen in die Kabinen.

Heimteam gibt den Sieg aus der Hand

Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber zunächst besser aus der Kabine und standen kurz davor, die Partie endgültig zu entscheiden. Zrun, Radouch und Aliji hätten allesamt für das dritte Tor sorgen können, scheiterten jedoch am stark reagierenden Schlussmann Wallinger. Damit hielten die Mühlviertler die Gäste im Spiel – und sollten dafür noch bestraft werden. Was sich in der Folge in der VORTUNA Arena abspielte, dürfte so manchem Anhänger der Hausherren unverständlich gewesen sein. Denn nun kippte das Spielgeschehen zunehmend zugunsten von St. Johann. Die Pongauer übernahmen die Kontrolle, verbuchten mehr Ballbesitz und kamen zu besseren Chancen. In der 58. Minute belohnte sich der TSV schließlich: Bercel Uzunov erzielte den Anschlusstreffer und brachte neue Spannung in die Begegnung. Die Gäste witterten ihre Chance und setzten weiter nach. Zwar boten sich auch den Hinterkörner-Schützlingen Räume für Gegenangriffe, doch die Vorentscheidung wollte ihnen nicht gelingen. In der 74. Minute hatte Aliji die Möglichkeit, den alten Zwei-Tore-Abstand wiederherzustellen, ließ diese jedoch ungenutzt. Die Hoffnung der Pongauer lebte damit weiter – und in der 84. Minute folgte der nächste Rückschlag für die Hausherren. Erneut war Uzunov zur Stelle und stellte mit seinem zweiten Treffer auf 2:2. In der Schlussphase schien Bad Leonfelden zunehmend die Kontrolle zu verlieren, während St. Johann weiter auf den Sieg drängte. In der Nachspielzeit bot sich den Gästen sogar noch eine hundertprozentige Chance auf den 2:3-Siegtreffer. Diese blieb allerdings ungenutzt, sodass es bei der Punkteteilung blieb.

Stimme zum Spiel

Bernhard Kletzl (Trainer, TSV St. Johann):

„Es war eine ausgeglichene Partie. Bei den beiden Gegentreffern haben wir uns ein bisschen dumm angestellt. In der zweiten Hälfte war Bad Leonfelden anfangs stark, doch dann waren wir am Drücker. Es war sehr verdient, dass wir die zwei Tore schießen, und am Ende müssen wir das Spiel eigentlich gewinnen. Wir hatten drei gute Sitzer, der Gegner war platt. Schade, dass wir es nicht ganz gedreht haben, aber wenn man 2:0 hinten liegt, dann nehmen wir den Auswärtspunkt gerne mit. Jetzt haben wir noch zwei Heimspiele, das ist sehr gut. Es werden auch keine einfachen Spiele, aber zu Hause tun wir uns einfach leichter.“