Beim bereits seit mehreren Runden als Absteiger feststehenden Regionalligisten TWL Elektra kommt es nun doch früher als erwartet zur Trennung von Cheftrainer Thomas Leonhardsberger. Nachdem zunächst feststand, dass der 48-Jährige den Verein erst nach Saisonende verlassen würde, zog der Klub nun mit sofortiger Wirkung die Reißleine. Damit endet das Kapitel des ehemaligen Hirschwang-Erfolgstrainers in Favoriten bereits nach wenigen Monaten.

Leonhardsberger war Ende Oktober von Hirschwang zu den Wienern gewechselt, um das kaum mehr für möglich gehaltene Unternehmen Klassenerhalt in der Regionalliga Ost anzugehen. Nach lediglich vier Punkten in der Hinrunde entwickelte sich die Mission allerdings rasch zu einer kaum lösbaren Aufgabe. Trotz engagierter Auftritte gelang es nicht, die sportliche Wende einzuleiten, weshalb Elektra mittlerweile schon seit mehreren Spieltagen fix als Absteiger feststeht.
Letzte Woche war bekannt geworden, dass Leonhardsberger den Verein im Sommer verlassen würde. Hintergrund waren unter anderem mögliche Abgänge mehrerer Leistungsträger sowie eine generell unklare Kaderplanung für die kommende Saison. Der Trainer wollte damit frühzeitig Klarheit schaffen und hatte trotz der schwierigen sportlichen Situation betont, dass er den Schritt in die Regionalliga keineswegs bereue. Die vergangenen Monate seien intensiv gewesen, hätten ihm aber auch viele wertvolle Erfahrungen gebracht.
Nun erfolgte die Trennung allerdings deutlich früher. In einer Facebook-Mitteilung bestätigte der Verein das sofortige Aus des Trainers. Sportlicher Leiter Amir Turbic erklärte, dass sich die Entwicklung unter Leonhardsberger nicht wie erhofft gestaltet habe. Zwar habe dieser die Mannschaft in einer schwierigen Lage übernommen und vieles versucht, um den sportlichen Umschwung einzuleiten, letztlich hätten aber weder Ergebnisse noch Leistungen den Erwartungen entsprochen.
Gleichzeitig wolle man die kommende Saison mit einer komplett neuen sportlichen Führung angehen. Deshalb habe sich der Verein nach eingehender Analyse zu diesem Schritt entschieden. Abschließend bedankte sich der Klub bei Leonhardsberger für dessen Einsatz und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute.
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