Regionalliga Ost

USV Scheiblingkirchen-Warth: Mit Geduld zurück auf die große Bühne

Drei Jahre nach dem Abstieg ist der USV Scheiblingkirchen-Warth zurück in der Regionalliga Ost. Die Niederösterreicher sicherten sich in der vergangenen Saison den Meistertitel der 1. NÖ-Landesliga und feiern damit die Rückkehr in Österreichs dritthöchste Spielklasse. Diesmal soll das Gastspiel der Mannschaft von Trainer Daniel Kohn jedoch von längerer Dauer sein.

Meisterfeier Scheiblingkirchen

Für den USV steht nach dem Meistertitel in der 1. Landesliga erneut das Abenteuer Regionalliga Ost an

Aus Abstieg gelernt

Der Abstieg aus der Regionalliga Ost am Ende der Saison 2022/23 bedeutete zunächst einen herben Rückschlag. Gleichzeitig leitete der Verein aber einen personellen Neuanfang ein und übertrug dem jungen Daniel Kohn die Verantwortung als Cheftrainer. Die Verantwortlichen bekannten sich bewusst zu einem langfristigen Weg und nahmen in Kauf, dass dieser Zeit benötigen würde.

Die erste Saison nach dem Abstieg verlief mit Rang elf in der 1. NÖ-Landesliga zwar enttäuschend, doch anstatt die Reißleine zu ziehen, hielten die Verantwortlichen an Kohn fest. Diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Der Trainer formte Schritt für Schritt eine schlagkräftige Mannschaft, die bereits in der Saison 2024/25 bis zuletzt um den Meistertitel kämpfte und den Wiederaufstieg nur knapp verpasste.

In der vergangenen Saison folgte schließlich die Belohnung für die kontinuierliche Arbeit. Scheiblingkirchen-Warth präsentierte sich als konstanteste Mannschaft der Liga und sicherte sich mit 17 Siegen, neun Unentschieden und lediglich vier Niederlagen verdient den Meistertitel. Mit nur 31 Gegentreffern stellte der USV zudem die beste Defensive der 1. NÖ-Landesliga.

Nun richtet sich der Fokus wieder auf die Regionalliga Ost. Die Verantwortlichen wollen aus den Erfahrungen des ersten Ostliga-Abenteuers lernen und den Verein langfristig in der Liga etablieren.

Gezielte Verstärkungen und Top-Transfer

Auch am Transfermarkt blieb Scheiblingkirchen-Warth nicht untätig. Mit Benjamin Budimir landete man am letzten Transfertag noch einen echten Transfercoup. Außerdem mit Eray Mehmedali vom Wiener Neustädter SC erhält die Offensive zusätzliche Qualität und Regionalliga-Erfahrung. Felix Bass wechselt vom USC Kilb zum Aufsteiger und soll den Konkurrenzkampf in der Defensive beleben. Mit Arian Khiaban stößt zudem ein talentierter Offensivspieler aus Mattersburg zum Kader.

Eine spannende Personalie ist zudem Torhüter Franz Ferdinand Eselböck. Der 19-Jährige wechselte 2024 in eine Akademie von Manchester City nach England, absolvierte dort seine schulische Ausbildung und kehrt nun nach Österreich zurück. Beim USV möchte er sich im Herrenfußball auf Regionalliga-Niveau etablieren.

Mit Jon Berisha verstärkt außerdem ein 18-jähriger Linksverteidiger den Meister. Der ehemalige Admira-Nachwuchsspieler und zuletzt für die AKA Burgenland aktive Defensivakteur gilt als vielversprechendes Talent für die Zukunft.

Verlassen haben den Verein hingegen Marcello Pomelli, der sich Ortmann anschließt, sowie Stefan Studnicka, der künftig für Ziersdorf aufläuft.

Mit einer gereiften Mannschaft, gezielten Verstärkungen und den Erfahrungen der vergangenen Jahre blickt Scheiblingkirchen-Warth optimistisch auf die bevorstehende Regionalliga-Saison. Der Weg des USV zeigt eindrucksvoll, dass Kontinuität im Fußball nicht selbstverständlich ist – sich langfristig aber durchaus auszahlen kann.

 

Foto: USV Scheiblingkirchen-Warth