Der Mattersburger Sportverein 2020 hat in der vierten Runde der Regionalliga Ost erstmals in dieser Saison voll angeschrieben. Gegen den bis dahin ungeschlagenen USV Scheiblingkirchen-Warth setzten sich die Burgenländer verdient mit 2:0 durch. Nach einer kurzen starken Anfangsphase der Gäste übernahm Mattersburg zunehmend das Kommando und stellte durch Christoph Halper und Daniel Markl bereits vor der Pause die Weichen auf Sieg. Scheiblingkirchen fand dagegen offensiv kaum Lösungen und konnte sich vor allem bei seinem starken Schlussmann bedanken, dass die Partie lange offenblieb.

Dabei gehörten die ersten Minuten durchaus den Gästen. Scheiblingkirchen startete mit viel Energie und schien zunächst gut in der Begegnung angekommen zu sein. Dieser Eindruck hielt allerdings nur knapp zehn Minuten. Danach bekam Mattersburg immer besseren Zugriff, drängte den Aufsteiger zunehmend zurück und übernahm die Kontrolle.
In der 12. Minute schlug sich die Überlegenheit erstmals im Ergebnis nieder. Christoph Halper brachte den MSV mit 1:0 in Führung. Der Treffer zeigte Wirkung: Während die Hausherren zunehmend Sicherheit gewannen, gelang es Scheiblingkirchen nicht, sich nachhaltig in die Partie einzuarbeiten. Mit fortschreitender Spieldauer schlichen sich bei den Gästen Unsicherheiten ein, gleichzeitig fehlte nach vorne die notwendige Energie, um Mattersburg ernsthaft unter Druck zu setzen.
Die Burgenländer präsentierten sich dagegen zielstrebiger und waren insbesondere nach Ballgewinnen immer wieder gefährlich. In der 41. Minute folgte die nächste Belohnung: Daniel Markl erhöhte auf 2:0 und sorgte damit noch vor dem Seitenwechsel für eine komfortable Ausgangsposition.
Auch nach der Pause änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Scheiblingkirchen bemühte sich zwar um eine Reaktion, konnte sich gegen die gut organisierte Mattersburger Mannschaft aber kaum klare Möglichkeiten herausspielen. Zu wenig gelang es den Gästen, das eigene Spiel aufzuziehen und die Partie noch einmal in eine andere Richtung zu lenken.
Auf der Gegenseite blieb Mattersburg vor allem im Umschaltspiel gefährlich und hätte den Vorsprung durchaus weiter ausbauen können. Dass es beim 2:0 blieb, lag nicht zuletzt am überragend aufgelegten Scheiblingkirchner Torhüter, der seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel hielt und eine höhere Niederlage verhinderte.
Am verdienten Erfolg der Hausherren änderte das nichts mehr. Nach drei Niederlagen zum Saisonstart belohnte sich Mattersburg damit erstmals mit drei Punkten und bestätigte zugleich, dass die bisherigen Resultate nur bedingt Aufschluss über die Qualität des Aufsteigers gegeben hatten. Für Scheiblingkirchen-Warth setzte es hingegen nach einem starken Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Partien die erste Niederlage der neuen Regionalliga-Saison.
Stimme zum Spiel:
Daniel Kohn (Trainer USV Scheiblingkirchen-Warth):
„Wir hatten schon während der Trainingswoche mit einigen Nebengeräuschen zu kämpfen. Marcel Vittner musste bereits im letzten Spiel ausgewechselt werden, dazu sind Daniel Ressler und Nico Kirner krankheitsbedingt ausgefallen. Kirner konnte angeschlagen zwar spielen, insgesamt war unsere Mittelfeldachse aber deutlich geschwächt. Das soll keine Ausrede sein, aber uns hat dadurch sicherlich etwas von unserem gewohnten Selbstverständnis gefehlt. Wir haben versucht, über die Zweikämpfe in die Partie zu finden, aber relativ schnell gemerkt, dass es nicht unser bester Tag ist. Das Bemühen war da, allerdings hat uns in vielen Aktionen die nötige Klarheit gefehlt. Gegen einen Gegner, der nach den ersten drei Spielen unter Druck stand, war das am Ende einfach zu wenig. Für Erfolg auf diesem Niveau brauchst du drei, vier Spieler, die in den entscheidenden Situationen voll da sind. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass wir Aufsteiger sind. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen können wir insgesamt absolut zufrieden sein.“
Foto: USV Scheiblingkirchen-Warth