Spielberichte

Fünferpack gegen SV Wienerberg: SV Oberwart lässt es zuhause krachen

SV Oberwart
SV Wienerberg

Der SV Oberwart hat in der Regionalliga Ost ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den SV Wienerberg feierten die Burgenländer einen überzeugenden 5:2-Heimerfolg und präsentierten sich vor allem nach dem Seitenwechsel in Torlaune. Der Mann des Abends war dabei eindeutig Nermin Bajraktarevic: Mit einem Dreierpack avancierte er zum Matchwinner und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Oberwart nach einem zwischenzeitlich durchaus offenen Spiel letztlich klare Verhältnisse schuf. Wienerberg bewies zwar Moral und kam durch Benjamin Pitzek vor der Pause noch einmal heran, nach Wiederbeginn zog Oberwart den Gästen allerdings rasch den Boden unter den Füßen weg. Spätestens Bajraktarevics Treffer zum 4:1 ließ kaum noch Zweifel am Sieger aufkommen.

Oberwart legt den Grundstein in der ersten Halbzeit

Die Hausherren machten früh deutlich, wohin die Reise gehen sollte. Oberwart übernahm das Kommando und durfte bereits nach einer Viertelstunde erstmals jubeln. Nermin Bajraktarevic sorgte in der 15. Minute für das 1:0 und damit für einen Auftakt nach Maß.

Auch danach blieb der SVO am Drücker. Eine halbe Stunde war gespielt, als Michael Hutter nachlegte und auf 2:0 stellte. Zu diesem Zeitpunkt deutete einiges auf einen komfortablen Abend für die Gastgeber hin – doch Wienerberg hatte etwas dagegen.

Die Gäste steckten den frühen Zwei-Tore-Rückstand weg und meldeten sich unmittelbar vor der Pause zurück. Benjamin Pitzek verkürzte in der 41. Minute auf 2:1 und sorgte damit dafür, dass die Partie plötzlich wieder völlig offen war. Statt einer beruhigenden Führung nahm Oberwart nur einen knappen Vorsprung mit in die Kabine.

Oberwart dominiert in der zweiten Halbzeit

Wer auf Wienerberger Seite nach dem Seitenwechsel auf den Ausgleich gehofft hatte, wurde allerdings schnell enttäuscht. Gerade einmal drei Minuten waren in Hälfte zwei absolviert, da schlug Oberwart erneut zu – und wieder stand Bajraktarevic im Mittelpunkt. Mit seinem zweiten Treffer des Abends stellte er in der 48. Minute auf 3:1 und verschaffte den Hausherren damit wieder Luft.

Dieser Treffer zeigte Wirkung. Oberwart hatte das Geschehen nun wieder fest im Griff und ließ Wienerberg kaum Gelegenheit, noch einmal ernsthaft zurückzukommen. In der 64. Minute folgte schließlich der nächste Auftritt des Mannes des Abends: Bajraktarevic schnürte seinen Dreierpack und erhöhte auf 4:1.

Damit war der Widerstand der Gäste weitgehend gebrochen. Oberwart spielte den Vorsprung souverän herunter und hatte noch nicht genug. Sechs Minuten vor dem Ende setzte Ádám Fejes mit dem 5:1 den nächsten Treffer drauf und machte aus dem Heimsieg endgültig eine klare Angelegenheit.

Sieben Tore und ein klarer Sieger

Für den Schlusspunkt sorgte allerdings Wienerberg. Trotz des deutlichen Rückstands gaben sich die Gäste nicht völlig auf und kamen in der 90. Minute durch Jawad Nabavi noch zum 5:2. Mehr als Ergebniskosmetik war dieser Treffer allerdings nicht mehr.

So durfte Oberwart nach dem Schlusspfiff einen auch in dieser Höhe überzeugenden Heimerfolg bejubeln. Wienerberg hatte nach Pitzeks Anschlusstreffer kurzzeitig wieder Hoffnung geschöpft, doch Oberwarts Antwort unmittelbar nach der Pause fiel deutlich aus.

Über allem stand an diesem Abend Nermin Bajraktarevic: Drei Treffer in der 15., 48. und 64. Minute machten den Offensivmann zur prägenden Figur eines torreichen Abends. Oberwart bewies damit nicht nur Durchschlagskraft, sondern zeigte nach dem zwischenzeitlichen 2:1 auch die passende Reaktion – und machte nach der Pause kurzen Prozess.

Stimme zum Spiel: 

Peter Weingartmann (Trainer Wienerberg): "Wir hatten gegen Oberwart die eine oder andere gute Aktion in der Offensive und haben auch versucht, Fußball zu spielen. Im Ballbesitz waren wir aber immer wieder zu hektisch und haben dadurch den Ball viel zu schnell verloren. In der Defensive muss sich die ganze Mannschaft erst an die neue Liga gewöhnen. Jeder fehlende Schritt und jede Kleinigkeit wird sofort bestraft, was natürlich auch der Qualität einiger Spieler in dieser Liga geschuldet ist. Wir müssen unser Defensivverhalten als Mannschaft aber schleunigst in den Griff bekommen, weil wir ganz einfach zu viele und zu billige Tore bekommen. Die nächste Gelegenheit ist schon am Samstag gegen den FavAC. Dort wollen wir trotz der drei Niederlagen selbstbewusst auftreten und visieren die ersten drei Punkte in der Regionalliga an."

Aufstellungen: 

Oberwart: Martin Kraus - Sandro Schendl, Johannes Polster, Elias Jandrisevits, Stefan Trimmel - Nicolas Christopher Wisak, Marc Kögl, Philipp Siegl (K) - Lukas Ried, Nermin Bajraktarevic, Michael Hutter Ersatzspieler: Fabian Brunner, Leo Vielgut, Ádám Fejes, Luca Pauliny, Nelson Prenner, David Szabolcs Mozsar Trainer: Gernot Plassnegger

Wienerberg 1921: Michael Höfler, Manuel Petrović, Stefan Ziermann, Christoph Hüttmair (K), Maximilian Schmid, Mustafa Güllü, Ibrahim Mohamed, Benjamin Pitzek, Florian Schöberl, Mahmud Selim Imamoglu, Christopher Schaller Ersatzspieler: Nemanja Ivic, Nico Radl, Paul Semrau, Ayoub Ben Ammar, Jawad Nabavi, Mario Mandl Trainer: Peter Weingartmann

Regionalliga Ost: SV Oberwart : SV Wienerberg - 5:2 (2:1)

  • 90
    Jawad Nabavi 5:2
  • 84
    Ádám Fejes 5:1
  • 64
    Nermin Bajraktarevic 4:1
  • 48
    Nermin Bajraktarevic 3:1
  • 41
    Benjamin Pitzek 2:1
  • 30
    Michael Hutter 2:0
  • 15
    Nermin Bajraktarevic 1:0