Die SV Gloggnitz feierte in der Regionalliga Ost einen deutlichen 5:2-Heimerfolg gegen den SV Horn und unterstrich damit eindrucksvoll ihre Ambitionen im oberen Tabellendrittel. In einer intensiven Partie, die lange Zeit von Zweikämpfen und wenig Spielfluss geprägt war, setzte sich letztlich die Effizienz und Durchschlagskraft der Hausherren durch. Vor allem nach der Pause kippte das Spiel endgültig zugunsten der Gloggnitzer, während sich die Gäste mit zwei Platzverweisen selbst entscheidend schwächten.
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus Horn, die sich zwar im letzten Drittel festsetzen konnten, jedoch ohne zwingende Abschlüsse blieben. Effektiver präsentierten sich die Hausherren: Mit der ersten gefährlichen Aktion gingen die Gloggnitzer in Führung, nachdem Gevorg Saribekyan im Strafraum zu viel Raum bekam und nach Vorlage von Josef Pross eiskalt verwertete (8.).
Die Antwort der Horner ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Gäste schnell um und nutzten ihre Geschwindigkeit im Angriffsspiel zum Ausgleich. Isa Drammeh Jabbeh machte den Ausgleich für die Horner (15.). In weiterer Folge entwickelte sich eine kampfbetonte Begegnung mit vielen hohen Bällen und zweiten Bällen, auch bedingt durch schwierige Platzverhältnisse. Horn hätte nachlegen können, verpasste aber den zweiten Treffer und musste nach nicht einmal einer halben Stunde wieder einem Rückstand hinterherlaufen.
Raphael Holzhauser verwandelte einen Freistoß sehenswert und sorgte damit für den 2:1-Führung. Die Gäste hatten ihrerseits noch Möglichkeiten auf den neuerlichen Ausgleich, ließen diese jedoch ungenutzt und so ging es mit diesem Ergebnis in die Kabinen.
Nach der Pause drängte die SV Gloggnitz auf eine Vorentscheidung und wurde in der 59. Minute belohnt, als Josef Pross einen Elfmeter zum 3:1 verwandelte, der zuvor im Strafraum nach einem Holzhauser-Freistoß niedergerissen wurde. Seedy Jarju war dermaßen außer sich, dass er seine zweite Gelbe Karte sah und die Partie so vorzeitig zu Ende war. Alexander Mankowski zeigte in der 68. Minute einen stümperhaften Schwalbenversuch und sah dafür ebenfalls Gelb-Rot. Die doppelte Unterzahl der Horner nutzte die Sportvereinigung Gloggnitz geschickt aus. Michael Gotsiridse traf in der 81. Minute zum 4:1, und nur zwei Minuten später erhöhte Roman Kerschbaum mit einem weiteren Treffer auf 5:1.
Trotz der aussichtslosen Situation kämpfte der SV Horn weiter und Isa Drammeh Jabbeh gelang in der 90. Minute noch ein Treffer, der den Endstand von 5:2 besiegelte. Doch am Ende war es die SV Gloggnitz, die als klarer Sieger vom Platz ging.
Stimme zum Spiel:
Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz):
„Vor der Pause war es noch eine ausgeglichene Partie, aber spätestens nach dem Seitenwechsel waren wir klar die bessere Mannschaft. Ab diesem Zeitpunkt haben wir das Spiel richtig dominiert und uns zahlreiche Chancen erarbeitet – am Ende hätten wir sogar noch höher gewinnen können. Für den Gegner ist es schwer, sich auf uns einzustellen, weil wir sehr variabel auftreten und nie genau vorhersehbar sind. Besonders wichtig ist auch, dass wir auf jede Situation die richtige Antwort finden. Nach einem ohnehin guten Start ins Frühjahr haben wir uns zuletzt noch einmal gesteigert. Ein großes Kompliment an die Mannschaft für diese Leistung.“