In einem packenden Spiel der Regionalliga Ost setzte sich der SC Neusiedl am See 1919 in der 30. Runde mit einem knappen 3:2 gegen die Sportunion Mauer durch. Die Gäste aus Wien starteten furios und führten schnell mit zwei Toren. Doch die Heimischen ließen sich davon nicht beeindrucken und kämpften sich mit viel Einsatz zurück ins Spiel. Neusiedl am See gelang es, den Rückstand noch vor der Pause auszugleichen und in der zweiten Hälfte den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Schon früh in der Partie übernahm die Sportunion Mauer die Initiative. In der 7. Minute nutzte Thomas Komornyik einen verpatzten Einwurf der Heimischen eiskalt aus und brachte die Gäste mit 0:1 in Führung. Nur wenige Minuten später, in der 12. Minute, erhöhte Simon Radostits nach einem starken Laufduell auf 0:2 für die Maurer. Die Heimelf von Trainer Norbert Pammer zeigte sich jedoch unbeeindruckt und suchte ihrerseits den Weg zum Tor. In der 27. Minute brachte Erik Csaba Burai mit einem präzisen Kopfball Neusiedl am See zurück ins Spiel. Der Ausgleich folgte in der 42. Minute, als Denis Dizdarevic nach einer schönen Kombination über die linke Seite den Ball zum 2:2 ins Netz schob.
Nach der Pause blieb das Spiel spannend, jedoch gestaltete sich der Spielverlauf ausgeglichener. Beide Teams versuchten, die Kontrolle über das Mittelfeld zu gewinnen, und es gab wenige klare Torchancen. In der 62. Minute gelang es Phoenix Dominique Missi Tomp, das entscheidende Tor für Neusiedl am See zu erzielen. Nach einer eher flach geschossenen Ecke landete der Ball vor seinen Füßen, und er knallte ihn unhaltbar über die Linie zum 3:2. Mauer versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, kam aber nicht mehr entscheidend vor das Tor der Neusiedler. Eine starke Parade des Heimtorwarts in der 82. Minute verhinderte den Ausgleich. Trotz einer spannenden Nachspielzeit von vier Minuten blieb es beim knappen Sieg für Neusiedl am See.
Mit diesem Heimerfolg holte Neusiedl wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.
Stimme zum Spiel:
Norbert Pammer (Trainer SC Neusiedl/See):
„Wir mussten heute aufgrund der Sperre von Wodicka in der Abwehr umstellen, und die ersten 15 bis 20 Minuten waren ehrlich gesagt zum Vergessen. Da haben wir überhaupt nicht ins Spiel gefunden und hätten sogar schon früher weitere Gegentore kassieren können, weil der Gegner einige gute Chancen vorgefunden hat.
Umso größer ist das Lob an die Mannschaft für die Reaktion danach. Wie wir zurückgekommen sind, war ein absoluter Fight. Die beiden Gegentore haben wir uns im Endeffekt selbst durch individuelle Fehler geschenkt, aber du musst trotzdem erst einmal zurückkommen – vor allem in einer Situation, in der du eigentlich gewinnen musst. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und bis zum Schluss daran geglaubt.
Wir leben noch, es gibt weiterhin diese kleine Chance und die wollen wir unbedingt nutzen. Jetzt wartet der FavAC auf uns, dort haben wir zuletzt immer gewonnen. Wir können in diesem Spiel eigentlich nur gewinnen und deshalb bin ich guter Dinge.“
Florian Sattler (Trainer Sportunion Mauer):
„Wir sind heute irgendwo auch selbst schuld. Ergebnistechnisch hätten wir uns keinen besseren Start wünschen können, nach elf Minuten haben wir bereits 2:0 geführt. Danach haben wir aber durch eigene Unkonzentriertheiten den Gegner wieder ins Spiel kommen lassen und Chancen zugelassen.
Mit dem 1:2 haben wir ihnen zusätzlich Auftrieb gegeben und kurz vor der Pause kassieren wir nach einem eigenen Freistoß auch noch einen Konter zum 2:2 – so etwas darf uns einfach nicht passieren. Da müssen wir uns ganz klar selbst an der Nase nehmen. Jetzt gilt der volle Fokus den letzten drei Runden, dort wollen wir die maximale Punkteausbeute holen.“