Der SR Donaufeld hat sich in seinem letzten Heimspiel der Saison mit einem verdienten 4:2-Erfolg gegen die TWL Elektra von den eigenen Fans verabschiedet. Der amtierende Regionalliga-Ost-Meister musste dabei zwar zweimal einem Rückstand hinterherlaufen, zeigte vor heimischem Publikum jedoch große Moral und drehte die Partie dank einer starken zweiten Halbzeit noch zu seinen Gunsten. Vor allem nach dem Seitenwechsel fand die Mannschaft von Trainer Gerhard Fellner immer bessere Lösungen gegen die tief stehenden Gäste und belohnte sich am Ende mit drei Punkten.
Elektra nutzt Chancen eiskalt
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 6. Minute in Führung. Moritz Bartels profitierte von einer unübersichtlichen Situation und stellte früh auf 0:1. Donaufeld hatte in weiterer Folge zwar deutlich mehr Ballbesitz, musste sich gegen einen tief stehenden Gegner aber jeden Meter hart erarbeiten.
Der Ausgleich gelang schließlich nach einer gelungenen Balleroberung im Mittelfeld. Der Ball wurde sofort in die Tiefe auf Marvin Zwickl gespielt, der sich stark gegen seinen direkten Gegenspieler durchsetzte und zum 1:1 einschob.
Trotz zunehmender Spielkontrolle der Hausherren schlug Elektra kurz vor der Pause erneut zu. Christopher Schaller brachte die Gäste mit ihrer zweiten gefährlichen Offensivaktion des Spiels wieder in Front und sorgte für den 1:2-Pausenstand.
Donaufeld findet die Lösungen
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Donaufeld die Schlagzahl deutlich. Die Gastgeber ließen Ball und Gegner laufen, mussten gegen die kompakte Defensive von Elektra jedoch geduldig bleiben. Der verdiente Ausgleich fiel schließlich in der 65. Minute: Nach einem Fehler von Elektra-Schlussmann nutzte Mario Mandl die Gelegenheit eiskalt und stellte auf 2:2.
Nur wenige Minuten später war die Partie endgültig gedreht. Erneut war Marvin Zwickl entscheidend beteiligt, als er mit einem Lauf in die Tiefe die Abwehr auseinanderzog und den Ball ideal zur Mitte spielte. Luca Dellantonio musste nur noch einschieben und sorgte für das 3:2.
Donaufeld blieb weiter am Drücker und ließ die Gäste kaum noch zur Entfaltung kommen. In der Schlussphase setzte sich Zwickl auf der rechten Seite energisch durch, ein Pressball landete bei Ilija Petkovic, der aus kurzer Distanz auf 4:2 stellte. Kurz vor dem Ende krönte Donaufeld den starken Auftritt beinahe noch mit einem weiteren Treffer, doch es blieb beim Zwei-Tore-Vorsprung.
Geduld wird belohnt
Über weite Strecken lief Donaufeld gegen eine regelrechte Abwehrmauer an. Elektra konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Defensive und Umschaltsituationen, zeigte sich dabei vor dem Tor allerdings äußerst effizient. Die Hausherren ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, erspielten sich deutlich mehr Chancen und wurden für ihren hohen Aufwand letztlich belohnt.
Auch wenn die Leistung nicht ganz an jene der Vorwoche heranreichte, überzeugte Donaufeld einmal mehr mit Einsatz, Geduld und Mentalität. Aufgrund der klaren Feldüberlegenheit und des deutlichen Chancenplus war der 4:2-Erfolg am Ende absolut verdient.
Stimme zum Spiel:
Werner Gössinger (Sportl. Leiter SR Donaufeld):
„Wir wussten, dass uns mit TWL Elektra ein Gegner erwartet, der sehr tief verteidigt und sein Spiel vor allem auf Umschaltmomente und Konter ausrichtet. Das frühe 0:1 ist aus unserer Sicht aus einer unglücklichen Situation entstanden. Danach wurde die Aufgabe natürlich noch schwieriger, weil sich Elektra noch weiter zurückziehen konnte. Wir haben es in einigen Phasen nicht geschafft, sie so zu bespielen, wie wir uns das vorgenommen hatten.
Trotzdem hat die Mannschaft die Partie insgesamt gut angenommen. Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, war es ein hochverdienter Sieg. Elektra hatte im Prinzip zwei Chancen und hat daraus zwei Tore gemacht, während wir uns deutlich mehr Möglichkeiten erarbeitet haben. Solche Spiele sind oft besonders schwierig, weil man über 90 Minuten gegen eine kompakte Defensive anlaufen muss. Gegen spielstarke Mannschaften tun wir uns manchmal sogar leichter, weil dort mehr Räume entstehen. Gegen solche Gegner musst du immer wieder den einen Schritt mehr machen und geduldig bleiben.
Natürlich war die Leistung nicht mit jener aus der Vorwoche vergleichbar, aber die Voraussetzungen waren diesmal auch völlig andere. Eines kann ich meiner Mannschaft aber keinesfalls absprechen: den Willen. Die Spieler haben bis zum Schluss alles investiert und sich am Ende für ihren Aufwand verdient belohnt. Deshalb möchte ich der Mannschaft auch ein großes Kompliment aussprechen.“
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