Die SV Gloggnitz zeigte in der Regionalliga Ost Freitagabend Nehmerqualitäten. Trotz eines frühen Rückstands setzte sich der Meister mit 3:1 gegen die SPG Krems/Getzersdorf durch. Innerhalb von nur sechs Minuten verwandelten Antonin Svoboda, Deni Alar und Gerald Peinsipp das 0:1 in einen Heimerfolg.
Die Partie begann aus Sicht der Gastgeber denkbar ungünstig. Bereits in der 9. Minute nutzte Burak Yilmaz eine der wenigen Kremser Möglichkeiten und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Gloggnitz ließ sich vom frühen Rückstand zwar nicht aus dem Konzept bringen und übernahm zunehmend die Kontrolle, im letzten Drittel fehlte jedoch zunächst die nötige Präzision.
Die Sportvereinigung arbeitete am Ausgleich und kam auch zu ihren Möglichkeiten, scheiterte aber wiederholt am aufmerksamen Kremser Schlussmann. Dieser hielt die knappe Führung der Gäste mit mehreren Paraden fest. So ging es trotz spielerischer Vorteile der Gloggnitzer mit einem 0:1 in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel benötigten die Gastgeber nur wenige Minuten, um das Spiel vollständig zu drehen. In der 48. Minute verwertete Antonin Svoboda einen Eckball zum verdienten Ausgleich. Dieser Treffer wirkte wie der erhoffte Dosenöffner: Nur drei Minuten später vollendete Deni Alar einen schnellen Gegenstoß und brachte Gloggnitz erstmals in Führung.
Damit war der Offensivdrang der Gastgeber noch nicht beendet. Gerald Peinsipp legte in der 54. Minute nach einer weiteren Standardsituation das 3:1 nach. Innerhalb von nur sechs Minuten hatte die Sportvereinigung aus einem Pausenrückstand einen komfortablen Vorsprung gemacht und der Begegnung eine komplette Wende gegeben.
Die Kremser erholten sich von diesem Gloggnitzer Dreifachschlag nicht mehr. Die Gastgeber kontrollierten das Geschehen und erspielten sich in der Schlussphase weitere Möglichkeiten, um das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten.
In der 90. Minute verhinderte der Kremser Torhüter mit einer starken Parade den vierten Gegentreffer. Am verdienten 3:1-Erfolg des SV Gloggnitz änderte das nichts mehr. Nach einer schwierigen ersten Hälfte unterstrich die Sportvereinigung mit ihrer furiosen Reaktion nach der Pause eindrucksvoll ihre Qualität.
Für die Hausherren war es nach dem 2:0 bei Aufsteiger Mattersburg am letzten Wochenende, der zweite Sieg im zweiten Spiel. Die Kremser rund um Neo-Coach Stefan Maierhofer warten auf einen solchen noch.
Stimme zum Spiel:
Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz):
„Wir waren bereits in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und haben unsere Möglichkeiten wirklich gut herausgespielt, uns aber nicht mit einem Treffer belohnt. Krems ist dagegen praktisch mit dem ersten Abschluss in Führung gegangen. In der Pause haben wir einige Dinge angepasst. Danach haben wir die Räume besser besetzt, konsequenter über die Seiten gespielt und insgesamt noch mehr Zugriff auf die Partie bekommen. Dass uns unmittelbar nach dem Seitenwechsel nach einem Eckball der Ausgleich gelungen ist, hat uns natürlich zusätzlich geholfen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, weil die Mannschaft gegen einen hochkarätigen Gegner eine hervorragende Leistung und einen wirklich starken Auftritt gezeigt hat.“