Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, hoher Laufbereitschaft und einem klaren Plan hat der SR Donaufeld auch sein zweites Saisonspiel in der Regionalliga Ost gewonnen. Die Floridsdorfer setzten sich beim FCM Traiskirchen mit 1:0 durch. Ein von Stogiannidis erzwungenes Eigentor von Elias Felber brachte die Gäste bereits in der achten Minute auf die Siegerstraße.
Donaufeld begann aufmerksam und nutzte bereits früh einen gelungenen Angriff über die rechte Seite. Nach einem starken Seitenwechsel setzte sich Stogiannidis gegen seinen Gegenspieler durch und brachte den Ball scharf in die Mitte. Dort konnte Traiskirchens Elias Felber nicht mehr rechtzeitig reagieren und beförderte die Hereingabe zum 0:1 ins eigene Tor.
Die frühe Führung spielte den Gästen in die Karten, war aber keineswegs das Produkt eines zufälligen Missgeschicks. Donaufeld hatte den Treffer mit einem schnellen Spielzug über die Außenbahn zielstrebig vorbereitet und suchte auch danach immer wieder über die Seiten den Weg nach vorne. Die anschließenden Stanglpässe fanden allerdings noch zu selten einen Abnehmer oder gerieten nicht präzise genug.
Dadurch verpassten es die Floridsdorfer, noch vor der Pause den zweiten Treffer nachzulegen und für klarere Verhältnisse zu sorgen. Die Möglichkeiten dafür waren vorhanden, bei der letzten Aktion fehlte jedoch wiederholt die notwendige Genauigkeit.
Traiskirchen bestätigte seine spielerische Qualität und versuchte, die Situationen mit einem gepflegten Passspiel zu lösen. Donaufeld war auf diese Spielanlage allerdings bestens vorbereitet. Die Gäste attackierten früh, blieben eng an ihren Gegenspielern und nahmen den Hausherren damit einen Großteil ihrer Spielfreude.
Der Erfolg dieses Plans beruhte vor allem auf der mannschaftlichen Geschlossenheit. Jeder Donaufelder war bereit, zusätzliche Wege zu machen und auch jene Meter zu absolvieren, die nicht unmittelbar mit einem Ballgewinn belohnt wurden. So gelang es, die Traiskirchner Kombinationen meist vom eigenen Strafraum fernzuhalten.
Obwohl die Hausherren ihre technische Qualität immer wieder andeuteten, kamen sie nur äußerst selten gefährlich nach vorne. Mehr als ein bis zwei ernsthafte Möglichkeiten ließ die kompakte Donaufelder Mannschaft über die gesamte Spielzeit kaum zu. Nach Ballgewinnen schalteten die Gäste zudem schnell um und blieben dadurch selbst gefährlich.
Traiskirchen bemühte sich nach dem Seitenwechsel, mehr Druck aufzubauen und den knappen Rückstand zu korrigieren. Donaufeld hielt jedoch weiterhin geschlossen dagegen und verteidigte mit großer Disziplin. In der 68. Minute wurde die Aufgabe für die Gastgeber zusätzlich erschwert, als Raphael Schuster die Gelb-Rote Karte sah.
In Überzahl kontrollierten die Gäste die Begegnung, ohne den entscheidenden zweiten Treffer nachlegen zu können. Dadurch blieb das Ergebnis bis zum Schluss offen. Die Floridsdorfer ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, hielten an ihrer kompakten Spielweise fest und brachten den knappen Vorsprung konsequent über die Zeit.
Der Sieg war angesichts der größeren Möglichkeiten und der defensiven Stabilität verdient. Gleichzeitig verlangte Traiskirchen den Gästen mit seinem hochwertigen Passspiel und der großen Einsatzbereitschaft einiges ab. Umso bemerkenswerter war die Konsequenz, mit der Donaufeld den spielerisch starken Gegner weitgehend neutralisierte.
Nach dem 2:1-Auftakterfolg gegen den SV Horn hält der SR Donaufeld damit bei sechs Punkten aus zwei Begegnungen.