Der SV Horn hat in der fünften Runde der Regionalliga Ost einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Bei der SPG Krems/Getzersdorf setzten sich die Waldviertler mit 1:0 durch und bewiesen dabei vor allem Kampfgeist und defensive Widerstandsfähigkeit. Nach einer druckvollen Kremser Anfangsphase kämpften sich die Gäste zunehmend in die Begegnung und gingen durch einen sehenswert herausgespielten Treffer von Alexander Leidinger noch vor der Pause in Führung. Auch eine Gelb-Rote Karte gegen die Hausherren machte die Aufgabe im zweiten Durchgang keineswegs zum Selbstläufer – Krems kam noch einmal auf, doch Horn hielt dagegen und konnte sich in den entscheidenden Momenten auch auf Torhüter Mathias Gindl verlassen.

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Die Gastgeber erwischten zunächst den besseren Start. Krems setzte Horn früh unter Druck, zeigte viel Präsenz und zwang die Gäste dazu, sich regelrecht in die Begegnung hineinzukämpfen. Wirklich zwingende Torchancen entstanden aus dieser anfänglichen Überlegenheit allerdings nicht.
Mit zunehmender Spieldauer fand Horn besser zu seinem Spiel. Die Waldviertler bekamen mehr Zugriff, hielten in den Zweikämpfen dagegen und schafften es immer häufiger, sich aus dem Kremser Druck zu lösen. Gerade angesichts der aktuell dünnen Personaldecke in der Offensive war dabei einmal mehr Variabilität gefragt.
Wie gut das funktionieren kann, zeigte sich in der 40. Minute. Ein technisch starker Angriff wurde mit der Ferse auf den nach vorne mitgegangenen Außenverteidiger weitergeleitet, ehe Alexander Leidinger die Aktion mit dem Treffer zum 1:0 veredelte. Ein hervorragend herausgespieltes Tor, das den Gästen in einer bis dahin engen Partie die Führung bescherte.
Krems fand vor der Pause lediglich nach einem Standard noch einmal eine gefährlichere Situation vor. Ansonsten verteidigte Horn konzentriert und brachte den knappen Vorsprung ohne größere Probleme in die Kabine.
Die Ausgangslage veränderte sich bereits zehn Minuten nach Wiederbeginn grundlegend. Andree Neumayer sah in der 55. Minute Gelb-Rot, Krems musste fortan in Unterzahl agieren. Wer nun allerdings mit einer souveränen Verwaltung des Horner Vorsprungs gerechnet hatte, sah sich getäuscht.
Zunächst hatten die Gäste sogar Möglichkeiten, die Begegnung frühzeitig zu entscheiden. Unter anderem landete ein Abschluss an der Latte, auch der junge Severin Michel kam zu einer guten Gelegenheit. Das erlösende zweite Tor wollte jedoch nicht fallen.
Und so blieb Krems im Spiel. Die Gastgeber warfen trotz Unterzahl noch einmal alles nach vorne und kamen im weiteren Verlauf selbst zu Möglichkeiten. Horn reagierte mit Wechseln, musste in der Schlussphase aber noch einmal viel investieren, um den Vorsprung zu verteidigen.
In dieser Phase zeigte sich auch, warum Mathias Gindl für die Horner ein wichtiger Rückhalt ist. Als Krems doch noch gefährlich durchkam, war der Schlussmann mit einer starken Parade zur Stelle und verhinderte den späten Ausgleich.
Damit brachte Horn das knappe 1:0 schließlich über die Ziellinie. Es war kein Auswärtserfolg, der den Waldviertlern über die gesamten 90 Minuten leicht von der Hand ging. Vielmehr mussten sie sich nach schwierigen Anfangsminuten in die Partie hineinarbeiten und selbst in Überzahl bis zum Schluss um die drei Punkte kämpfen.
Gerade deshalb dürfte der Erfolg besonders wertvoll sein. Ein sehenswert herausgespielter Treffer, viel defensive Arbeit und ein starker Gindl im entscheidenden Moment reichten am Ende, um aus Krems die volle Punkteausbeute mitzunehmen.
Stefan Hirczy (Trainer SV Horn):„Das war heute definitiv ein Sieg des Willens. Wir müssen vorher eigentlich das 2:0 machen und die Partie damit früher entscheiden. So haben wir Krems noch einmal ins Spiel kommen lassen und können vor allem mit den letzten 30 Minuten nicht zufrieden sein. Wir tun uns momentan einfach schwer, unsere Möglichkeiten konsequent zu verwerten. Auf der anderen Seite steht jetzt aber bereits zum dritten Mal im fünften Saisonspiel die Null – das zeigt, dass wir defensiv sehr stabil arbeiten. In der Vorwoche haben wir aus meiner Sicht zwei Punkte hergeschenkt, diesmal haben wir uns diese Punkte wieder zurückgeholt. Gerade für unsere junge Mannschaft ist so ein Sieg brutal wichtig. Viel Zeit zum Genießen bleibt ohnehin nicht, denn am Dienstag wartet mit Parndorf schon die nächste Aufgabe – und die wird um nichts leichter.“