Der SV Horn hat nach zuletzt zwei Niederlagen wieder angeschrieben. Beim SV Gloggnitz erwischten die Waldviertler zwar einen denkbar ungünstigen Start, ließen sich vom frühen Rückstand aber nicht aus der Ruhe bringen und drehten die Begegnung noch zu einem verdienten 3:1-Auswärtserfolg. Ein Stangenschuss von Benjamin Budimir wirkte dabei wie ein Weckruf für die zunächst noch wenig zwingenden Gäste. Danach erhöhte Horn den Druck, kam unmittelbar vor der Pause zum Ausgleich und präsentierte sich im zweiten Durchgang deutlich abgeklärter. Simon Widor und Zoran Ivanics machten die Wende schließlich perfekt.

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Horn musste einmal mehr einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Bereits in der siebten Minute brachte eine Standardsituation die Hausherren in Führung. Nach einem Eckball entstand im Strafraum eine unübersichtliche Szene, in der die Horner Defensive den Ball nicht entscheidend klären konnte. Josef Pross nutzte das Durcheinander und stellte auf 1:0.
Gloggnitz hatte damit früh jene Ausgangslage, die der eigenen Spielweise entgegenkam. Die Hausherren standen kompakt, überließen Horn bewusst längere Ballbesitzphasen und lauerten darauf, nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Die Gäste hatten dadurch zwar mehr vom Spielgerät, wussten damit zunächst aber noch zu wenig anzufangen.
Es dauerte einige Zeit, bis Horn tatsächlich gefährlich wurde. Dann meldete sich Benjamin Budimir mit Nachdruck an. Sein Abschluss klatschte an die Stange – und sollte gewissermaßen den Startschuss für die stärkste Phase der Gäste vor der Pause darstellen.
Horn erhöhte nun die Intensität, spielte zielstrebiger nach vorne und drängte Gloggnitz zunehmend zurück. Die Hausherren hatten die Gäste mit ihrer Spielweise lange am Leben gelassen, nun wurde der Druck immer größer.
In der 44. Minute folgte schließlich der verdiente Ausgleich. Horn kombinierte sich über die linke Seite nach vorne und brachte den Ball mit einem scharfen Stanglpass in die gefährliche Zone. Dort war Flavio Dos Santos Dias zur Stelle und sorgte mit dem 1:1 für einen aus Horner Sicht wichtigen Treffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel.
Nach der Pause präsentierten sich die Waldviertler wesentlich abgeklärter. Horn hatte nun nicht nur mehr Ballbesitz, sondern fand auch zunehmend die richtigen Lösungen gegen die kompakte Gloggnitzer Defensive.
Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten. In der 54. Minute kam Simon Widor zum Abschluss und platzierte den Ball ins lange Eck. Nach dem frühen Rückschlag hatte Horn die Begegnung damit innerhalb von zehn Spielminuten endgültig auf seine Seite gezogen.
Für Gloggnitz änderte sich nun zwangsläufig die Ausgangslage. Die Hausherren konnten sich nicht mehr ausschließlich auf ihre kompakte Defensive konzentrieren, mussten weiter nach vorne schieben und zunehmend Risiko nehmen.
Horn ließ sich davon allerdings nicht aus der Ordnung bringen. Die Gäste verteidigten konzentriert und warteten geduldig auf jene Räume, die sich mit der offensiveren Ausrichtung der Gloggnitzer zwangsläufig ergeben würden. Zwar wurde die Partie dadurch offener, wirklich zwingend kamen die Hausherren aber kaum vor das Horner Tor.
In der 75. Minute nutzten die Gäste schließlich einen der entstandenen Räume zur Entscheidung. Gloggnitz hatte weit aufgerückt, Horn gewann den Ball und schaltete schnell um. Der Konter wurde konsequent ausgespielt und Zoran Ivanics vollendete zum 3:1.
Damit war der Widerstand der Hausherren weitgehend gebrochen. Gloggnitz versuchte zwar noch einmal, Druck aufzubauen, fand gegen die gut organisierte Horner Defensive aber keine entscheidenden Lösungen mehr.
So stand am Ende ein verdienter 3:1-Auswärtssieg des SV Horn, der vor allem aufgrund der Reaktion auf die schwierige Anfangsphase überzeugte.
Stimme zum Spiel:
Stefan Hirczy (Trainer SV Horn):