Der FC Marchfeld Donauauen hat seine starke Frühform auch im Spitzenspiel beim FCM Traiskirchen eindrucksvoll bestätigt. Die Gäste setzten sich mit 3:1 durch und überzeugten dabei nicht nur mit ihrer offensiven Qualität, sondern vor allem mit einer enorm geschlossenen Mannschaftsleistung gegen den Ball. Traiskirchen brachte zwar reichlich individuelle Klasse auf den Platz, kam gegen die konsequent arbeitende Marchfelder Defensive aber kaum zur Entfaltung. Als die Hausherren nach der Pause noch einmal Hoffnung schöpften, folgte zudem die perfekte Antwort praktisch im Gegenzug.

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Das Duell hielt von Beginn an, was die Ausgangslage versprochen hatte. Zwei qualitativ stark besetzte Mannschaften trafen aufeinander, doch Marchfeld gelang es deutlich besser, dem Spitzenspiel seinen Stempel aufzudrücken. Die Gäste arbeiteten aggressiv gegen den Ball, entschieden wichtige defensive Zweikämpfe für sich und waren gleichzeitig bereit, nach Ballgewinnen schnell und zielstrebig nach vorne zu spielen.
Der perfekte Start gelang bereits in der fünften Minute. Mateo Zetic wurde auf der Seite in Szene gesetzt, zog in Richtung Tor und setzte seinen Abschluss präzise ins lange Eck. Die frühe 1:0-Führung spielte Marchfeld zusätzlich in die Karten.
Traiskirchen versuchte anschließend, mit seiner spielerischen Qualität Antworten zu finden, biss sich an der hervorragend organisierten Defensive der Gäste aber immer wieder die Zähne aus. Marchfeld arbeitete von der ersten bis zur letzten Reihe geschlossen gegen den Ball und ließ die gefährliche Offensive der Hausherren kaum zur Entfaltung kommen.
Gleichzeitig beschränkten sich die Gäste keineswegs auf das Verteidigen. Sobald sich Räume boten, ging es mit Tempo nach vorne – und nach 28 Minuten führte einer dieser Angriffe zum zweiten Treffer. Florian Freissegger brach über die rechte Seite durch und spielte den Ball von der Grundlinie gefährlich ins Zentrum. Dort war David Oroshi zur Stelle und erhöhte auf 2:0.
Auch darüber hinaus boten sich Marchfeld Möglichkeiten, den Vorsprung weiter auszubauen. Die Zwei-Tore-Führung zur Pause war deshalb Ausdruck einer starken ersten Hälfte, in der die Gäste ihren Matchplan über weite Strecken hervorragend umsetzten.
Nach dem Seitenwechsel war klar, dass Traiskirchen mehr riskieren musste. Marchfeld blieb jedoch konsequent, gewann weiterhin zahlreiche entscheidende Duelle und ließ die Hausherren trotz deren offensiver Qualität kaum gefährlich werden.
In der 55. Minute gelang Traiskirchen dennoch der Anschlusstreffer. Philipp Hosiner brachte die Hausherren auf 1:2 heran und sorgte damit zumindest kurzzeitig wieder für Spannung.
Doch Marchfeld ließ überhaupt keine Zweifel aufkommen.
Praktisch postwendend spielten sich die Gäste mit mehreren schnellen Ballstafetten durch die Traiskirchener Reihen. Am Ende der Kombination kam Dobrica Tegeltija zum Abschluss und jagte den Ball sehenswert ins Kreuzeck. Nur eine Minute nach dem 1:2 war der alte Abstand wiederhergestellt – eine ebenso spielerisch starke wie mental beeindruckende Reaktion.
Das schnelle 3:1 nahm den Hausherren viel von ihrem gerade erst gewonnenen Schwung. Traiskirchen versuchte weiterhin, Druck zu entwickeln, fand gegen die kompakte und zweikampfstarke Marchfelder Mannschaft aber kaum Lösungen. Gerade angesichts der offensiven Qualität der Hausherren war bemerkenswert, wie wenig die Gäste tatsächlich zuließen.
Marchfeld überzeugte dabei als Kollektiv. Die Offensivspieler arbeiteten konsequent mit, dahinter wurden die Räume geschlossen und in der letzten Linie die entscheidenden Duelle gewonnen. Gleichzeitig blieben die Gäste bei ihren eigenen Angriffen gefährlich und hätten den Vorsprung bei konsequenterer Chancenverwertung sogar noch ausbauen können.
Am Ende stand ein verdienter 3:1-Auswärtssieg in einem mit viel Qualität geführten Spitzenspiel.
Stimme zum Spiel:
Michael Ettenauer (Sportlicher Leiter FC Marchfeld Donauauen):
„Das war absolut das erwartete Spitzenspiel mit richtig viel Qualität auf beiden Seiten. Umso mehr freut es uns, wie die Mannschaft über weite Strecken das umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten. Vor allem die Arbeit gegen den Ball, die defensiven Zweikämpfe und unsere Mentalität waren von vorne bis hinten enorm stark. Gegen eine Mannschaft mit dieser offensiven Qualität so wenig zuzulassen, spricht für unsere Leistung. Gleichzeitig hatten wir selbst genügend Möglichkeiten, um sogar noch mehr Tore zu erzielen. Besonders wichtig war für mich auch unsere Reaktion auf den Anschlusstreffer. Wir haben sofort weitergemacht, spielen uns mit starken Ballstafetten nach vorne und stellen praktisch postwendend auf 3:1. Das zeigt, welches Selbstvertrauen momentan in der Mannschaft steckt. Entscheidend ist jetzt, dass wir Woche für Woche unser Spiel auf den Platz bringen. Wenn uns das gelingt, wird es für jede Mannschaft enorm schwer, gegen uns zu bestehen.“