Der SV Oberwart hat nach zwei Niederlagen in Folge die passende Reaktion gezeigt und sich im Heimspiel gegen den SC/ESV Parndorf mit 3:1 durchgesetzt. Dabei gehörte die Anfangsphase klar den Gästen, die nach zwölf Minuten sogar die große Möglichkeit zur Führung vom Elfmeterpunkt liegen ließen. Oberwart arbeitete sich anschließend immer besser in die Begegnung und ging nach einem Eckball durch Nermin Bajraktarevic in Führung. Parndorf antwortete noch vor der Pause verdient durch einen sehenswerten Treffer von Christian Bubalovic. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie erneut: Ein von Parndorf selbst verschuldeter Strafstoß brachte Oberwart auf Kurs, ehe die Hausherren einen späten Konter zur Entscheidung nutzten.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Gäste erwischten den wesentlich besseren Start. Parndorf bestimmte die Anfangsphase, hatte guten Zugriff auf die Partie und ließ Oberwart zunächst kaum zur Entfaltung kommen. Bereits nach zwölf Minuten bot sich die große Gelegenheit, diese Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel sichtbar zu machen.
Nach einem Foul entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für Parndorf. Die Burgenländer konnten die frühe Chance vom Punkt allerdings nicht verwerten – und ließen Oberwart damit im Spiel.
Die vergebene Möglichkeit hinterließ Wirkung. Oberwart fand nun zunehmend besser in die Begegnung, während Parndorf nicht mehr jene Kontrolle aus den ersten Minuten ausstrahlte. Die Hausherren wurden mutiger und stellten die Gäste zunehmend vor Probleme.
In der 24. Minute schlug Oberwart schließlich nach einem Eckball zu. Nermin Bajraktarevic setzte sich im Strafraum durch und beförderte den Ball mit dem Bauch zum 1:0 über die Linie. Ausgerechnet nach der starken Parndorfer Anfangsphase lagen damit plötzlich die Hausherren vorne.
Parndorf ließ sich vom Rückstand allerdings nicht aus der Bahn werfen. Die Gäste fanden wieder besseren Zugriff und arbeiteten am Ausgleich, der aufgrund der insgesamt starken ersten Hälfte keineswegs unverdient gewesen wäre.
In der 35. Minute war es schließlich so weit – und Christian Bubalovic sorgte dabei für ein echtes Ausrufezeichen. Mit einem starken Schuss ließ er dem Oberwarter Schlussmann keine Chance und stellte auf 1:1.
Damit war die Partie zur Pause wieder völlig offen. Parndorf konnte sich zwar darüber ärgern, aus der klaren Überlegenheit zu Beginn und dem frühen Elfmeter nicht mehr Kapital geschlagen zu haben, hatte sich mit dem Ausgleich aber zumindest für eine gute erste Hälfte belohnt.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es erneut nicht lange, ehe eine Strafraumszene die Richtung der Partie veränderte. Diesmal verursachte Parndorf selbst einen Elfmeter und brachte Oberwart damit die große Möglichkeit zur erneuten Führung.
Lukas Ried übernahm in der 52. Minute die Verantwortung und verwertete den Strafstoß zum 2:1.
Parndorf war nun gefordert und versuchte, die Partie mit mehr Offensivdrang wieder zu drehen. Die Gäste waren durchaus aktiv, agierten in ihren Angriffen aber nicht mehr mit jener Klarheit, die sie noch über weite Strecken der ersten Hälfte ausgezeichnet hatte.
Das lag auch an Oberwart. Die Hausherren verteidigten ihren Vorsprung konsequent, hielten die gefährlichen Räume geschlossen und ließen Parndorf kaum zu klaren Abschlüssen kommen. Die größte Gelegenheit auf den neuerlichen Ausgleich bot sich den Gästen in der Schlussphase mit einem Kopfball, der jedoch über das Tor ging.
Je näher der Schlusspfiff rückte, desto mehr musste Parndorf seine defensive Ordnung aufgeben. Oberwart bekam dadurch Räume für schnelle Gegenangriffe – und nutzte einen davon zur endgültigen Entscheidung.
In der 87. Minute schalteten die Hausherren nach einem Ballgewinn schnell um. Marc Kögl vollendete den Konter zum 3:1 und nahm Parndorf damit die letzte Hoffnung auf einen Punktgewinn.
Stimme zum Spiel:
Paul Hafner (Trainer SC/ESV Parndorf):
„Wir waren in der ersten Halbzeit für mich klar die bessere Mannschaft und sind richtig gut in die Partie gekommen. Oberwart war zu Beginn eigentlich überhaupt nicht im Spiel und wir haben nach zwölf Minuten mit dem Elfmeter die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Den vergeben wir leider und danach ist Oberwart besser geworden, während wir etwas Probleme bekommen haben. Das 0:1 fällt dann nach einer Ecke, trotzdem haben wir weitergemacht und uns mit einem wirklich starken Treffer verdient den Ausgleich geholt. Nach der Pause verursachen wir den Elfmeter zum 1:2 leider selbst. Danach waren wir zwar bemüht und haben versucht, wieder Druck aufzubauen, aber wir haben unsere Angriffe nicht mehr so sauber ausgespielt. Oberwart hat das auch sehr gut und konsequent verteidigt. In der Schlussphase haben wir noch die Kopfballchance auf den Ausgleich, müssen dann natürlich immer mehr aufmachen und bekommen aus einem Konter das 1:3. Das Ergebnis ist am Ende deutlicher, als es der Spielverlauf aus meiner Sicht war. Vor allem aus unserer ersten Halbzeit hätten wir uns mehr mitnehmen müssen.“