Der FCM Traiskirchen hat eine erfolgreiche englische Woche mit dem nächsten Sieg abgeschlossen. Nur drei Tage nach dem wichtigen 2:0-Erfolg im Nachtragsspiel bei Krems setzte sich die Mannschaft von Jürgen Halper beim SV Horn mit 4:3 durch. Dabei sah zunächst alles nach einer äußerst souveränen Angelegenheit aus: Maximilian Sax und Philipp Hosiner schnürten jeweils einen Doppelpack und sorgten für eine komfortable 4:0-Führung. Danach verlor Traiskirchen allerdings die Spannung und ließ Horn innerhalb weniger Minuten auf 3:4 herankommen. Trotz der turbulenten Schlussphase geriet der Auswärtssieg aus Sicht der Gäste letztlich nicht mehr ernsthaft in Gefahr.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Traiskirchen ging mit reichlich Selbstvertrauen in die Begegnung. Der 2:0-Erfolg in Krems unter der Woche hatte nicht nur wichtige Punkte gebracht, sondern der Mannschaft nach den turbulenten vergangenen Wochen auch mental gutgetan. In Horn zeigte sich früh, welches Potenzial in der Traiskirchner Offensive steckt.
Nach 16 Minuten eröffnete Maximilian Sax den Torreigen und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Mit dem Vorsprung im Rücken wurde Traiskirchen immer stärker und erspielte sich weitere Möglichkeiten. Teilweise versuchte es die Mannschaft beinahe schon zu spektakulär, doch die spielerische Überlegenheit war in dieser Phase deutlich zu erkennen.
In der 26. Minute erhöhte Philipp Hosiner auf 2:0. Traiskirchen kontrollierte die Begegnung und ließ Horn nur schwer zur Entfaltung kommen. Mit dem verdienten Zwei-Tore-Vorsprung ging es schließlich in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Traiskirchen blieb gefährlich und legte nach etwas mehr als einer Stunde den dritten Treffer nach. Erneut war Sax zur Stelle und schnürte in der 62. Minute seinen Doppelpack. Als Hosiner neun Minuten später ebenfalls zum zweiten Mal traf und auf 4:0 stellte, schien die Partie endgültig entschieden.
Doch gerade die vermeintlich komfortable Führung wurde für Traiskirchen zum Problem. Die Gäste wurden nachlässiger, verloren ihre zuvor vorhandene Kompaktheit und gestatteten Horn plötzlich Räume.
Nur zwei Minuten nach dem 4:0 verkürzte David Budimir mit einem Distanzschuss. In der 78. Minute folgte durch ein Eigentor von Yannick Paul Maierhofer das 2:4 – und plötzlich entwickelte sich aus einer einseitigen Begegnung doch noch eine spannende Schlussphase.
Traiskirchen hatte angesichts der englischen Woche mittlerweile auch personell gewechselt. Gleichzeitig zeigte sich, wie schwierig es ist, nach einer vermeintlichen Vorentscheidung den Schalter wieder umzulegen. Horn nutzte diese Phase konsequent und kam durch Severin Michel in der 81. Minute sogar auf 3:4 heran.
Mehr ließen die Gäste allerdings nicht zu. Traiskirchen brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte sich nach einer über weite Strecken starken Vorstellung über weitere drei Punkte freuen.
Stimme zum Spiel:
Jürgen Halper (Trainer FCM Traiskirchen):
„Das war für uns eine sehr erfolgreiche Woche. Der 2:0-Sieg am Dienstag in Krems war gerade für den Kopf enorm wichtig und heute haben wir den nächsten Dreier nachgelegt. Als wir in Führung waren, hat man gesehen, wie stark wir sein können. Wir hatten etliche Chancen und wollten es teilweise schon ein bisschen zu sehr Hollywood spielen – aber das passt auch, weil es zeigt, mit welchem Selbstvertrauen wir momentan auftreten. Nach dem 4:0 sind wir dann leider nachlässig geworden und haben die Spannung verloren. Wenn das einmal passiert, ist es unglaublich schwierig, den Schalter wieder umzulegen. Wir haben aufgrund der englischen Woche auch gewechselt und leider nicht mehr richtig in unsere Ordnung gefunden. Trotzdem hatte ich eigentlich nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel noch verlieren. Wir haben jetzt drei unserer letzten vier Spiele gewonnen und entwickeln uns in die richtige Richtung. Unser großes Manko bleiben die vielen Gegentore. Wir konnten speziell in der Viererkette kaum einmal zwei Spiele hintereinander mit derselben Mannschaft bestreiten, trotzdem müssen wir unsere Zweikämpfe intensiver führen und über 90 Minuten kompakter bleiben. Daran müssen wir arbeiten. Wichtig ist aber, dass wir uns gegenseitig pushen und als Mannschaft immer enger zusammenrücken.“