SR Donaufeld erwischte in Scheiblingkirchen den besseren Start und durfte zweimal über die Führung jubeln. Am Ende reichte es für die Wiener aber nur zu einem 2:2. Aris Stogiannidis avancierte mit seinem Doppelpack zum auffälligsten Akteur der Gäste, doch die Hausherren bewiesen Moral und kamen nach jedem Rückstand zurück.

Donaufeld benötigte gerade einmal drei Minuten, um erstmals zuzuschlagen. Aris Stogiannidis setzte sich in Szene und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. In der Anfangsphase hatte die Elf aus Wien das Spiel weitgehend im Griff und ließ Scheiblingkirchen nur schwer zur Entfaltung kommen.
Die Gastgeber fanden jedoch zunehmend besser in die Partie. Nach einer guten Möglichkeit von Mehmedali auf Seiten der Scheiblingkirchner war es schließlich Gregor Simandl, der in der 30. Minute für den Ausgleich sorgte. Nach einem Freistoß stieg Simandl am höchsten und köpfte zum 1:1 ein.
Die Antwort der Gäste ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur neun Minuten später war erneut Stogiannidis zur Stelle. Der Donaufeld-Angreifer schnürte seinen Doppelpack und stellte noch vor der Pause auf 2:1.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hausherren deutlich entschlossener. Scheiblingkirchen erhöhte den Druck und wurde bereits in der 52. Minute belohnt: Fabian Kürner traf zum 2:2 und stellte die Partie wieder auf null.
Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften wollten mehr als einen Punkt und kamen auch zu Möglichkeiten. Donaufeld hatte durch Philipp Schneider in der 64. Minute eine gute Gelegenheit, erneut in Führung zu gehen, konnte diese aber nicht nutzen.
Auch Scheiblingkirchen drängte in der Schlussphase nochmals auf den Sieg. Der entscheidende Treffer wollte jedoch auf keiner Seite mehr fallen. So blieb es beim 2:2 – ein Ergebnis, mit dem vor allem die Hausherren nach zweimaligem Rückstand gut leben können, während Donaufeld der verpassten Führung wohl etwas nachtrauern wird.
Josef Michorl (Trainer Donaufeld): „Wenn man zweimal in Führung geht, ist es natürlich ärgerlich, am Ende nur einen Punkt mitzunehmen. Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben gerade in der ersten Halbzeit phasenweise richtig guten Fußball gezeigt. Nach dem 1:0 hatten wir das Spiel eigentlich unter Kontrolle, haben Scheiblingkirchen dann aber zurückkommen lassen. Nach dem 2:1 hätten wir das Spiel vielleicht schon früher entscheiden können. Nach der Pause ist Scheiblingkirchen mit viel Energie aus der Kabine gekommen und hat sich den Ausgleich verdient. Danach war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Wir hatten durch Schneider eine gute Möglichkeit, wieder in Führung zu gehen, haben sie aber nicht genutzt. Insgesamt ist das 2:2 wahrscheinlich ein gerechtes Ergebnis. Trotzdem fahren wir mit dem Gefühl nach Hause, dass heute mehr möglich gewesen wäre. Wir müssen aus solchen Spielen mitnehmen, dass wir nach einer Führung noch konsequenter und abgeklärter auftreten müssen. Es wird uns jedenfalls Woche für Woche vor Augen geführt, wie eng es heuer in der Liga zugeht. Daher entscheiden Details. Wir konnten leider das Momentum nicht wirklich nutzen. Das Ergebnis ist, denke ich, leistungsgerecht! Für uns gilt es jetzt, unsere Personalsituation in den Griff zu bekommen und parallel zu versuchen, Punkte zu sammeln, um den Anschluss nach oben aufrecht erhalten zu können“
Scheiblingkirchen-Warth: Franz-Ferdinand Eselböck - Alexander Sinabel, Adrian Cech, Michael Steiner (K), Gregor Simandl, Melvin Reichardt - Maximilian Sellinger, Eray Mehmedali, Fabian Kürner, Nico Kirner - Christoph Eisinger
Donaufeld: Mark Habetler, Oleksii Kovtun, Tunahan Mercan, Lukas Haselmayr, Marvin Zwickl, Luca Ruiss, Ilija Petkovic, Aris Stogiannidis, Philip Schneider (K), Armin Domuzeti, Patrick Puchegger