Der SC Wiener Viktoria hat in der Regionalliga Ost ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem souveränen 3:0-Heimsieg gegen den SV Wienerberg belohnte sich die Viktoria für eine konzentrierte und dominante Vorstellung. Von der ersten Minute an übernahmen die Hausherren das Kommando, spielten mit viel Druck nach vorne und ließen den Gästen kaum Raum, um ins Spiel zu finden.

Die Viktoria machte von Beginn an deutlich, wer an diesem Nachmittag den Ton angeben wollte. Mit hohem Tempo und viel Präsenz setzte die Mannschaft Wienerberg früh unter Druck. In der 31. Minute wurde dieser Einsatz erstmals belohnt – wenn auch mit etwas Glück: Christopher Schaller lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor und brachte die Hausherren damit mit 1:0 in Führung.
Anstatt sich zurückzulehnen, blieb die Viktoria weiter am Drücker. Die Mannschaft kombinierte gefällig, gewann viele Zweikämpfe und ließ den Gästen nur wenig Möglichkeiten, selbst gefährlich zu werden. Kurz vor dem Pausenpfiff folgte der nächste Treffer: In der 44. Minute erhöhte Fränz Sinner nach einer sehenswert herausgespielten Aktion auf 2:0.
Mit diesem komfortablen Vorsprung ging die Viktoria in die Kabine – und hatte bis dahin alles unter Kontrolle.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Die Viktoria blieb die aktivere Mannschaft und kontrollierte das Geschehen. Wienerberg versuchte zwar, zurück ins Spiel zu finden, fand gegen die kompakte Defensive der Gastgeber jedoch nur selten ein Durchkommen.
In der 68. Minute sorgte schließlich Janosch Barnabas Obertreis für die endgültige Entscheidung. Mit dem Treffer zum 3:0 war die Partie praktisch entschieden.
In der Schlussphase ließ die Viktoria nichts mehr anbrennen. Die Mannschaft spielte den Vorsprung routiniert über die Zeit und durfte sich am Ende über einen verdienten und überzeugenden Heimsieg freuen.
Am Ende stand ein klares 3:0 auf der Anzeigetafel – doch es war vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung, die den Unterschied machte. Die Viktoria präsentierte sich von Beginn an fokussiert, zweikampfstark und spielfreudig und ließ dem SV Wienerberg über weite Strecken kaum Möglichkeiten.
Dozhgar Kadir (Trainer Wiener Viktoria): "Wir wissen heute nicht, wie es morgen aussehen wird. Wir wissen nicht, ob wir Fünfter, Sechster, Zehnter oder Elfter sein werden. Aber wir versuchen, den heutigen Tag und diesen Moment so gut wie möglich zu genießen. Denn das Team hat sich diesen Moment verdient. Wir haben davor sehr viel gearbeitet und sehr viel geleistet. Was die Mannschaft heute geleistet hat – gerade gegen eine Mannschaft, die in der Tabelle weiter unten steht – ist im Fußball eine echte Überraschung. Denn wir wissen: Wenn man einen Gegner unterschätzt, dann spielt es keine Rolle, wie viel Qualität in der eigenen Mannschaft steckt. Wenn man in diesem Moment nicht hundertprozentige Einstellung, Professionalität und Einsatz auf den Platz bringt, kann es im Fußball immer eine böse Überraschung geben. Aber heute hat mein Team genau das gemacht, was es gegen so einen Gegner gebraucht hat. Ich bin unglaublich glücklich und unglaublich stolz auf dieses Team. In den letzten sechs Wochen haben wir vier Siege, ein Unentschieden geholt. Was gibt es in diesem Moment Schöneres? Dieser Erfolg gehört nicht nur der Mannschaft. Er gehört auch nicht nur dem Trainerteam. Allen Funktionären und allen Mitarbeitern im Verein – von der Kantine bis hin zu den vielen Menschen, die im Hintergrund arbeiten – gehört dieser Erfolg ebenfalls. Jeder, der bei Viktoria arbeitet, hat seinen Anteil daran. Das macht mich sehr glücklich. Jetzt geht es einfach darum, diesen Moment und das, was wir heute erreicht haben, zu genießen. Ein verdienter Sieg, drei geile Tore, drei wunderschöne Tore. Eine sehr gute Leistung und ein sehr guter Einsatz. Mehr kann ich eigentlich nicht sagen. Ich bin einfach megastolz."
Wiener Viktoria: Valerian Hüttner - Fränz Sinner, Philipp Knasmüllner (K), Adrian Koreimann, Noah Schindler - Taira Kayama, Cem Üstündag, Ali Sahintürk, Giuseppe Cribello, Emmanuel Kande - Deniz Pehlivan Ersatzspieler: Tomy Pejicic, Arthur Vozenilek, Connor Dostal, Janosch Barnabas Obertreis, Kenny Schincariol, Bough Kevin Guy Roland Bangai Trainer: Dozhghar Kadir
Wienerberg 1921: Michael Höfler, Matthias Schmid, Manuel Petrović, Christoph Hüttmair (K), Mustafa Güllü, Ibrahim Mohamed, Jawad Nabavi, Florian Schöberl, Mahmud Selim Imamoglu, Christopher Schaller, Mario Mandl Ersatzspieler: Nemanja Ivic, Fabio Weingartmann, Stefan Ziermann, Paul Semrau, Maximilian Schmid, Ayoub Ben Ammar Trainer: Rudolf Vogel