Spielberichte

Krems legt nach: 3:0-Sieg beim FavAC

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FavAC
SPG Krems/Getzersdorf

Die SPG Krems/Getzersdorf hat ihrem ersten Saisonsieg eindrucksvoll den nächsten Dreier folgen lassen. Eine Woche nach dem befreienden 3:1 gegen Oberwart setzten sich die Niederösterreicher beim FavAC mit 3:0 durch und bestätigten damit ihren klaren Aufwärtstrend. Ganz so eindeutig, wie es das Ergebnis vermuten lässt, verlief die Begegnung allerdings nicht über die gesamten 90 Minuten. Krems profitierte von einer frühen Führung, hatte danach auch eine schwierigere Phase zu überstehen und nahm zur Pause taktische Anpassungen vor. Im zweiten Durchgang präsentierten sich die Gäste dann äußerst abgeklärt, legten zwei weitere Treffer nach und belohnten sich mit dem ersten Zu-null-Sieg der noch jungen Saison.

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Starkl trifft sehenswert zur frühen Führung

Der Start verlief ganz nach dem Geschmack der Kremser. Bereits in der achten Minute führte ein Einwurf zur frühen Führung. Simon Temper verlängerte den Ball, dahinter kam Dominik Starkl zum Abschluss und jagte das Leder per Volley sehenswert ins Kreuzeck – ein technisch starker Treffer zum 1:0.

Die Führung tat den Gästen sichtbar gut. Krems zeigte zunächst jene spielerischen Qualitäten, die bereits in den vergangenen Wochen immer wieder aufgeblitzt waren und zuletzt gegen Oberwart erstmals mit einem Sieg belohnt worden waren.

Ganz ohne Probleme verlief die erste Hälfte allerdings nicht. Rund 20 Minuten lang gelang es Krems nicht, die eigenen Vorstellungen konsequent auf den Platz zu bringen. Der FavAC bewies, dass er über genügend Qualität verfügt, um den Gästen Schwierigkeiten zu bereiten, ohne daraus allerdings Kapital schlagen zu können. Krems hielt defensiv dagegen und nahm die knappe Führung mit in die Kabine.

Dort reagierte das Trainerteam, passte die Ausrichtung an und sorgte damit dafür, dass die Gäste nach dem Seitenwechsel wieder deutlich besseren Zugriff auf die Partie bekamen.

Yilmaz erhöht – Krems übernimmt endgültig das Kommando

Die Veränderungen zeigten schnell Wirkung. Krems agierte nun wesentlich konsequenter, gewann wichtige Duelle und ließ dem FavAC immer weniger Möglichkeiten, seine Qualitäten auszuspielen. Gerade gegen die gefährlichen Offensivspieler der Wiener war über die gesamte Spielzeit höchste Konzentration gefragt.

In der 52. Minute folgte der nächste entscheidende Schritt in Richtung Auswärtssieg. Burak Yilmaz bekam den Ball in aussichtsreicher Position und ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen. Statt noch einmal querzulegen, suchte er selbst den Abschluss und versenkte das Leder zum 2:0.

Mit dem zweiten Treffer im Rücken wurde die Vorstellung der Gäste immer souveräner. Während der FavAC nun zunehmend gefordert war, mehr Risiko einzugehen, brachte Krems seine Qualitäten sowohl mit als auch gegen den Ball immer besser zur Geltung.

Koppensteiner macht früh alles klar

Nur zwölf Minuten später war die Partie praktisch entschieden. Nach einem seitlichen Freistoß von Lorenz Pemmer ging Jan-Sebastian Koppensteiner entschlossen durch und drückte den Ball in der 64. Minute zum 3:0 über die Linie.

Spätestens jetzt war Krems endgültig auf Kurs. Die Gäste ließen sich auch in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr aus der Ordnung bringen. Der FavAC versuchte zwar, zumindest noch den Ehrentreffer zu erzielen, doch Krems verteidigte geschlossen und brachte die Partie ohne Gegentor über die Zeit.

Gerade die zweite Hälfte unterstrich dabei die Entwicklung der Mannschaft. Krems kontrollierte die entscheidenden Phasen, blieb defensiv konzentriert und nutzte vorne seine Möglichkeiten. Nach mehreren Auftritten, bei denen Aufwand und spielerische Qualität nicht entsprechend belohnt worden waren, scheint die Mannschaft nun auch bei den Ergebnissen angekommen zu sein.

Nach dem 3:1 gegen Oberwart folgt mit dem 3:0 beim FavAC der zweite Sieg in Serie. Sieben Tage nach dem ersehnten Befreiungsschlag bestätigte Krems damit, dass dieser Erfolg keine Momentaufnahme gewesen sein muss. Noch wichtiger als die sechs Punkte aus den vergangenen beiden Partien dürfte dabei die Art und Weise sein: Die vorhandene Qualität kommt zunehmend konstanter auf den Platz – und in Favoriten belohnte sich Krems dafür mit drei Toren und einer weißen Weste.

Stimme zum Spiel:

Stefan Maierhofer (Trainer SPG Krems/Getzersdorf):

„Wir bringen unsere Qualität mittlerweile einfach besser auf den Platz und schaffen es auch, das über die Spiele hinweg immer konstanter zu zeigen. Darüber bin ich sehr happy, weil sich die Mannschaft für ihre Arbeit jetzt selbst belohnt. Das frühe Tor hat uns natürlich gutgetan, trotzdem hatten wir in der ersten Halbzeit rund 20 Minuten, in denen wir nicht so agiert haben, wie wir uns das vorstellen. Wir haben deshalb in der Pause etwas umgestellt und das hat uns geholfen. Speziell die zweite Halbzeit war dann richtig stark. Der FavAC hat definitiv Qualität und solche Spieler kannst du nicht über die gesamte Partie komplett aus dem Spiel nehmen. In dieser Liga musst du über 95 Minuten alles investieren, was du hast. Genau das haben wir gemacht und am Ende auch zu null gespielt. Ich schätze Herbert Gager sehr und er hat uns nach dem Spiel gratuliert, auch wenn das Ergebnis aus seiner Sicht etwas zu hoch ausgefallen ist. So ein Kompliment von einem Trainer wie ihm freut uns natürlich. Jetzt haben wir uns mit zwei Siegen in Folge belohnt und wollen genau auf diesem Weg weitermachen.“

Foto: SPG Krems/Getzersdorf

Regionalliga Ost: FavAC : SPG Krems/Getzersdorf - 0:3 (0:1)

  • 64
    Jan-Sebastian Koppensteiner 0:3
  • 52
    Burak Yilmaz 0:2
  • 8
    Dominik Starkl 0:1