In der spannenden Begegnung der Regionalliga Ost setzte sich der Wiener Sport-Club mit 3:2 gegen den SV Donau durch. Die Gäste starteten stark und gingen früh in Führung, während die Donau bis zum Ende alles gab, um das Blatt zu wenden. Letztlich war es Eren Keles, dessen Treffer den Unterschied machte, obwohl der SV Donau durch Mateo Sarac in der Schlussphase noch einmal herankam.

Dabei erwischte der SV Donau den besseren Start und versuchte von Beginn an, das Spiel zu kontrollieren. Der WSC hatte in der Anfangsphase Schwierigkeiten, die Gäste vom eigenen Tor fernzuhalten, während der Donau immer wieder den Weg nach vorne suchte.
In der 23. Minute war es dann aber der Sport-Club. Darijo Pecirep brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Der WSC hatte damit das erste wichtige Ausrufezeichen gesetzt und konnte anschließend mit dem Vorsprung im Rücken etwas kontrollierter agieren.
Donau fand in der ersten Halbzeit nur schwer ins eigene Spiel. Die Hausherren bemühten sich zwar um eine Reaktion, konnten den WSC aber zunächst nicht entscheidend unter Druck setzen. So ging es mit der knappen 1:0-Führung der Gäste in die Pause.
Der Start in die zweite Hälfte verlief für den SV Donau denkbar ungünstig. Bereits in der 47. Minute nutzte Nicholas Wunsch eine Unachtsamkeit in der Defensive der Hausherren aus und erhöhte auf 2:0.
Damit schien der Wiener Sport-Club zunächst alles unter Kontrolle zu haben. Zwei Tore Vorsprung und die insgesamt souveräne Vorstellung ließen die Gäste auf einen relativ ruhigen zweiten Durchgang hoffen. Doch Donau reagierte.
Die Mannschaft von Trainer Dardan Zariqi erhöhte den Einsatz und suchte nun deutlich konsequenter den Weg nach vorne. Der Druck auf den WSC nahm zu – und in der 59. Minute wurde die Aufholjagd erstmals belohnt.
Marko Nikolic erzielte den Anschlusstreffer zum 1:2 und sorgte damit für neue Spannung. Plötzlich war Donau wieder im Spiel. Die Gastgeber bekamen durch das Tor sichtbar Auftrieb und wollten nun mehr.
Der Wiener Sport-Club musste in dieser Phase deutlich mehr Arbeit gegen den Ball verrichten und konnte sich nicht mehr so frei entfalten wie noch in der ersten Hälfte. Gleichzeitig blieb der WSC bei seinen Offensivaktionen gefährlich.
Genau das zeigte sich in der 72. Minute: Eren Keles stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her und traf zum 3:1. Für Donau war es ein bitterer Moment, denn die Hausherren hatten sich gerade zurück in die Partie gekämpft.
Doch auch nach dem dritten Gegentreffer war die Partie noch lange nicht entschieden. Donau steckte nicht auf und drängte weiter nach vorne. Die Gastgeber wollten unbedingt noch einmal zurückkommen – und wurden in der 86. Minute erneut belohnt.
Mateo Sarac verkürzte auf 2:3 und machte die Schlussphase damit zu einer echten Zitterpartie für den Wiener Sport-Club.
Donau warf nun alles nach vorne. Auch die sechsminütige Nachspielzeit bot noch ausreichend Gelegenheit für den möglichen Ausgleich. Der WSC verteidigte jedoch konzentriert und brachte den knappen Vorsprung letztlich über die Zeit.
Damit blieb es beim 3:2 für den Wiener Sport-Club, der nach einer starken ersten Hälfte und einer turbulenten Schlussphase drei Punkte auswärts mitnehmen konnte. Der SV Donau wiederum musste sich trotz einer engagierten Aufholjagd geschlagen geben.
Der Sektionsleiter des WSC, David Krapf-Günther, zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert:
„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben in der ersten Halbzeit vieles richtig gemacht. Wir hatten gute Ballbesitzphasen, waren präsent in den Zweikämpfen und haben uns mit dem 1:0 auch belohnt. Das 2:0 direkt nach der Pause war natürlich ein wichtiger Moment. Danach hätten wir die Partie wahrscheinlich etwas ruhiger zu Ende spielen können. Wir haben Donau aber durch den Anschlusstreffer wieder ins Spiel gebracht und uns das Leben damit selbst schwer gemacht. Nach dem 3:1 war eigentlich wieder eine gute Ausgangslage da, aber Donau hat nie aufgegeben. Das 3:2 hat dann natürlich noch einmal richtig Spannung reingebracht. In den letzten Minuten ging es für uns vor allem darum, kompakt zu bleiben und gemeinsam zu verteidigen. Das haben die Jungs gut gemacht. Es war am Ende sicher kein einfacher Sieg, aber gerade solche Spiele sind auch wichtig. Wir nehmen die drei Punkte mit und wissen gleichzeitig, dass wir in manchen Phasen noch konsequenter werden müssen.“
Auf Seiten des SV Donau überwog trotz der Niederlage der Ärger über den knappen Ausgang, gleichzeitig konnte die Mannschaft mit ihrer Reaktion nach der Pause zufrieden sein. Obmann Nermin Jusic meinte:
„Bis zum 0:1 waren wir das bessere Team. Leider bekommen wir direkt nach Wiederbeginn das 0:2, aber die Mannschaft hat darauf sehr gut reagiert. Mit dem 1:2 haben wir wieder an uns geglaubt und plötzlich war richtig Energie in der Mannschaft und im ganzen Spiel. Nach dem 1:3 wäre es natürlich leicht gewesen, den Kopf hängen zu lassen. Das haben wir aber nicht gemacht. Wir haben weiter nach vorne gespielt und uns mit dem 2:3 belohnt. Danach war alles möglich. Wir hatten noch die Nachspielzeit und wollten unbedingt den Ausgleich. Am Ende hat es leider nicht mehr gereicht. Trotzdem müssen wir die positiven Dinge mitnehmen. Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war stark, und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch nach Rückschlägen weiterkämpft. Natürlich tut eine solche Niederlage weh, gerade wenn man so spät noch die Chance auf den Ausgleich hat. Aber auf dieser zweiten Halbzeit können wir aufbauen.“
WSC: AUFSTELLUNG: Christoph Haas (TW) // Kürsat Güclü // Konstantin Kerschbaumer // Nicholas Wunsch // Eren Keles // Sam Schutti // Rocco Sutterlüty // Darijo Pecirep // Filip Drljepan // Kerim Abazovic // Paul Sahanek, ERSATZSPIELER: Nick Giuliani (ET) // Jesse Richards // Marko Grubesic // Samuel Oppong // Floris Van Zaanen // Rene Kriwak, TRAINER: Daniel Seper
Donau: AUFSTELLUNG: Matteo Hotop (TW) // Eddi Jusic // Paul Staudinger // Andrej Vukovic // Marko Nikolic // Jores Boguo // Furkan Sezen // Ensar Muminovic // Haris Zahirovic // Vincent Zeidler // Vedad Cosic, ERSATZSPIELER: Enes Bora (ET) // Boris Vukovic // Alexander Heller // Martin Mitrovic // Ernad Kupinic // Mateo Sarac, TRAINER: Dardan Zariqi
Foto: Josef Parak