Der SC Wiener Viktoria setzt seinen starken Lauf in der Regionalliga Ost fort. Beim SV Leobendorf feierten die Wiener einen hart erarbeiteten 1:0-Auswärtssieg und bestätigten damit einmal mehr ihre ausgezeichnete Entwicklung der vergangenen Wochen. Kenny Schincariol sorgte bereits in der dritten Minute für den entscheidenden Treffer. Danach war vor allem defensive Konsequenz gefragt: Leobendorf entwickelte viel Druck, scheiterte mehrfach am Aluminium und fand gegen eine aufopferungsvoll arbeitende Viktoria letztlich keine Antwort.

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Viel besser hätte die Partie für die Gäste kaum beginnen können. Gerade einmal drei Minuten waren gespielt, als Cem Üstündag aus der Distanz abzog und den Ball an die Latte setzte. Schincariol reagierte am schnellsten, verwertete den Abpraller und brachte die Viktoria früh mit 1:0 in Führung.
Der Treffer spielte den Gästen in die Karten. Die Viktoria hatte sich für das schwierige Auswärtsspiel einen klaren Matchplan zurechtgelegt und hielt sich konsequent daran. Leobendorf übernahm mit zunehmender Spieldauer zwar die Initiative, die Wiener arbeiteten gegen den Ball jedoch diszipliniert und machten die Räume eng.
Dass die Hausherren dennoch zu Möglichkeiten kamen, war angesichts ihrer offensiven Qualität kaum zu verhindern. Tobias Fischer hatte bei einem Distanzschuss Pech und traf lediglich die Latte. Die Viktoria verteidigte ihren knappen Vorsprung aber mit großem Einsatz und nahm das 1:0 mit in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Leobendorf den Druck weiter. Die Gastgeber investierten viel in den Ausgleich und kamen erneut gefährlich vor das Wiener Tor. Wieder stand dabei auch das Aluminium einem Treffer im Weg.
Für die Viktoria entwickelte sich die Begegnung zunehmend zu einem echten Arbeitsspiel. Spielerisch waren nun vor allem die Gastgeber am Zug, doch die Gäste hielten mit taktischer Disziplin, hoher Laufbereitschaft und konsequenter Zweikampfführung dagegen. Kein Ball wurde verloren gegeben, die gesamte Mannschaft arbeitete geschlossen daran, den knappen Vorsprung zu verteidigen.
Auch Maximilian Sulek war gefordert und bewahrte seine Mannschaft in der Schlussphase mit einer starken Parade vor dem Ausgleich. Leobendorf warf noch einmal alles nach vorne, doch die Viktoria hielt stand und brachte das 1:0 über die Zeit.
Damit gelang den Wienern ein weiterer bemerkenswerter Erfolg gegen einen Gegner, der seine Qualität in dieser Saison unter anderem mit Siegen gegen den FC Marchfeld Donauauen und den Wiener Sport-Club bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte. Umso höher ist der Auswärtssieg für eine Viktoria einzuschätzen, die in den vergangenen Wochen zudem immer wieder wichtige Spieler verletzungsbedingt vorgeben musste.
Stimme zum Spiel:
Dozhghar Kadir (Trainer SC Wiener Viktoria):
„Ein Sieg in Leobendorf ist für uns natürlich sensationell. Wir hatten vor dem Spiel einen klaren Plan und jeder einzelne Spieler hat sich zu hundert Prozent daran gehalten. Das war taktisch extrem diszipliniert und mit unglaublich viel Arbeit verbunden. Im Endeffekt war es ein richtiger Arbeitssieg und vor allem eine unglaubliche Teamleistung von hinten bis vorne. Die Jungs haben keinen Zentimeter hergegeben. Natürlich hatte Leobendorf seine Möglichkeiten und auch Pech mit Latten- und Stangenschüssen. Über die Qualität dieser Mannschaft müssen wir überhaupt nicht diskutieren. Für mich gehört Leobendorf qualitativ zu den Top drei der Liga. Sie haben gegen Marchfeld und den Wiener Sport-Club gewonnen – das sagt schon einiges aus. Umso mehr freut mich, wie wir hier aufgetreten sind. Wir mussten in den vergangenen drei, vier Wochen mit Deniz Pehlivan oder Benjamin Matic immer wieder wichtige Spieler verletzungsbedingt vorgeben und trotzdem funktioniert die Mannschaft als Einheit. Darauf können wir sehr stolz sein.“