Was für ein Fußballabend in Krems: Die SPG Krems/Getzersdorf hat sich in einem hochklassigen und spektakulären Duell mit 4:3 gegen den Wiener Sport-Club durchgesetzt. Vor allem die erste Hälfte hatte es in sich. Krems führte nach zwölf Minuten bereits mit 2:0, musste innerhalb kürzester Zeit den Ausgleich hinnehmen und schlug noch vor der Pause durch Thomas Alexiev zurück. Nach dem neuerlichen 3:3 des Wiener Sport-Club bewies die Heimelf abermals Moral. Dominik Starkl schoss seine Mannschaft dann schließlich zum Sieg. In einer dramatischen Schlussphase sorgte zudem eine nicht geahndete Elfmetersituation im Kremser Strafraum noch einmal für Diskussionen.

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Krems erwischte gegen einen spielstarken Wiener Sport-Club einen Traumstart. Die Hausherren waren sofort präsent, setzten ihre Vorstellungen konsequent um und belohnten sich bereits nach zehn Minuten. Dominik Starkl sorgte mit dem 1:0 für den ersten Jubel der ungefähr 1.500 Zuschauer.
Gerade einmal zwei Minuten später legten die Kremser nach. Burak Yilmaz bekam seine Möglichkeit und vollendete mit einem starken Abschluss zum 2:0. Alles schien zunächst für die Gastgeber zu laufen, doch der Wiener Sport-Club zeigte anschließend eindrucksvoll seine Qualität.
Nicholas Wunsch brachte die Hernalser in der 18. Minute auf 1:2 heran. Nur fünf Minuten später war der Vorsprung endgültig dahin: Eren Keles traf zum 2:2 und stellte die Partie innerhalb kürzester Zeit wieder auf Anfang.
Für Krems hätte dieser Doppelschlag zum Knackpunkt werden können. Stattdessen folgte eine bemerkenswerte Reaktion. Die Hausherren blieben mutig, suchten weiter den Weg nach vorne und holten sich nur drei Minuten nach dem Ausgleich die Führung zurück. Thomas Alexiev traf in der 26. Minute zum 3:2 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine spektakuläre erste Hälfte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Der Wiener Sport-Club erhöhte den Druck und zeigte, warum die Kremser den Gegner im Nachhinein als bislang stärkste Mannschaft bezeichneten, gegen die sie in dieser Saison gespielt hatten.
In der 68. Minute wurden die Bemühungen der Gäste belohnt. Wieder war es Keles, der zuschlug und mit seinem zweiten Treffer das 3:3 erzielte.
Doch Krems wollte sich mit dem Punkt nicht zufriedengeben. Der Wille, dieses Spiel noch einmal auf die eigene Seite zu ziehen, war deutlich zu erkennen. Die Gastgeber machten weiter Druck – und belohnten sich in der 79. Minute.
Starkl spielte Haris Tabakovic stark frei, der anschließend die Übersicht behielt und nochmal auf seinen Stürmerkollegen spielt, der das 4:3 erzielte. Krems hatte damit zum dritten Mal an diesem Abend die Führung übernommen.
Ganz vorbei war die Begegnung allerdings noch nicht. Der Wiener Sport-Club warf in der Schlussphase alles nach vorne und reklamierte bei einer strittigen Situation im Kremser Strafraum Elfmeter. Der Pfiff blieb jedoch aus. Krems überstand auch die letzten Minuten und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit.
Damit setzte die SPG ihren positiven Lauf fort und bewies gleichzeitig, dass sie auch personelle Ausfälle auffangen kann. Drei Stammspieler fehlten, die vorgenommenen Wechsel griffen jedoch – und gegen einen enorm starken Wiener Sport-Club wurde vor allem der Zusammenhalt zum entscheidenden Faktor.
Stimme zum Spiel:
Stefan Maierhofer (Trainer SPG Krems/Getzersdorf):
„Der Wiener Sport-Club war mit Abstand die beste Mannschaft, gegen die wir bisher gespielt haben. Umso mehr freut mich, wie wir dieses Spiel angenommen haben. Die erste Halbzeit war Wahnsinn und die Jungs haben vieles von dem, was wir uns vorgenommen hatten, richtig gut umgesetzt. Wir führen 2:0, geben das innerhalb weniger Minuten aus der Hand und stehen plötzlich bei 2:2. Wie die Mannschaft darauf reagiert und noch vor der Pause wieder auf 3:2 stellt, sagt viel über unseren Charakter aus. Auch nach dem neuerlichen Ausgleich hat man gespürt, dass wir unbedingt noch das 4:3 machen wollten. Wir haben weiter Druck gemacht und uns am Ende tatsächlich dafür belohnt. Natürlich hatten wir hinten raus auch etwas Glück, weil es noch eine Situation gab, bei der der Wiener Sport-Club Elfmeter reklamiert hat. Aber wenn ich sehe, wie wir momentan spielen, verteidigen und füreinander arbeiten, macht mich das sehr zufrieden. Wir mussten drei Stammspieler vorgeben und trotzdem haben die Wechsel funktioniert. Das ist ein richtig gutes Zeichen und zeigt, dass bei uns momentan wirklich jeder für jeden arbeitet.“