Spielberichte

Torlos, aber nicht ereignislos: Wiener Viktoria und SV Donau teilen sich Punkte

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SC Wiener Viktoria
SV Donau

In der 10. Runde der Regionalliga Ost haben sich der SC Wiener Viktoria und der SV Donau mit einem 0:0 getrennt. Tore bekamen die Zuschauer zwar keine zu sehen, an Einsatz, Intensität und Spannung mangelte es der Partie allerdings nicht. Beide Mannschaften investierten viel, fanden über weite Strecken aber nicht die nötigen Lösungen im letzten Drittel.

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Gerade in einer Partie, in der sich zwei Teams auf Augenhöhe begegnen, können Kleinigkeiten den Unterschied machen. Genau diese eine entscheidende Aktion blieb an diesem Nachmittag aus. Mal fehlte beim letzten Pass die Präzision, mal war ein Verteidiger rechtzeitig zur Stelle, mal blieb der Abschluss zu ungefährlich. So stand am Ende auf beiden Seiten die Null.

Viel Arbeit, wenig Ertrag

Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, in der sich keine Mannschaft freiwillig zurückziehen wollte. Die Wiener Viktoria versuchte, mit aktivem Pressing und schnellen Angriffen über die Seiten für Gefahr zu sorgen. Kapitän Philipp Knasmüllner führte seine Mannschaft dabei durch eine Begegnung, in der vor allem Geduld gefragt war. Kenny Schincariol und Emmanuel Kande sorgten immer wieder für Bewegung in der Offensive, doch die Donau-Defensive bekam die gefährlichen Situationen letztlich meist unter Kontrolle.

Auch die Gäste aus Donaustadt hatten ihre Phasen. SV Donau agierte kompakt und versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Im Mittelfeld suchten Jores Boguo und Marko Nikolic immer wieder nach Möglichkeiten, das Spiel in Richtung Viktoria-Tor zu beschleunigen. Doch auch die Hausherren standen defensiv aufmerksam und ließen nur wenig zu.

Je länger die Partie dauerte, desto deutlicher wurde: Wer hier das erste Tor erzielt, könnte die Begegnung sofort auf seine Seite ziehen. Genau deshalb wurde um jeden Ball gekämpft, ohne dass sich daraus eine echte Großchance entwickeln wollte.

Viktoria mit Druck, Donau mit Antworten

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Wiener Viktoria phasenweise den Druck und versuchte, die Gäste tiefer in deren Hälfte zu drängen. Donau verteidigte allerdings diszipliniert und schaffte es immer wieder, die Angriffe frühzeitig zu unterbrechen.

Auf der anderen Seite boten sich den Donaustädtern Räume für schnelle Gegenangriffe. Der entscheidende letzte Pass wollte aber ebenfalls nicht gelingen. So blieb die Partie bis in die Schlussphase offen. Beide Mannschaften wussten, dass ein einziger Fehler die gesamte Arbeit zunichtemachen könnte.

Die letzten Minuten gehörten deshalb einer Partie, in der beide Teams den Sieg durchaus wollten, gleichzeitig aber auch nicht ins offene Messer laufen wollten. Die Defensivreihen behielten die Oberhand – und damit blieb es beim 0:0.

Stimmen zum Spiel

Dozhghar Kadir, Trainer SC Wiener Viktoria:
„Wir haben heute viel investiert und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir versucht, immer wieder nach vorne zu spielen und über die Seiten Räume zu bekommen. Uns hat aber im letzten Drittel ein bisschen die Konsequenz gefehlt. Wir waren zwar immer wieder in Situationen, in denen etwas entstehen hätte können, aber der letzte Pass oder der Abschluss waren nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt haben. Gleichzeitig muss man auch sagen, dass wir defensiv sehr ordentlich gearbeitet haben. Donau hat eine Mannschaft, die nach Ballgewinnen schnell umschalten kann, und wir wollten ihnen diese Räume möglichst nicht geben. Das ist uns über weite Strecken gut gelungen. Natürlich hätten wir lieber drei Punkte gehabt, aber wenn man kein Tor bekommt, hat man zumindest eine Basis, auf der man aufbauen kann. Jetzt müssen wir schauen, dass wir aus unseren Möglichkeiten vorne wieder mehr herausholen.“

Nermin Jusic, Obmann SV Donau:
„Es war heute ein Spiel, in dem beide Mannschaften sehr viel gearbeitet haben. Wir haben gewusst, dass es gegen die Viktoria nicht einfach wird und dass wir defensiv von der ersten Minute an konzentriert sein müssen. Das haben wir meiner Meinung nach gut gemacht. Wir haben nicht viele klare Chancen zugelassen und sind selbst immer wieder zu Möglichkeiten gekommen, bei denen uns dann aber der letzte Schritt gefehlt hat. „Natürlich nimmt man auswärts einen Punkt mit, aber wenn man über 90 Minuten das Gefühl hat, dass vielleicht auch mehr möglich gewesen wäre, ist man im ersten Moment nicht ganz zufrieden. Wir wollten schon versuchen, das Spiel zu gewinnen. Gleichzeitig war wichtig, dass wir hinten stabil bleiben und nicht durch einen unnötigen Fehler alles aus der Hand geben. Insgesamt war es eine intensive Partie, in der beide Mannschaften ihre guten Phasen hatten. Mit dem 0:0 können am Ende beide leben, auch wenn wir uns natürlich über ein Tor und drei Punkte gefreut hätten.“

Ein Punkt, der keinem wirklich wehtut

Damit nehmen Wiener Viktoria und SV Donau jeweils einen Punkt aus dem direkten Duell mit. Ein Ergebnis, das angesichts des Spielverlaufs durchaus gerecht erscheint: Beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten und Phasen, in denen sie das Spiel an sich ziehen konnten – die entscheidende Durchschlagskraft fehlte jedoch auf beiden Seiten.

Für die Viktoria bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Defensive auch gegen einen unangenehmen Gegner stabil stand. Donau wiederum kann auf einer disziplinierten Auswärtsleistung aufbauen. Was beiden Teams diesmal fehlte, war der eine Moment, der aus einer ordentlichen Leistung einen Sieg macht.

Das 0:0 war deshalb vielleicht kein Spektakel auf der Anzeigetafel – dafür aber ein intensives Regionalliga-Spiel, in dem bis zum Schlusspfiff um jeden Meter gekämpft wurde.

Aufstellungen: 

Wiener Viktoria: Valerian Hüttner - Fränz Sinner, Philipp Knasmüllner (K), Adrian Koreimann, Noah Schindler - Cem Üstündag, Ali Sahintürk, Janosch Barnabas Obertreis, Giuseppe Cribello, Emmanuel Kande - Kenny Schincariol Ersatzspieler: Tomy Pejicic, Arthur Vozenilek, Taira Kayama, Bough Kevin Guy Roland Bangai, Connor Dostal, Kader Bamba Trainer: Dozhghar Kadir

SV Donau: Matteo Hotop, Eddi Jusic, Boris Vukovic, Paul Staudinger, Andrej Vukovic (K), Marko Nikolic, Jores Boguo, Ernad Kupinic, Ensar Muminovic, Haris Zahirovic, Vedad Cosic Ersatzspieler: Enes Bora, Haris Muheljic, Emir Dzinic, Martin Mitrovic, Marcel Dzojic, Mateo Sarac Trainer: Dardan Zariqi

 

Foto: Privat