Der SC Wiener Viktoria hat in der 12. Runde der Regionalliga Ost den nächsten Erfolg eingefahren. Gegen den SC/ESV Parndorf setzten sich die Wiener mit 1:0 durch und bestätigten damit ihre starke Entwicklung der vergangenen Wochen. Kenny Schincariol sorgte bereits in der dritten Minute für den entscheidenden Treffer. Besonders bemerkenswert war dabei die defensive Stabilität der Gastgeber, die trotz zahlreicher personeller Ausfälle kaum gefährliche Möglichkeiten zuließen. Für die Viktoria war es zugleich eine gelungene Revanche für das Cupduell vor wenigen Monaten, in dem man gegen denselben Gegner noch große Schwierigkeiten gehabt hatte.

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Viel besser hätte die Begegnung für die Wiener Viktoria kaum beginnen können. Bereits in der 3. Minute gelang den Gastgebern der Führungstreffer. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam der Ball per Flanke in den Strafraum, wo Kenny Schincariol zur Stelle war und zum 1:0 vollendete.
Der frühe Treffer gab der Mannschaft zusätzliche Sicherheit. Die Wiener präsentierten sich zweikampfstark, waren in ihren Aktionen aufmerksam und schafften es, Parndorf über weite Strecken vom eigenen Strafraum fernzuhalten.
Dabei musste die Viktoria auf mehrere wichtige Spieler verzichten. Neben Abwehrchef Noah fehlten auch Cem Üstündag aufgrund seiner fünften Gelben Karte sowie die verletzten Offensivkräfte Benedikt, Denis und Hamid. Die Ausfälle waren dem Spiel der Gastgeber allerdings kaum anzumerken.
Parndorf versuchte, nach dem frühen Rückstand besser in die Begegnung zu finden, konnte sich gegen die gut organisierte Defensive der Wiener jedoch nur selten entscheidend durchsetzen. Die Viktoria behielt die Kontrolle und nahm die knappe, aber verdiente Führung mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste aus dem Burgenland, offensiv mehr Akzente zu setzen. Parndorf hatte phasenweise mehr Ballbesitz und suchte insbesondere über Dominik Schmidt und Ebrima Fofana nach Lösungen.
Die Wiener Viktoria ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Die Hausherren verteidigten kompakt, arbeiteten konsequent gegen den Ball und verhinderten, dass Parndorf zu einer größeren Anzahl klarer Torchancen kam.
Offensiv konzentrierten sich die Wiener zunehmend auf schnelle Gegenstöße, konnten den entscheidenden zweiten Treffer jedoch nicht nachlegen. So blieb die Partie bis zum Schlusspfiff offen, ohne dass die Gastgeber ihre defensive Ordnung verloren.
Am Ende brachte die Viktoria den knappen Vorsprung über die Zeit und durfte sich über einen weiteren wichtigen Erfolg freuen.
Der Sieg gegen Parndorf war für die Wiener Viktoria auch deshalb besonders erfreulich, weil die Mannschaft im direkten Vergleich zum Cupduell vor wenigen Monaten eine deutliche Weiterentwicklung erkennen ließ. Damals hatte man gegen die Burgenländer kaum Zugriff gefunden, diesmal bestimmte die Viktoria über weite Strecken selbst das Geschehen.
Besonders eindrucksvoll ist die aktuelle Defensivbilanz: In den vergangenen acht Begegnungen kassierten die Wiener lediglich drei Gegentreffer, wobei zwei nach Eckbällen und einer durch einen Elfmeter zustande kamen.
Obwohl die Viktoria offensiv derzeit nicht mit zahlreichen Treffern glänzt, gelingt es der Mannschaft regelmäßig, ihre Spiele durch eine geschlossene Teamleistung für sich zu entscheiden.
Stimme zum Spiel:
Dozhghar Kadir (Trainer SC Wiener Viktoria):
„Für mich gibt es als Trainer kaum etwas Schöneres, als zu sehen, wie sich eine Mannschaft entwickelt. Vor zwei oder drei Monaten haben wir im Cup gegen Parndorf gespielt und damals nach einer halben Stunde praktisch keinen Zugriff mehr gehabt. Jetzt haben wir gegen denselben Gegner eine ganz andere Leistung gezeigt und das Spiel über weite Strecken bestimmt. Das macht mich fast noch stolzer als der Sieg selbst. Wir haben momentan einige wichtige Ausfälle, aber jeder Spieler, der nachrückt, gibt alles für die Mannschaft. Genau das zeichnet uns aus. Wir sind wirklich ein richtig gutes Team geworden. Natürlich schießen wir derzeit nicht besonders viele Tore, aber dafür funktioniert unsere Defensive hervorragend. In den letzten acht Spielen haben wir gerade einmal drei Gegentore bekommen – zwei nach Eckbällen und eines durch einen Elfmeter. Das ist auf diesem Niveau schon außergewöhnlich. Gleichzeitig haben wir viele unterschiedliche Torschützen, weil jeder Verantwortung übernimmt. Ich bin wirklich stolz auf die gesamte Mannschaft und darauf, wie wir uns gemeinsam entwickelt haben.“