Der SC/ESV Parndorf hat in der 13. Runde der Regionalliga Ost ein eindrucksvolles Lebenszeichen von sich gegeben. Nach zuletzt drei sieglosen Begegnungen feierten die Burgenländer gegen den USV Scheiblingkirchen-Warth einen auch in dieser Höhe verdienten 5:0-Heimerfolg. Die Mannschaft präsentierte sich über die gesamte Spielzeit spielerisch überzeugend, ließ bereits vor der Pause zahlreiche Möglichkeiten liegen und sorgte nach dem Seitenwechsel mit drei Treffern innerhalb von fünf Minuten für klare Verhältnisse. Für Parndorf war es nicht nur ein wichtiger Sieg, sondern auch eine dringend benötigte Befreiung im Kampf um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Ausgangslage war für die Gastgeber durchaus unangenehm. Nach den jüngsten Ergebnissen stand Parndorf unter Zugzwang, wollte man nicht noch weiter in die unteren Tabellenregionen abrutschen. Entsprechend entschlossen gingen die Burgenländer in die Begegnung.
Von Beginn an übernahm Parndorf die Initiative, kombinierte gefällig und erspielte sich immer wieder gute Abschlussmöglichkeiten. Die Gäste aus Scheiblingkirchen fanden nur schwer Zugriff und waren vor allem defensiv gefordert.
Bereits in der 12. Minute belohnten sich die Hausherren für ihren engagierten Auftakt. Über die rechte Seite wurde ein sehenswerter Angriff eingeleitet. Timo Schmelzer brachte den Ball zu Dominik Schmidt, der die Kombination mit einem Abschluss ins kurze Eck zur 1:0-Führung vollendete.
Auch danach blieb Parndorf klar tonangebend. Die Gastgeber ließen den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, fanden immer wieder Lücken in der gegnerischen Defensive und kamen zu weiteren hochkarätigen Möglichkeiten.
Einzig die Chancenverwertung verhinderte, dass die Partie bereits vor dem Seitenwechsel entschieden war. So ging es trotz deutlicher spielerischer Vorteile lediglich mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabinen.
Nach Wiederbeginn knüpfte Parndorf nahtlos an die starke erste Hälfte an. Die Hausherren blieben zielstrebig, suchten konsequent den Weg nach vorne und erhöhten den Druck auf die Defensive der Gäste.
In der 60. Minute fiel schließlich der längst überfällige zweite Treffer. Julian Pointner brachte den Ball mit einem gefühlvollen Schlenzer ins lange Eck und erhöhte auf 2:0.
Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. Nur drei Minuten später schlug Ebrima Fofana zu und stellte auf 3:0. Doch Parndorf hatte noch nicht genug: In der 65. Minute trug sich auch Timo Schmelzer in die Torschützenliste ein und sorgte mit dem vierten Treffer innerhalb kürzester Zeit für die endgültige Entscheidung.
Die Gastgeber kontrollierten die Begegnung auch danach, während Scheiblingkirchen kaum noch Möglichkeiten fand, dem Spiel eine andere Richtung zu geben.
In der Schlussminute wurde es für die Niederösterreicher schließlich noch bitterer. Alexander Sinabel beförderte den Ball unglücklich ins eigene Tor und stellte damit den 5:0-Endstand her.
Mit dem deutlichen Erfolg beendete Parndorf seine jüngste Durststrecke und verschaffte sich im Tabellenkeller wieder etwas Luft. Nach den vergangenen Wochen, in denen die Mannschaft trotz teilweise ordentlicher Leistungen zu wenige Punkte gesammelt hatte, war dieser Sieg von besonderer Bedeutung.
Vor allem die Art und Weise dürfte den Verantwortlichen Mut machen. Parndorf überzeugte über 90 Minuten, erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und zeigte nach der Pause jene Konsequenz im Abschluss, die zuletzt häufig gefehlt hatte.
Nun gilt es, den Schwung in die kommenden Begegnungen gegen Donaufeld und Wienerberg mitzunehmen. Allerdings bleibt die personelle Situation angespannt. Neben den bereits vorhandenen verletzungsbedingten Ausfällen muss Parndorf im nächsten Spiel auch auf den gesperrten Timo Schmelzer verzichten.
Stimme zum Spiel:
Paul Hafner (Trainer SC/ESV Parndorf):
„Das war heute ein mehr als verdienter Sieg. Wir haben über die gesamten 90 Minuten ein richtig gutes Spiel gemacht und uns schon in der ersten Halbzeit einige große Chancen herausgespielt. Eigentlich hätten wir zur Pause bereits deutlicher führen müssen. Das 1:0 war hervorragend herausgespielt, und auch beim zweiten Treffer war der Abschluss ins lange Eck richtig schön. Nach der Pause haben wir unsere Möglichkeiten dann endlich konsequent genutzt. Für uns war dieser Sieg enorm wichtig. Wenn du so eine Partie nicht gewinnst, steckst du plötzlich mitten im Tabellenkeller, und das hätte natürlich niemand gewollt. Dann kommt schnell Unruhe auf, obwohl die Leistungen zuletzt nicht immer schlecht waren. Umso mehr freut es mich, dass wir uns heute für unseren Aufwand belohnt haben und ein bisschen durchatmen können. Wir haben weiterhin einige Verletzte, und gegen Donaufeld wird uns jetzt auch noch Timo Schmelzer gesperrt fehlen. Trotzdem wollen wir aus den kommenden beiden Spielen gegen Donaufeld und Wienerberg möglichst viel herausholen. Heute können wir jedenfalls sehr zufrieden sein, vor allem mit der Art und Weise, wie die Mannschaft aufgetreten ist.“