Der SV Gloggnitz hat seinen positiven Trend in der Regionalliga Ost fortgesetzt. In der 13. Runde erkämpften sich die Niederösterreicher beim zuletzt äußerst erfolgreichen SV Leobendorf ein verdientes 1:1-Unentschieden. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen durch Hakan Gökcek früh in Führung. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Gloggnitz jedoch deutlich und kam durch Josef Pross zum Ausgleich. In einer abwechslungsreichen Schlussphase hatten beide Mannschaften noch Möglichkeiten auf den Sieg, letztlich blieb es aber bei einer gerechten Punkteteilung.

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Mit zwei überzeugenden 3:0-Erfolgen gegen Donaufeld und Wienerberg im Rücken ging Leobendorf mit reichlich Selbstvertrauen in die Begegnung. Die Hausherren wollten ihre Erfolgsserie ausbauen und übernahmen zunächst auch die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Bereits in der Anfangsphase kam Tobias Fischer zu einer guten Möglichkeit, konnte diese allerdings nicht verwerten. Wenig später machten es die Gastgeber besser: In der 10. Minute fasste sich Hakan Gökcek aus der Distanz ein Herz und brachte Leobendorf mit einem sehenswerten Abschluss mit 1:0 in Führung.
Der frühe Treffer spielte den Hausherren in die Karten. Leobendorf agierte zunächst mit mehr Sicherheit, bestimmte über weite Strecken das Tempo und versuchte, den Vorsprung weiter auszubauen.
Gloggnitz hatte hingegen einige Schwierigkeiten, in die Begegnung zu finden. Die Gäste mussten viel Defensivarbeit verrichten und konnten sich zunächst nur selten entscheidend in Szene setzen.
Kurz vor der Pause fehlte Leobendorf dann nicht viel zum zweiten Treffer. Miroslav Beljan kam zum Abschluss, traf allerdings nur die Querlatte. Damit blieb es beim knappen Vorsprung, der den Gästen weiterhin alle Möglichkeiten offenließ.
Gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es Gloggnitz schließlich, die Partie ausgeglichener zu gestalten und selbst mehr offensive Akzente zu setzen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste deutlich entschlossener. Gloggnitz fand nun besser in die Zweikämpfe, agierte mutiger nach vorne und brachte die Leobendorfer Defensive zunehmend in Bedrängnis.
In der 60. Minute folgte die Belohnung für die Leistungssteigerung. Josef Pross kam an der Strafraumgrenze zum Abschluss und versenkte den Ball zum 1:1-Ausgleich im Netz.
Mit dem Treffer gewann die Begegnung zusätzlich an Spannung. Gloggnitz war nun endgültig auf Augenhöhe und suchte seinerseits nach Möglichkeiten, die Partie vollständig zu drehen.
Besonders knapp wurde es bei einem Abschluss von Marcel Etzelstorfer, der lediglich am Pfosten landete. Auch Felix Aigner hatte eine gute Gelegenheit, setzte seinen Versuch allerdings knapp über das Tor.
Leobendorf blieb seinerseits gefährlich und wollte sich mit dem Unentschieden nicht zufriedengeben. Eron Terziu und Pellegrini kamen noch zu Abschlussmöglichkeiten, konnten diese jedoch nicht in einen weiteren Treffer ummünzen.
In der Schlussphase hätte schließlich auch Gloggnitz beinahe noch den Siegtreffer erzielt. Gerald Peinsipp prüfte den Leobendorfer Schlussmann Max Suhle, der mit einer wichtigen Parade den Rückstand seiner Mannschaft verhinderte.
So blieb es nach einer intensiven Begegnung beim 1:1.
Für die Gäste war der Punktgewinn beim formstarken SV Leobendorf ein weiterer Beleg für die Entwicklung der vergangenen Wochen. Nach dem Sieg gegen Traiskirchen und den Unentschieden gegen Wienerberg und Oberwart blieb Gloggnitz auch im vierten Ligaspiel hintereinander ungeschlagen.
Besonders bemerkenswert ist diese Serie angesichts der anhaltenden personellen Schwierigkeiten. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle gelingt es der Mannschaft, konkurrenzfähig aufzutreten und auch gegen spielstarke Gegner zu bestehen.
Gegen Leobendorf zeigte Gloggnitz vor allem nach der Pause, dass die Mannschaft mittlerweile über genügend Stabilität und Selbstvertrauen verfügt, um auch aus schwierigen Begegnungen etwas mitzunehmen. Einzig bei der Chancenverwertung fehlte erneut das nötige Quäntchen Glück, um sich möglicherweise sogar mit drei Punkten zu belohnen.
Stimme zum Spiel:
Edi Stössl (Trainer SV Gloggnitz):
„Ich denke, dass das Unentschieden über die gesamten 90 Minuten absolut in Ordnung geht. Wir haben gewusst, dass Leobendorf zuletzt einen richtig guten Lauf hatte. Dort musst du erst einmal bestehen und einen Punkt mitnehmen. Natürlich haben wir gerade zu Beginn nicht alles so umsetzen können, wie wir uns das vorgestellt haben, aber die Mannschaft hat sich in die Partie hineingearbeitet und vor allem in der zweiten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt. Für mich ist das ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung. Die Verletzungsmisere steht uns sicher ein Stück weit im Weg, das lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber ich möchte vor allem hervorheben, dass die Spieler, die momentan auf dem Platz stehen, ihre Sache wirklich gut machen. Jeder übernimmt Verantwortung und gibt alles für die Mannschaft. Ein bisschen fehlt uns derzeit noch das Glück im Abschluss, denn wir hatten auch diesmal Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Insgesamt können wir mit diesem Punkt gegen einen starken Gegner aber zufrieden sein. Wichtig ist, dass wir unseren Weg konsequent weitergehen.“