Regionalliga West

Vom Geheimtipp zum Torgaranten: Vitali Borsuk schlägt in Bischofshofen voll ein

Als der BSK 1933 im Sommer Vitali Borsuk aus der 2. Landesliga Süd holte, war es ein Transfer mit Mut – und mit Vision. Heute, wenige Monate später, ist klar: Dieser Schritt hat gezündet. Der 29-jährige Offensivmann schlug in der Regionalliga West ein wie ein Komet und lässt Woche für Woche die Netze zappeln.

 

Borsuk-Transfer in die Wege geleitet: Trainer Andreas Mayrhofer (re.)

Foto: Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus

 

Trainer schlug Spieler vor

Vitali Borsuk hatte sich beim 2. Landesliga Süd-Klub USV Stuhlfelden über drei Spielzeiten hinweg einen Namen gemacht. Seine Vorliebe für den direkten Weg zum Tor war dort längst kein Geheimnis mehr. Trotzdem kam der Kontakt zum Westligisten Bischofshofen nicht auf direktem Weg zustande. "Andy Mayrhofer, sein damaliger Trainer in Stuhlfelden, hat bei uns angerufen und Vitali vorgeschlagen. Wir haben ihn dann zum Probetraining eingeladen", erinnert sich BSK-Boss Patrick Reiter an die ersten Gespräche. Beim Vorspielen wusste Borsuk zu überzeugen. Als schließlich das Angebot aus der Westliga auf dem Tisch lag, zögerte er nicht – und ging den Deal mit Pongaus Nummer eins ein.

 

Starke Torquote

Ein Deal, der sich als echter Glücksgriff entpuppte. Zwölf Tore in 16 Einsätzen sprechen eine klare Sprache. Ein Viererpack gegen die Altach Juniors, zwei Doppelpacks gegen Seekirchen und Hohenems sowie Treffer gegen Reichenau, Wals-Grünau, Lustenau und Imst machten ihn rasch zum Schrecken der gegnerischen Abwehrreihen. Borsuk spielt mit Wucht, mit Instinkt – und mit Hunger. "Ein technisch guter Fußballer und ein ruhiger Typ", beschreibt Reiter seinen Top-Goalgetter. Abseits des Platzes jedoch, so der BSK-Boss, stehe Borsuk – wie einige seiner Kollegen, die den ganz großen Durchbruch nie geschafft haben – vor der Herausforderung, im Alltag vollständig Fuß zu fassen.

 

Stuhlfelden-Buddy lehnte Angebot ab

Im Oberpinzgau sorgte jedoch nicht nur Borsuk für Schlagzeilen. Auch Artem Ivanov, sein kongenialer Partner aus gemeinsamen Stuhlfelden-Zeiten, galt als vielversprechende Personalie. An der Bischofshofen ebenfalls dran war. "Ja, wir haben uns eine Zeit lang mit Artem beschäftigt", verrät Reiter. Vom quirligen Flügelspieler, der unter anderem in der Jugend von Shaktar Donezk gespielt hatte, gab's allerdings einen Korb. "Er war nicht bereit, noch einen Schritt in seiner Laufbahn zu gehen. Mittlerweile ist er kein Thema mehr bei uns."