In der 1. Klasse Mitte-West teilten sich der SK Stratex Gallspach und der SV DSV Road Kallham beim 0:0 die Punkte. Gallspachs Trainer Jürgen Ließ sprach von einer kampfbetonten Partie, in der Kallham über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, die besseren Momente aber vor allem aus Gallspacher Fehlern entstanden. Am Ende stand trotzdem die Null auf beiden Seiten. Für das Schlusslicht ist der Zähler wichtig, auch wenn Ließ betonte, dass eigentlich mehr Punkte nötig gewesen wären – und der eine Punkt am Ende noch Gewicht bekommen könnte.

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Runde 19 brachte in Gallspach einen langen Abnützungskampf. „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel von Anfang an“, schilderte Jürgen Ließ. Der Trainer nahm kein Blatt vor den Mund: „Über siebzig Minuten war Kallham eigentlich das bessere Team und hatte mehrere Torchancen. Ich muss aber klar sagen, die sind nur aus unseren Fehlern entstanden. Spielerisch war wenig dabei.“ Besonders im Gedächtnis blieb ihm die Ausrichtung der Gäste: „Gefühlt hat die Nummer sechzehn von Kallham fünfunddreißig Bälle hoch nach vorn geschlagen.“ Viel Einsatz, viel Laufarbeit, wenig klare Aktionen – zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Und auch nach der Pause blieb es ein enges Ringen, in dem keine Mannschaft eine, saubere Situation fand, um das Remis aufzubrechen. Gallspach hielt defensiv durch, Kallham bekam die Unsauberkeiten in den Abschlüssen nicht weg – am Ende blieb es bei der Nullnummer.
Aus Gallspacher Sicht war es ein Abend, an dem Disziplin und Wille am Ende zählten. „Es wurde sehr viel gelaufen, sehr viel gekämpft, und bei uns waren im Abwehrverbund ziemlich viele Fehler dabei. Jedoch konnte keiner daraus Kapital schlagen“, fasste Ließ zusammen. Seine Mannschaft bekam dafür ein klares Lob: „Stolz bin ich auf die kämpferische, läuferische Leistung meiner Mannschaft.“ Der Punktgewinn hat Substanz, denn Kallham reist als Dritter an. „Wir haben 0:0 gegen den Dritten gespielt, das muss man auch einmal so mitnehmen“, so Ließ, jedoch waren wir dieses Mal in der Offensive kaum vorhanden. Der Trainer bremste die Euphorie aber bewusst: „Wir hätten dringend mehr Punkte benötigt und brauchen sie auch in Zukunft.“ Gallspach steht nach 19 Spielen mit acht Zählern am Tabellenende – jeder Schritt nach vorn zählt. „Aber wer weiß: Vielleicht ist genau dieser eine Punkt am Schluss entscheidend.“
Beim Blick auf den Gegner sah Ließ wenig Überraschungen: „Sie haben einen guten Flügelspieler, den Hanzli. Und sie versuchen immer, mit weiten Bällen die schnellen Spitzen ins Spiel zu bringen.“ Was an diesem Abend ebenfalls auffiel: die ruhige Linie am Feld. „Es gab keine Szene, die eine Diskussion ausgelöst hätte, weil der Schiedsrichter echt eine Topleistung ablieferte. Ich würde mir wünschen, jedes Spiel solch einen Schiedsrichter zu haben. Leider ist das in dieser Liga nicht jede Woche möglich“, sagte der Coach.
Der Ausblick fiel klar aus: „Wir werden nicht aufgeben, solange es rechnerisch möglich ist. Wir hoffen jetzt am Wochenende, dass die anderen auch nicht punkten. Nächste Woche fahren wir nach Krenglbach. Dort müssen wir unbedingt einen Dreier anschreiben – und wir werden alles dafür geben, diesen auch zu holen.“